H2Marsch

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PROJEKTE

Hydrogen economyQuelle: Wasserstoffallianz Wesermarsch

H2Marsch: Wasserstoff für eine klimafreundliche Industrie in der Wesermarsch

Wasserstoff spielt in den Planungen energieintensiver Unternehmen eine zunehmend wichtigere Rolle – insbesondere, wenn es um die Dekarbonisierung nicht oder nur schwer elektrifizierbarer Prozesse im Unternehmen geht. Der Zugang zu Wasserstoff wird somit zu einem zentralen Standortfaktor. In der Region Wesermarsch hat sich daher die Allianz „H2Marsch“ gebildet, welche die Versorgung der Region mit Wasserstoff sicherstellen will. Die Wasserstoff-Beschaffung soll dabei durch den Import per Schiff, die Wasserstoff-Produktion in der Region und die Beschaffung per Wasserstoff-Pipeline gelingen. Hierdurch sollen nicht nur 6.000 Arbeitsplätze gesichert, sondern perspektivisch auch 240.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr reduziert werden.

News (13.05.2024): Machbarkeitsstudie zum Projekt H2MARSCH vorgestellt

Um zu untersuchen, wie die Dekarbonisierung der Industrie in der Wesermarsch am besten gelingt, haben die beteiligten Unternehmen Airbus Aerostructures, DMK Deutsches Milchkontor, Glencore Nordenham, KRONOS TITAN, USG-Blexen und der Energiekonzern EWE mit seinen Töchtern EWE NETZ und EWE GASSPEICHER, die Wirtschaftsförderung Wesermarsch sowie die Städte Brake (Unterweser) und Nordenham nun eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Mehr erfahren

Im Rahmen des Projekts H2 Marsch hat sich im Jahr 2022 eine Allianz zur Beschaffung von Wasserstoff für die Dekarbonisierung der Industrie in der Region Wesermarsch gebildet. In der Region gibt es einige energieintensive Unternehmen, die für eine erfolgreiche Dekarbonisierung auf Wasserstoff angewiesen sind. Zu den relevanten regionalen Wasserstoffabnehmern gehören insbesondere Kronos Titan, Airbus Aerostructures, Glencore Nordenham sowie DMK Milchkontor. Auch der EWE Gasspeicher Huntorf (siehe Projektbeschreibung) und die Salzkavernen der USG-Blexen werden in den Planungen bedacht. Das Projekt ist offen für weitere Akteure in der Region. So wird beispielsweise die Anbindung des ehemaligen Kernkraftwerks Unterweser als Energiehub sowie weitere neue Industrie- und Gewerbeflächen mitbetrachtet.

Für die Wasserstoffallianz sollen perspektivisch rund 500 Gigawattstunden (GWh) Wasserstoff beschafft werden, welche fossile Energieträger ersetzen. Aktuell besteht in der Region ein fossiler Energieverbrauch von etwa 1.100 GWh, wovon ca. die Hälfte elektrifiziert und etwa 50% über Wasserstoff bereitgestellt werden soll (13.000 Tonnen Wasserstoff). Mit einer erfolgreichen Transformation der Industrie in der Wesermarsch können laut Allianz nicht nur 6.000 Arbeitsplätze gesichert, sondern perspektivisch auch 240.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich reduziert werden.

Derzeit evaluiert die Initiative verschiedene Wege der Wasserstoffbeschaffung für die Region. Hierzu zählt einerseits der Wasserstoff-Import per Schiff und die Wasserstoff-Produktion in der Region, aber auch die Beschaffung per Pipeline. Hierbei gibt es bereits vielversprechende Fortschritte, denn die Region wurde bei dem Entwurf des Wasserstoffkernnetzes mitbedacht.

Quelle: H2Marsch

Der Zeitplan: Wasserstoff-Einsatz in der Region soll 2028 starten

Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, welche potenzielle Wege zur Versorgung der Region mit Wasserstoff aufzeigt. Ab 2024 soll bereits die Transformation der Industrieanlagen gestartet werden, indem zunächst Fördermittel im Themenfeld Forschung und Entwicklung beantragt werden. Die Forschung und Entwicklung selbst soll dann ab 2025 starten und die Transformation der ersten industriellen Anlagen schließlich ab 2026 beginnen.

Im Kontext der Wasserstoff-Eigenerzeugung in der Region sind erste Entwürfe und Genehmigungsverfahren im Laufe des Jahres 2024 vorgesehen. Der Betrieb von Elektrolyse-Anlagen ist dann ab 2028 geplant.

Im Bereich des Wasserstoff-Importes soll ab 2025 die nötige Wasserstoff-Infrastruktur aufgebaut werden – unter anderem auch durch Pipeline-Neubauten, die auch im Rahmen des Wasserstoffkernnetzes berücksichtigt wurden. Die Wasserstoffpipeline soll in Form einer Stichleitung von Huntdorf (dortige Anbindung an das Wasserstoffkernnetz) Richtung Nordenham und entlang der bisherigen Gasleitungstrasse verlegt werden. Ebenfalls wurden bereits initiale Gespräche mit Bremerhaven geführt. So wäre eine Anbindung über eine Verlängerung der Trasse unterhalb der Weser vorstellbar.

Durch die verschiedenen Einzelschritte soll schließlich ab 2028 der Einsatz von Wasserstoff in der Region starten.

Quelle: H2 Marsch

Projektpartner:

Zu den Projektteilnehmern der Allianz gehören die folgenden Unternehmen/Institutionen:

  • Airbus Aerostructures
  • DMK Deutsches Milchkontor
  • EWE GASSPEICHER
  • EWE NETZ
  • Glencore Nordenham
  • KRONOS TITAN
  • Stadt Nordenham
  • USG-Blexen
  • Wirtschaftsförderung Wesermarsch

Das Projekt wird von der BBH Gruppe begleitet und erfährt darüber hinaus Unterstützung durch den Landkreis Wesermarsch und die Stadt Brake.

Interessiert an der Wasserstoffallianz Wesermarsch? 

Sie haben Interesse an der Wasserstoffallianz Wesermarsch und dem Projekt H2Marsch? Dann können Sie sich gerne mit Tim Eshold in Verbindung setzen (E-Mail: tim.eshold@glencore.de)

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    HyPerLink

    HyPerLink

    PROJEKTE

    HyPerLink

    Das Projekt Hyperlink von Gasunie soll im Nordwesten Deutschlands für den Aufbau wichtiger Wasserstoffinfrastruktur sorgen, indem Wasserstoffproduzenten und -abnehmer miteinander verbunden werden. Hierzu werden Wasserstoffleitungen in Niedersachsen errichtet oder bestehende Erdgasleitungen für den Energieträger Wasserstoff umgewidmet. Das Wasserstoffnetzwerk Hyperlink verbindet Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig Holstein und das Ruhrgebiet mit den Niederlanden und Dänemark.

    News (15.02.2024): IPCEI-Projekte: Europäische Kommission genehmigt Förderungen

    Wie die Europäische Kommission bekanntgab, wurde die dritte IPCEI-Runde unter dem Titel „Hy2Infra“ nun genehmigt. Hierdurch dürfen die Mitgliedsstaaten öffentliche Mittel in einer Höhe von bis zu 6,9 Milliarden Euro bereitstellen. In der aktuellen Runde sind 32 Unternehmen im Rahmen von 33 Projekten beteiligt – zu denen auch das Projekt Hyperlink gehört. Mehr erfahren

    Für den erfolgreichen Wasserstoffhochlauf bedarf es einer entsprechenden Infrastruktur, welche die Wasserstoffproduzenten mit den Wasserstoffabnehmern verbindet. Das Projekt Hyperlink wird in Teilprojekten realisiert. Die Projekte Hyperlink 1 &2 und Hyperlink 3 sind sogenannte IPCEI-Projekte (Important Projects of Common European Interest) und werden entsprechend gefördert.

    Im Rahmen von Hyperlink 1 & 2 soll ein Wasserstoffleitungssystem von einer Länge von gut 400 Kilometern in Niedersachsen aufgebaut werden, das einerseits die Niederlande im Westen, Hamburg im Osten und Salzgitter im Süden anschließt. Im Rahmen von Hyperlink 1 soll eine Wasserstoffleitung zwischen Hamburg und den Niederlanden realisiert werden – bereits im Jahr 2026 könnte dieser Abschnitt realisiert werden und relevante Wasserstoffverbraucher und -produzenten miteinander verbinden.

    Außerdem soll das Stahlwerk der Salzgitter AG an das Netz angeschlossen werden. Die Inbetriebnahme dieses Abschnitts ist für das Jahr 2029 vorgesehen. Der Aufbau der ersten H2-Infrastruktur erfolgt dabei größtenteils über die Umrüstung bestehender Erdgasleitungen auf den Wasserstoffbetrieb.

    Quelle: Gasunie

    In Hyperlink 3 soll eine Verbindung von Hyperlink 1 und 2 mit dem dänischen Wasserstoffnetz hergestellt werden, wodurch der Import von grünem Wasserstoff aus Dänemark ermöglicht wird. Darüber hinaus werden weitere Abnehmer aus Schleswig-Holstein und mögliche Importstrukturen für Wasserstoff in Brunsbüttel und Stade angeschlossen.

    Hyperlink 4 soll den Import von Wasserstoff aus Norwegen ermöglichen, indem die Importstrukturen in Wilhelmshaven an das Netz von Hyperlink 1 angeschlossen werden. Hierzu wird bis 2027 eine 55 Kilometer lange Pipeline errichtet, die von Wilhelmshaven nach Barßel führt, wo eine Leitung aus Hyperlink 1 verläuft.

    Das letzte Teilprojekt Hyperlink 5 führt von Barßel ausgehend über 356 Kilometer zum Ruhrgebiet. Somit erhält das Ruhrgebiet Zugang zu dem in Norddeutschland produzierten oder importiertem Wasserstoff aus Norwegen, den Niederlanden oder Dänemark. Die Pipeline soll bis 2027 betriebsbereit sein und wird von Gasunie in einer Kooperation mit Thyssengas betrieben.

    „Hyperlink ist eng mit dem Projekt Clean Hydrogen Coastline verbunden und wird als ein wichtiger Bestandteil des europäischen Backbone eine Verbindung zwischen den Niederlanden, Deutschland und Dänemark schaffen.“
    Britta van Boven

    Geschäftsführerin des deutsch niederländischen Energieinfrastrukturunternehmen Gasunie Deutschland Transport Services

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    ©ArcelorMittal

    Die Gasunie Deutschland GmbH & Co. KG ist als Fernleitungsnetzbetreiber für ein rund 4.300 Kilometer langes Fernleitungsnetz verantwortlich.

    Logo: © Gasunie Deutschland

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      AEMStack

      AEMStack

      PROJEKTE

      Credit DBT Inga HaarQuelle: NWN/Rainer Jensen
      Das Projekt „AEMStack“soll die jeweiligen Vorteile der alkalischen und der PEM-Elektrolyse vereinen. 

      Dank dieses Projektes haben wir bereits viele Erkenntnisse erhalten. Wir haben über 100 verschiedene Materialkombinationen getestet und damit eine gute Ausgangsposition erhalten zu der Frage, wie sich bestimmte Membranen im Zusammenspiel mit dem Katalysatoren und den Bipolarplatten verhalten.

      Dr. Thorsten Hickmann

      Geschäftsführer, Whitecell Eisenhuth GmbH & Co. KG

      AEMStack – Effiziente und kostengünstige Elektrolyse

      Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den erfolgreichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft liegt in der kostengünstigen Produktion von grünem Wasserstoff per Elektrolyse. Derzeit gibt es mit der alkalischen und der Proton Exchange Membrane-Elektrolyse (PEM-Elektrolyse) insbesondere zwei Elektrolyse-Verfahren, die je nach Anwendungsgebiet zum Einsatz kommen. Beide Verfahren haben dabei Vorteile, aber auch Nachteile – weshalb das vom Land Niedersachsen geförderte Forschungsprojekt „AEMStack“ die Vorteile beider Verfahren vereinen und dadurch die kostengünstige Elektrolyse ermöglichen will.  

      Derzeit finden insbesondere zwei Verfahren zur Elektrolyse Anwendung: die alkalische und die PEM-Elektrolyse. Beide Verfahren haben gewisse Vorteile, aber auch Nachteile, weshalb es bei der Wahl des „passenden“ Elektrolyse-Verfahrens auf den individuellen Anwendungsfall ankommt. Um die Grundunterschiede der Verfahren darzustellen und die Problemstellung aufzuzeigen, werden in den beiden folgenden Ausklappern die beiden Verfahren und ihre jeweiligen Eigenschaften näher vorgestellt.

      Alkalische Elektrolyse

      Die alkalische Elektrolyse verwendet eine flüssige Kalilauge als Elektrolyt. Ein Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass kostengünstige Nickel- und Kobaltverbindungen als Katalysatoren verwendet werden können. Die Herstellung und Wartung solcher Elektrolyseure sind vergleichsweise einfach. Allerdings erfordert dieses Verfahren eine umfangreiche Anlagenperipherie und die Notwendigkeit, den produzierten Wasserstoff von Laugenbestandteilen zu reinigen. Zudem müssen Regel- und Messkomponenten speziell auf den Betrieb mit konzentrierter Lauge ausgelegt sein, was die Flexibilität bei schwankenden Lastzuständen einschränken kann.

      PEM-Elektrolyse

      Die PEM-Elektrolyse verwendet eine protonenleitende Membran als Festelektrolyt. Dies ermöglicht eine äußerst schnelle Reaktionszeit, da Schwankungen im Elektrolysestrom innerhalb von Millisekunden gefolgt werden können. Dadurch sind höhere Stromdichten möglich – zudem ist die Bauweise der PEM-Elektrolyseure im Vergleich zur alkalischen Elektrolyse kompakter. Allerdings sind die Investitionskosten für PEM-Elektrolyseure hoch, da sie korrosionsstabile Zellkomponenten und teure Edelmetallkatalysatoren wie Platin und Iridium erfordern.

      Die Wahl zwischen alkalischer und PEM-Elektrolyse hängt daher stark von den spezifischen Anforderungen und Betriebsbedingungen ab. Während die alkalische Elektrolyse günstiger umzusetzen ist, ist die PEM-Elektrolyse bei schwankenden Lastzuständen flexibler. Um die Elektrolyse flexibel, aber dennoch kostengünstig zu gestalten, sollen in dem Vorhaben „AEMStack“ beide Technologien kombiniert werden, um so die jeweiligen Vorteile der Elektrolyse-Verfahren zu vereinen.

      Der vorgesehene Elektrolyse-Stack weist sich dabei durch neue Materialkombinationen der Einzelkomponenten aus und soll eine deutliche Kostensenkung bringen – durch den Einsatz der sogenannten Anionen-Austauscher-Membran-Elektrolyse (AEMEL). Bei dieser Technologie werden die Vorteile der alkalischen Elektrolyse, also insbesondere der Einsatz von (kostengünstigen) edelmetallfreien Katalysatoren, mit den Eigenschaften eines PEM-Elektrolyseures – wie z.B. hohe Strom- und Leistungsdichten, Druckbetrieb oder dynamische Lastwechsel – kombiniert.

      Quelle: AdobeStock_192820721

      Der effizienten Elektrolyse kommt beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft eine wichtige Rolle zu.

      Umsetzung erfolgt in 7 Teilzielen

      Dieses Gesamtziel soll durch die Umsetzung von 7 Teilzielen gelingen. Diese umfassen die folgenden Schritte:

      1. Arbeitsziel: Entwicklung von Bipolarplatten, die sich durch Langzeitstabilität und eine geringe Korrosion bei guten elektrischen Kontakteigenschaften ausweisen.
      2. Arbeitsziel: Entwicklung der porösen Transportschicht (PTL), die den Stofftransport und die elektrische Leitfähigkeit erleichtert.
      3. Arbeitsziel: Reproduzierbare Herstellung von Membran-Elektroden-Einheiten. Diese müssen sich durch eine hohe Leistungsdichte ausweisen, langzeitstabil sein und mit kommerziell erhältlichen Materialien produzierbar sein.
      4. Arbeitsziel: Aufbau einer Testumgebung für Einzelzellentests
      5. Arbeitsziel: Durchführung von Einzelzellentests zur Beurteilung der elektrochemischen Leistungsfähigkeit und der einzelnen Beiträge zu den Überspannungen
      6. Arbeitsziel: Strukturelle Charakterisierung der Einzelkomponenten vor und nach den Tests. Hierdurch soll die Degradation von Komponenten aufgedeckt werden.
      7. Arbeitsziel: Bau und Test des Stacks.

      Projektpartner:

      Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Whitecell Eisenhuth GmbH & Co. KG durchgeführt und vom Land Niedersachsen mit etwa 977.000 € gefördert.

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        NWN besucht Wasserstoff-Trocknungsanlage und Testkaverne nahe Berlin

        NWN besucht Wasserstoff-Trocknungsanlage und Testkaverne nahe Berlin

        PROJEKTE

        Credit DBT Inga HaarQuelle: Seeba, EWE
        NWN-Wasserstoff-Fachreferent Jörg Schrickel besuchte die Wasserstoff-Trocknungsanlage von Bilfinger in Rüdersdorf nahe Berlin

        Wasserstoff-Speicherung: NWN besucht Wasserstoff-Trocknungsanlage und Testkaverne nahe Berlin

        Beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft spielt die Speicherung von grünem Wasserstoff eine zentrale Rolle. Um den Wasserstoff nach der Einspeicherung aus den Kavernen wieder ins Leitungsnetz einspeisen zu können, muss dieser zuvor getrocknet werden. Bilfinger hat in diesem Zusammenhang eine Demonstrationsanlage entwickelt, in welcher der Wasserstoff durch Absorption von Feuchtigkeit befreit wird. Die Trocknungsanlage ist derzeit in Rüdersdorf nahe Berlin im Einsatz. Dort testet EWE die Wasserstoff-Speicherung in einem unterirdischen Kavernenspeicher. Die Erkenntnisse dieses Projekts sollen schließlich auf Kavernen in Niedersachsen mit dem 1.000-fachen Volumen übertragen werden.

        NWN-Fachreferent Jörg Schrickel hat die Trocknungsanlage am 27. Februar gemeinsam mit KollegInnen der NBank in Rüdersdorf besucht und sich über die Projekt-Fortschritte informiert. Dabei wurde deutlich, dass der Test-Betrieb der Bilfinger-Trocknungsanlage voll im Zeit- und Kostenplan liegt. „Die Trocknungsanlage funktioniere sehr gut, sogar besser als erwartet“, berichtet Jörg Schrickel aus Gesprächen mit den Projektverantwortlichen.

        Derzeit erfolgt die erste Ausspeicherung von Wasserstoff aus der Testkaverne. Um weitere Erfahrungen zu sammeln, sind im Anschluss zwei weitere Ein- und Ausspeicherzyklen in Rüdersdorf geplant, bevor die Trocknungsanlage von Bilfinger nach Niedersachsen zum Speicher in Krummhörn gebracht werden soll. In Zusammenarbeit mit Uniper sollen dort weitere Versuche zur Wasserstoffspeicherung in größerem Maßstab erfolgen.

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          Get H2

          Get H2

          PROJEKTE

          ©nowegaQuelle: ©GETH2, nowega

          Das Projekt GET H2 will Wasserstoff flächendeckend zur Verfügung stellen. © GET H2

          Get H2

          Die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff ist eine zentrale Voraussetzung für die Erreichung der Klimaziele und die Umsetzung der Energiewende. Im Projekt GET H2 werden daher nicht nur Elektrolysekapazitäten im Großmaßstab aufgebaut, sondern auch eine länderübergreifende Infrastruktur mit der Kopplung aller Sektoren entwickelt. Regionen, in denen viel grüner Wasserstoff mittels Wind- und Solarenergie erzeugt wird, sollen so mithilfe der nötigen Infrastruktur direkt mit industriellen Wasserstoff-Abnehmern verbunden werden. 

          News (15.02.2024): IPCEI-Projekte: Europäische Kommission genehmigt Förderungen

          Wie die Europäische Kommission bekanntgab, wurde die dritte IPCEI-Runde unter dem Titel „Hy2Infra“ nun genehmigt. Hierdurch dürfen die Mitgliedsstaaten öffentliche Mittel in einer Höhe von bis zu 6,9 Milliarden Euro bereitstellen. In der aktuellen Runde sind 32 Unternehmen im Rahmen von 33 Projekten beteiligt – zu denen auch das Projekt GET H2 gehört. Mehr erfahren

          News (16.10.2023): Erste Erdgasleitung Deutschlands wird für die Umstellung auf Wasserstoff vorbereitet!

          Im Landkreis Emsland wird heute deutschlandweit erstmalig eine Erdgasleitung für die Umstellung auf Wasserstoff vorbereitet. Dabei geht es um eine Leitung zwischen Emsbüren und Bad Bentheim. Im ersten Schritt soll hier das Erdgas auf einer Länge von 30 Kilometern aus den bestehenden Erdgasleitungen gepumpt werden. Hierdurch wird der Einsatz von Wasserstoff in den Leitungen ermöglicht – bis dieser tatsächlich in den Leitungen fließen kann, dauere es laut Netzbetreiber OGE jedoch noch bis Anfang 2025.

          Die Leitung soll zukünftig Wasserstoff aus dem Emsland zu industriellen Abnehmern im Ruhrgebiet transportieren. Mehr erfahren

          News (27.09.2023): geplante H2-Anbindung in Lingen genehmigt!

          Und noch mehr News in dieser Woche: Die geplante H2-Anbindung von Schepsdorf bis Hanekenfähr in Lingen wurde vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) genehmigt. In der 2,3 km langen Leitung wird der Wasserstoff von RWE AG durchlaufen. Mehr…

          News (27.09.2023): Erster Wasserstoff ist produziert!

          Der Elektrolyseur mit einer Leistung von 250 kW hat in Lingen den ersten Wasserstoff hergestellt. Der Hochtemperatur-Festoxid-Elektrolyseur (SOEC) kann somit bis zu 170 kg Wasserstoff am Tag produzieren. Mehr…

          News (26.09.2023): Realisierungsverträge der Partner sind unterzeichnet!

          Die Partner bp, Evonik, Nowega, OGE und RWE haben die Realisierungsverträge unterzeichnet, um der Umsetzung des ersten integrierten IPCEI-Wasserstoffprojektes im Rahmen der Initiative GET H2 ein Stückchen näher zu kommen. Hier geht es zur Pressemitteilung.

          News (31.03.2023): RWE bestellt bei Linde zwei 100-Megawatt-Elektrolyse-Anlagen für GET H2 in Lingen!

          RWE hat zwei weitere 100 MW PEM-Elektrolyseure für das Projekt GETH2 geordert. Insgesamt soll bis 2026 eine Elektrolysekapazität von 300 MW in Lingen entstehen. Eine Förderentscheidung der EU für das IPCEI-Vorhaben steht weiterhin aus. Mehr..

          Im Rahmen des Projekts „GET H2″ soll Wasserstoff in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen flächendeckend zur Verfügung gestellt werden, indem entsprechende Elektrolysekapazitäten und die nötige Infrastruktur aufgebaut werden. Hierfür soll insbesondere bestehende Gasinfrastruktur auf den Wasserstoff-Betrieb umgerüstet und hierüber grüner Wasserstoff für die Industrie in Nordrhein-Westfalen bereitgestellt werden. So sollen u.a. das Stahlwerk von Thyssenkrupp, der Chemiepark Marl der Evonik oder die Ruhr-Oel Raffinerie von bp Gelsenkirchen angebunden werden – aber auch eine Anbindung der Salzgitter AG in Niedersachsen ist vorgesehen.

          Die Umsetzung soll in mehreren Schritten bis 2030 erfolgen:

          2025: GetH2-Nukleus: Bis 2025 wollen die GET H2 Partner in Lingen eine Elektrolyseleistung von 100 Megawatt aufbauen – perspektivisch soll diese auf 300 Megawatt steigen. Die Erzeugung von grünem Wasserstoff in Lingen soll zudem mit industriellen Abnehmern in Niedersachsen und NRW verbunden werden. Hierfür wird bis 2025 ein rund 130 Kilometer langes Netz von Lingen bis Gelsenkirchen für den Wasserstoff-Betrieb vorbereitet – einerseits durch die Umstellung bestehender Gasleitungen von Nowega und OGE und andererseits durch eine neu gebaute Leitung von der Elektrolyseanlage in Lingen zur Hauptleitung in Richtung Ruhrgebiet.

          2026: Erzeugung und Infrastruktur: In Lingen soll 2026 eine zweite 100 MW Elektrolyse mit Anbindung an das Wasserstoffnetz von bp im Projekt „Lingen Green Hydrogen“ aufgebaut werden. Über die Anlage soll unter anderem die angrenzende Raffinerie mit grünem Wasserstoff versorgt werden. Zudem stellt Nowega einen weiteren Leitungsteil auf den Transport von Wasserstoff um, mit dem perspektivisch das Stahlwerk der Salzgitter AG angebunden wird (die Salzgitter AG treibt im Rahmen des Projektes SALCOS die klimafreundliche Stahlerzeugung mittels Wasserstoff voran).

          2027: Anbindung an die Niederlande: Bis 2027 erfolgt laut Planungen die Anbindung bis an die niederländische Grenze. Die Verbindung zum Importpunkt Vlieghuis wird durch den GET H2 Partner Thyssengas umgesetzt. Darüber hinaus soll bis 2027 die RWE-Elektrolyseanlage in Lingen auf 300 MW Leistung erweitert werden.

          2030: Verbindung der Bausteine: Der letzte Schritt ist bis 2030 die Anbindung der Salzgitter AG über bestehende Gasleitungen der Nowega, die auf den Wasserstoff-Transport umgestellt werden.

          Großes CO2-Vermeidungspotenzial

          Durch den Einsatz des grünen Wasserstoffs in Raffinerien, in der Stahlproduktion und für weitere industrielle Nutzung verfügt das Gesamtprojekt bis 2030 laut Projektpartnern über ein CO2-Vermeidungspotenzial von bis zu 16 Mio. Tonnen. Von der Umsetzung sollen auch weitere Unternehmen in den jeweiligen Regionen profitieren, da z.B. auch mittelständische Unternehmen als weitere Erzeuger oder Abnehmer von grünem Wasserstoff an das Netz angebunden werden können.

          Alle Projekte stehen unter dem Vorbehalt einer finalen Investitionsentscheidung der jeweiligen Projektpartner.

          Partner

          ©bp

          Der Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE Gastransport GmbH transportiert jährlich rund 109 Mrd. m³ Erdgas über das eigene 2.900 km lange Leitungsnetz. In Zukunft soll das Netz ebenfalls zum Transport von Wasserstoff genutzt werden.

           Logo: © GASCADE Gastransport GmbH

          Die BASF ist ein Chemiekonzern mit über 110.000 Beschäftigten. Aktuell entwickelt das Unternehmen mit der Methanpyrolyse ein Verfahren zur klimafreundlichen Produktion von Wasserstoff.

          Logo:  © BASF SE

          Die BP Europa SE ist ein internationaler Energiekonzern mit rund 10.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Bereich Kraftstoffe forscht der Konzern an klimafreundlichen Alternativen, die die fossilen Kraftstoffe ersetzen können.

          Logo:  © BP Europa SE

          RWE Generation SE ist Teil der RWE AG und für die Stromerzeugung verantwortlich. Im Bereich Wasserstoff engagiert sich das Unternehmen von der Erzeugung erneuerbarer Energien über die Produktion von Wasserstoff bis zu dessen Speicherung.

          Logo: © RWE AG

          Die Thyssengas GmbH ist ein Ferngasnetzbetreiber für Erdgas mit einem 4.400 km langen Transportnetz und forscht in unterschiedlichen Vorhaben zum Thema Wasserstoff und Wasserstoffinfrastruktur.

          Logo: © Thyssengas GmbH

          Evonik ist ein Unternehmen der Spezialchemie mit mehr als 33.000 Beschäftigten. Aktuell arbeitet der Konzern an einer innovativen Membran, um die Elektrolyse effizienter und somit wirtschaftlicher zu gestalten.

          Logo: © Evonik Industries AG

          Die Nowega GmbH ist ein Fernleitungsnetzbetreiber mit rund 1.500 km Gashochdruckleitung. Im Leitungsnetz kann in Zukunft  Wasserstoff an potentielle Abnehmer in Niedersachsen verteilt werden.

          Logo: © Nowega GmbH

          Die H2 Green Power & Logistics GmbH mit Standort in Münster beschäftigt sich u. a. mit dem Einkauf bzw. dem Import sowie dem Vertrieb von Wasserstoff.

          Logo: © H2 Green Power & Logistics GmbH

          ©Salzgitter AG - Logo

          Uniper ist ein internationaler Energiekonzern mit ca. 12.000 Beschäftigten, dessen Wasserstoff-Aktivitäten sich über die gesamte Wertschöpfungskette verteilen.

          Logo: © Uniper SE

          Der Energieversorger ENERTRAG beschäftigt europaweit 540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzeugt seit 2011 aus Windenergie grünen Wasserstoff.

          Logo: © ENERTRAG

          Der Stahl- und Technologiekonzern Salzgitter AG hat über 24.000 Beschäftigte und will in Zukunft mithilfe von Wasserstoff klimafreundlichen Stahl herstellen.

          Logo: © Salzgitter AG

          Die Open Grid Europe GmbH (OGE) ist ein europäischer Fernleitungsnetzbetreiber mit einem Leitungsnetz von ca. 12.000 km.

          Logo: © Open Grid Europe GmbH 

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