HyStarter: Wasserstoffregion Ostfriesland

HyStarter: Wasserstoffregion Ostfriesland

PROJEKTE

Quelle: Lisa Ulferts

Zeichnet sich durch ein hohes Angebot an Erneuerbaren Energien aus: Die Küstenregion Ostfriesland

HyStarter: Wasserstoffregion Ostfriesland

Die Küstenregion Ostfriesland im äußersten Nordwesten Niedersachsens setzt sich aus den drei Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien Stadt Emden zusammen. Die Region erstreckt sich über eine Fläche von 3.142 Quadratkilometern und ist mit seiner Lage an der Küste bereits heute ein Vorreiter der Energiewende. So herrscht in der Region insbesondere durch die Windenergie ein reiches Angebot an erneuerbaren Energien, weshalb auch der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft vor Ort vorangetrieben wird. Hierzu wurde die Initiative H2-Ostfriesland gegründet, die sich im Rahmen des HyLand-Wettbewerbs erfolgreich als HyStarter-Region beworben hat.

"HyStarter“ in Ostfriesland erfolgreich abgeschlossen – Ostfriesisches Wasserstoff-Bündnis setzt Arbeit fort und ist „bereit für die nächste Phase“.

Ende September 2023 wurde das Förderprojekt „HyStarter Ostfriesland“ im Rahmen einer Abschlussveranstaltung erfolgreich abgeschlossen. Ein Jahr lang arbeiteten über 30 regionale Unternehmen, Organisationen, Verwaltungen und politische VertreterInnen an Möglichkeiten, die Wasserstoffwirtschaft in Ostfriesland aufzubauen. So soll Wasserstoff nicht nur nachhaltig vor Ort produziert und gespeichert, sondern auch vielfältig genutzt werden – beispielsweise im Schiffbau. In diesem Kontext entstand ein Fahrplan, der nun durch die Suche nach geeigneten Förderprogrammen für Einzelmaßnahmen weiter umgesetzt werden soll.

Aurichs Landrat Olaf Meinen kommentierte während der Abschlussveranstaltung: „Als sich 2021 der „Runde Tisch Wasserstoff“ gebildet hat, waren sich alle einig, dass die ostfriesische Halbinsel der perfekte Standort für Wasserstoffaktivitäten ist“. Folgerichtig soll auch die Initiative H2-Ostfriesland nach dem Auslaufen der HyStarter-Förderung fortgeführt werden. Mehr erfahren

In der Region mit seinen rund 469.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat sich aus den vier Gebietskörperschaften, der Hochschule Emden/Leer, der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg und der MARIKO GmbH die Initiative H2-Ostfriesland gebildet, um an Lösungen für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft zu arbeiten. Hierzu will die Initiative dazu beitragen, Wasserstoffprojekte zu initiieren, bei Fragen und Ideen für regionale Akteure zur Verfügung zu stehen und relevante Akteure vernetzen, die sich an der Forschung und Projektarbeit im Bereich des Wasserstoffs beteiligen.

Die geplanten Wasserstoff-Aktivitäten in der Region umfassen aufgrund des hohen Angebots an Windenergie insbesondere die Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse, aber auch die Errichtung von Wasserstoff-Tankstellen sowie die Initiierung und Entwicklung von Wasserstoffprojekten im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation. Zudem soll ein Wasserstoffentwicklungszentrum eingerichtet, ein Wasserstoff-Netzwerk in Ostfriesland aufgebaut und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des Wasserstoffes mit den Niederlanden etabliert werden.

Quelle: AdobeStock_192820721

Netzwerk aus starken Partnern

Ziel ist es zudem, Ostfriesland auch überregional als grüne Wasserstoffregion zu positionieren. Hierzu beteiligen sich zahlreiche Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft an der Wasserstoff-Initiative, darunter u.a. B.u.S.
Metallverarbeitungs GmbH, B+ INGENIEUR Gesellschaft mbH, Enercon GmbH, EWE AG, Gebr. Decker GmbH, H2Nord GmbH & Co. KG, SCORE-Tankstellen und Mineralölhandels-GmbH, Spedition Weets GmbH, STORAG ETZEL GmbH, Weser-Ems Busverkehr GmbH (WEB) und viele weitere Unternehmen und Organisationen.

Erfolgreiche Bewerbung als „HyStarter-Wasserstoffregion“

Ostfriesland leistet mit seinen Erzeugungsanlagen für Erneuerbare Energien einen großen Beitrag für die Energiewende. Die Region kann sich darüber hinaus seit 2021 offiziell „HyStarter-Wasserstoffregion“ nennen. Begonnen haben die Planungen für die Wasserstoffregion im Januar 2021, als der Arbeitskreis Ostfrieslandplan den „Runden Tisch Wasserstoff“ ins Leben gerufen hat, der sich aus Vertretern der Landkreise Aurich, Leer, Wittmund, der kreisfreien Stadt Emden, der IHK für Ostfriesland und Papenburg, dem Amt für regionale Landesentwicklung, der Hochschule Emden/Leer und der MARIKO gemeinnützige GmbH aus Leer zusammensetzt. Im April 2021 hat sich die Region Ostfriesland dann im Rahmen des Wettbewerbs HyLand II beworben – und wurde im September 2021 erfolgreich zur HyStarter-Region ernannt. Hierbei wurde die Region ein Jahr lang fachlich und organisatorisch bei der Entwicklung eines regional zugeschnittenen Wasserstoffkonzepts und der Bildung eines Netzwerks für lokale Wasserstoffakteure begleitet, mit einem besonderen Fokus auf Verkehrsanwendungen. HyStarter war ein wichtiger Baustein, um die regionalen Akteurinnen und Akteure zu vernetzen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu bündeln und daraus erste konkrete Projektideen zu entwickeln.

Quelle: Volker Kuhnert

Beim HyStarter Ostfriesland Strategiedialog wurden im April 2023 u.a. Möglichkeiten zum Aufbau der regionalen Wasserstoffwirtschaft diskutiert.

Weitere Informationen und Kontakt:

Weitere Informationen finden Sie bei der Initiative H2-Ostfriesland. Zur Webseite

H2-Ostfriesland

Birte Ricklefs

E-Mail: bricklefs@landkreis-aurich.de
04941 16 8035

HyStarter: Wasserstoffregion Ostfriesland

HyLand: Wasserstoffregionen in Niedersachsen

PROJEKTE

©ØrstedQuelle: HyLand

Acht verschiedene Regionen und Städte in Niedersachsen werden durch die HyLand-Initiative gefördert.

HyLand: Wasserstoffregionen in Niedersachsen

2019 startete das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) den Wettbewerb „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“. Das Ziel dieses Wettbewerbes ist es, die Wasserstoffwirtschaft voran zu treiben, Ideen und Konzepte weiterzuentwickeln und Akteure und Akteurinnen zusammenzubringen. Mittlerweile befindet sich das Programm in der zweiten Runde. Seit Beginn wurden über 50 Projekte in ganz Deutschland gefördert.

Auch Regionen aus Niedersachsen haben sich um eine Förderung beworben. Bisher gibt es acht Projekte, die sowohl als HyStarter, HyExpert oder als HyPerformer ausgezeichnet worden sind. Dazu zählen die HyStarter Bad Bentheim und Schaumburg. Die Regionen Emsland, Nordostniedersachsen, Ostfriesland sowie Südostniedersachsen und die Stadt Brake sind HyExperts und als HyPerformer wurde Hyways for Future rund um Oldenburg ausgewählt.  Hier stellen wir die einzelnen Regionen näher vor. 

HyExpert: Wasserstoffregion Emsland

Die wirtschaftsstarke Region setzt ihren Fokus bei der Energiewende auf den Mobilitätssektor, der Industrie und der Energiewirtschaft. Durch Mitarbeit von über 25 Akteuren und Akteurinnen soll ein Wasserstoff-Hub entstehen, um die starke Energieregion in eine grüne Zukunft lenken zu können. Hier finden Sie mehr Informationen zu der Region.

HyExpert: Wasserstoffregion NordOstNiedersachsen

Das Leitprojekt „Lastverkehr mit grünem Wasserstoff – Future Mobility“ hat zum Ziel regionale Erzeugung erneuerbarer Energien und den Lastverkehr mit Hilfe von Wasserstofftechniken zu verknüpfen. Die Region besteht aus elf Landkreisen, darunter als Antragssteller und Koordinator der Landkreis Osterholz. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

HyStarter: Wasserstoffregion Stadt Bad Bentheim

Die Stadt Bad Bentheim ist für Erholung und Gesundheit bekannt. Dementsprechend ist dem Standort wichtig, dass mit und nicht gegen die Natur gearbeitet wird. Nun folgt auf Photovoltaikanlagen und Windparks die Nutzung von Wasserstoff für klimaneutrale Mobilität, wo viele Unternehmen beteiligt sind. Weitere Informationen auf der Website von HyLand.

HyStarter: Wasserstoffregion Schaumburg

Die erste Region in Niedersachsen, die als HyStarter gefördert wurde, beschäftigt sich hauptsächlich mit der Umstellung des Energiesystems, die Produktion von grünem Wasserstoff und dem Logistik- und Mobilitätssektor. Bei der Umstellung von Kohleenergie zu grüner Energie ist viel zu tun, damit Schaumburg als Energieregion beibehalten werden kann. Dazu berichteten wir genaueres hier.

HyExpert: Wasserstoffregion Stadt Brake

Mit dem Projekt H2BrakeCO2 setzt sich die Stadt Brake zum Ziel CO2-freie Hafen- und Logistikprozesse durch Wasserstofftechnologie umzusetzen. Mit über 40 Unterstützern und Unterstützerinnen ist das Projekt sehr gut vernetzt und auf einem guten Weg den hohen CO2-Mengen den Rücken zuzukehren. Nähere Informationen auf der Website von HyLand.

©H2BrakeCO2Quelle: Stadt Brake

HyPerformer: Wasserstoffregion „HyWays for Future“

Wasserstoff mit klimafreundlicher Energie vor Ort herstellen und vor Ort nutzen – so lautet das Ziel von HyWays for Future. Dazu gehört der Aufbau von Elektrolyse-Kapazitäten und Wasserstofftankstellen und Investitionen in Fahrzeuge. Der grüne Wasserstoff soll zu Tankstellen geliefert und für den Personennahverkehr, die Müllabfuhr oder für Lkw eingesetzt werden. Hier gibt es mehr Informationen.

HyExpert: Wasserstoffregion Ostfriesland

Seit September 2021 kann sich die Region Ostfriesland offiziell als HyStarter-Region bezeichnen. Angefangen hat alles mit dem „Runden Tisch Wasserstoff“ im Januar 2021. Nach der Bewerbung im April 2021 bei dem Wettbewerbs HyLand II erhielt die Initiative H2-Ostfriesland die offizielle Bezeichnung HyStarter-Region. Seitdem vernetzt die Initiative regionale Akteure und Akteurinnen und sammelt Wissen, um daraus neue Projektideen zu entwerfen. Mehr Informationen dazu hier.

Quelle: Lisa Ulferts

HyExpert: Wasserstoffregion SüdOstNiedersachsen

Auch die Region SüdOstNiedersachsen kann sich über eine Unterstützung von bis zu 400.000 Euro freuen. Die HyExpert-Förderung des Bundes ermöglicht die Erarbeitung eines ganzheitlichen Konzepts zur Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff in den Bereichen Mobilität und Industrie. Im November 2023 sollen die Ergebnisse präsentiert werden. Im Fokus steht der Wandel bei der Produktion von Stahlerzeugnissen und der Fahrzeugindustrie, wo Wasserstoff eine entscheidene Rolle spielen soll.

In dieser Region treffen viele Traditionsunternehmen und innovative Branchen aufeinander. Diese Diversität zeichnet Deutschland als einen prägenden Industrie- und Forschungsstandort aus. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Akteure und Akteurinnen zusammen kommen, an Projekten geforscht wird und erste Ergebnisse im Bereich Wasserstoff erzielt werden. Mehr Details dazu hier.

Quelle: Allianz für die Region