Fairfuels

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PROJEKTE

   

Fairfuels

Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen insbesondere im Verkehrssektor deutlich reduziert werden. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Dekarbonisierung des Luftverkehrs, indem herkömmliches Kerosin durch klimafreundliche Treibstoffe ersetzt wird. Wie das gelingen kann, zeigt das Projekt Fairfuels: Mit Hilfe von grünem Wasserstoff und CO2 aus der Atmosphäre wird synthetisches Öl hergestellt, welches letztlich als E-Kerosin in der Luftfahrt genutzt werden kann.

Im emsländischen Werlte hat die Non-Profit-Organisation atmosfair ein Verfahren entwickelt, um mittels einer Power to Liquid-Anlage CO2-neutrales Kerosin für den Luftverkehr herzustellen. In einem Elektrolyseur wird hierzu zunächst – mit Hilfe von PV- und Windstrom – aus Wasser grüner Wasserstoff erzeugt. Mit dem grünen Wasserstoff und Kohlenstoff, der aus der Umgebungsluft und aus Biogasanlagen gewonnen wird, wird dann in einer Syntheseanlage synthetisches Rohöl hergestellt. In einem letzten Schritt wird das synthetische Rohöl schließlich in der Raffinerie in Heide zu E-Kerosin aufbereitet.

Im Rahmen des Projekts werden etwa 8 Barrel synthetisches Öl pro Tag hergestellt und an beteiligte Partner wie die Lufthansa Group geliefert. Das Projekt hat Modell-Charakter für die erfolgreiche Dekarbonisierung des Flugverkehrs. Zur erfolgreichen Dekarbonisierung der Luftfahrt braucht es jedoch eine Reihe von Nachahmern im Großmaßstab. Das Projekt Fairfuels soll daher beispielhaft zeigen, wie in Ländern mit einem hohen Angebot an erneuerbaren Energien die Herstellung von E-Kerosin im Großmaßstab ermöglicht werden kann – welches schließlich für den Import nach Deutschland zur Verfügung steht.

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Über atmosfair

Die atmosfair gGmbH ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation mit Sitz in Berlin. atmosfair führt Klimaschutzprojekte durch, berät und begleitet Unternehmen und Institutionen bei der Transformation und ermöglicht es, unvermeidbare CO₂-Emissionen im globalen Süden zu kompensieren.

© atmosfair

RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

PROJEKTE

   

RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

Das Land Niedersachsen unterstützt den von RWE geplanten Bau einer Test-Elektrolyse in Lingen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Den entsprechenden Bescheid übergab Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz am Dienstag, den 03. Mai 2022. Baustart soll im Juni sein. Die Anlage soll ab Mitte 2023 grünen Wasserstoff erzeugen.

Die Pilot-Elektrolyse wird zunächst eine Kapazität von 14 Megawatt (MW) haben und damit
direkt zu den größten Anlagen ihrer Art in Deutschland gehören. RWE will in der Versuchsanlage
zwei Elektrolyse-Technologien unter industriellen Bedingungen erproben: Der Dresdner
Hersteller Sunfire installiert für RWE einen Druck-Alkali-Elektrolyseur mit einer Kapazität von
10 MW. Parallel dazu errichtet Linde, das weltweit führende Industriegase- und Engineering-
Unternehmen, einen 4-MW-Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyseur (PEM). RWE wird
Eigentümer und Betreiber der gesamten Anlage in Lingen sein.

Ab Frühjahr 2023 soll die Anlage mithilfe von grünem Strom pro Stunde bis zu 290 Kilogramm grünen Wasserstoff erzeugen. Das Projekt ist auf drei Jahre mit Option für eine Verlängerung um ein Jahr angelegt.

 

Einsatz

Der dabei erzeugte Wasserstoff soll in ein öffentliches Wasserstoffnetz eingespeist oder dem Brennstoff für Gasturbinen des Kraftwerkes beigemischt werden. Zudem könnte damit die wasserstofffähige Gasturbine versorgt werden, deren Errichtung RWE und Kawasaki bis 2024 in Lingen planen.

 

Standort

Lingen spielt eine Schlüsselrolle in RWEs Wasserstoffstrategie: Im Rahmen des Projekts GET H2 plant das Unternehmen, dort bis 2024 eine erste 100-MW-Elektrolyseanlage zu errichten. Die Kapazität dieser Anlage soll bis 2026 auf 300 MW ausgebaut werden. Ziel von GET H2 ist es, gemeinsam mit Partnern die kritische Masse zu schaffen, die es braucht, um den Aufbau einer überregionalen Wasserstoffinfrastruktur in Gang zu setzen und einen starken europäischen Wasserstoff-Markt zu entwickeln.

Förderung

Das Land Niedersachsen unterstützt den Bau mit 8 Mio. Euro. RWE gab bekannt 30 Mio. Euro in den Bau der Test-Elektrolyse auf dem Gelände des Gaskraftwerks Emsland zu investieren.

Sopna Sury

COO Hydrogen RWE Generation

Bis 2030 wird RWE zwei Gigawatt eigene Elektrolysekapazität schaffen, um damit grünen Wasserstoff zu erzeugen. Die Investitionsentscheidung für eine Versuchsanlage hier in Lingen ist richtungsweisend für uns. Damit wollen wir Betriebserfahrungen im industriellen Einsatz der beiden Technologien sammeln, die etwa im Rahmen von GET H2 im dreistelligen Megawatt-Bereich zum Einsatz kommen sollen. Die Förderzusage des niedersächsischen Umweltministeriums trägt maßgeblich dazu bei, dass dieses Pilot-Projekt umgesetzt werden kann, das den Weg bereitet für künftige Großanlagen.

©RWE

Olaf Lies

Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Wir sehen hier in Lingen eine faszinierende Transformationsgeschichte hinein in die Zukunft unserer Energieproduktion. RWE zeigt damit nicht nur, dass es zum Energiestandort Lingen steht. Mit dem Pilotprojekt wird auch der erste Schritt gegangen zum geplanten Aufbau großskaliger Elektrolysekapazitäten hier vor Ort. Hier schaffen wir gemeinsam die Basis für einen ganzen Elektrolyseur-Park, der hier entstehen kann und soll.

Außerdem führt uns der Krieg in der Ukraine so deutlich wie nie zuvor vor Augen, dass wir die Energiewende brauchen – eher heute als morgen. Sie steht mittlerweile für mehr als nur Klimafreundlichkeit, sie wird zum Symbol für Frieden und Unabhängigkeit. Wasserstoff wird dabei fester Bestandteil unseres Energiesystems, ihn brauchen wir zum Erreichen unserer Klimaziele. Die Energiewende kann nur mit Molekülen und Elektronen gelingen. Auch dazu trägt RWE mit diesem Projekt seinen Teil bei.

Durch den Bau und gleichzeitigen Betrieb der beiden unterschiedlichen Elektrolyseurtypen wird ein fundierter Vergleich der technischen und wirtschaftlichen Parameter der beiden Technologien möglich. Die so gewonnen Erkenntnisse können dann einfließen in die anstehenden Investitionsentscheidungen zum Ausbau der Elektrolysekapazität dann im dreistelligen Megawatt-Bereich.

©picture_alliance-Holger_Holleman-dpa

Green Crane

Green Crane

PROJEKTE

   

Green Crane

Im Rahmen des Projekts Green Crane soll die Wasserstofferzeugung in Spanien mit den Nachfragezentren in Mittel- und Nordeuropa – u.a. Lingen im Emsland – verbunden werden. Hierzu soll in Spanien zunächst grüner Wasserstoff mittels Windenergie und Photovoltaik hergestellt werden. Anschließend soll der grüne Wasserstoff mit Hilfe eines flüssigen organischen Trägermaterials (Liquid Organic Hydrogen Carrier, kurz: LOHC) transportfähig und lagerbar gemacht werden – und auf dem Seeweg über Rotterdam sowie anschließend über die Ems nach Lingen verschifft werden. In der dortigen BP Raffinerie wird der grüne Wasserstoff schließlich wieder freigesetzt und für die Industrie vor Ort nutzbar gemacht sowie in das lokale Wasserstoff-Pipelinenetz eingespeist.

Um den Wasserstoffbedarf Deutschlands zu decken, muss laut der Nationalen Wasserstoffstrategie ein großer Teil des grünen Wasserstoffs importiert werden. Im Projekt Green Crane soll genau dies im Großmaßstab geschehen. Der grüne Wasserstoff wird dabei in Spanien mittels Windenergie und Photovoltaik produziert und mit Hilfe der LOHC-Technologie transportfähig und lagerbar gemacht.

Der grüne Wasserstoff kann so auf dem Seeweg zunächst nach Rotterdam gebracht und per Binnenschiff nach Lingen transportiert werden. Am Standort der BP Raffinerie in Lingen soll der Wasserstoff dann bedarfsgerecht freigesetzt werden – und für die Industrie vor Ort nutzbar gemacht oder in das lokale Wasserstoff-Pipelinenetz eingespeist werden. Geplant ist zunächst die Speicherung und der Transport von bis zu 3.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr mittels LOHC.

Ziel von Green Crane ist es, eine großvolumige europäische Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff mit Hilfe von LOHC aufzubauen. Das Projekt wird daher vom Wirtschafts- und Klimaschutzministerium gefördert und wurde im Jahr 2021 auch als Wasserstoff-IPCEI (Important Projects of Common European Interest) vorausgewählt.

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Partner

Die Hydrogenious LOHC Technologies GmbH mit Sitz in Bayern wurde im Jahr 2013 gegründet und bietet mit der LOHC-Technologie Lösungen für den sicheren und effizienten Transport von Wasserstoff. 

© Hydrogenios LOHC Technologies GmbH

©Tennet

Enagás mit Sitz in Madrid ist ein börsennotierter spanischer Fernleitungsnetzbetreiber für Gas. Enagás betreibt etwa 10.000 km Pipelines in Spanien und setzt vermehrt auf erneurbare Gase.

© Enagás

©Tennet

Naturgy ist ein spanisches Unternehmen im Energiesektor und ist im Feld der Energieversorgung und Energievermarktung aktiv. Der Fokus soll dabei zunehmend auf erneuerbaren Strom und grünen Wasserstoff gelegt werden. 

© Naturgy

©Tennet

Vopak ist ein niederländisches Unternehmen, das sich mit der Lagerung und Distribution von Öl, Gas und Chemieprodukten beschäftigt. Das Unternehmen will neue Wertschöpfungsketten der Wasserstoffwirtschaft erschließen und die Wasserstoff-Mobilität ausbauen.

© Vopak

ENaQ

ENaQ

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© Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg (ENaQ)

ENaQ: Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg

In dem Projekt ENaQ (Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg) wird auf einem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg ein klimaneutrales Quartier errichtet, in dem smarte und nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung und Mobilität eingesetzt werden sollen. Der Energiebedarf wird dabei zum größten Teil über lokal erzeugte erneuerbare Energien gedeckt – grüner Wasserstoff soll als Speichermedium genutzt werden und für die Mobilität zum Einsatz kommen.

Im Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst sollen die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität exemplarisch miteinander gekoppelt werden und ein smartes, klimaneutrales Quartier entstehen. Dabei soll auch Wasserstoff zum Einsatz kommen – einerseits um die Energieversorgung des Quartiers zu sichern, andererseits aber auch, um den praktischen Nutzen von Wasserstoff-Technologien (z.B. im Mobilitätsbereich) aufzuzeigen.

Wasserstoff soll als Speichermedium zum Einsatz kommen und für die Rückverstromung genutzt werden, weshalb das Quartier mit einem Elektrolyseur und einer Brennstoffzelle ausgerüstet wird. Hierzu soll in Zusammenarbeit mit Projektpartnern ein Steuerungssystem auf der Quartiersebene entwickelt werden, das die Produktion, die Speicherung und die Bereitstellung des grünen Wasserstoffs unterstützt. Der nötige erneuerbare Strom soll im Quartier per Photovoltaik oder eventuell zu errichtenden weiteren grünen Stromquellen  produziert werden.  

Neben der Nutzung als Speichermedium soll der grüne Wasserstoff ebenfalls für einen mobilen Wasserstofftankanhänger bereitgestellt werden.

Letztlich soll im Quartier ein Komplettsystem entwickelt werden, das durch die Bereitstellung von lokalem Strom und grünem Wasserstoff eine Basis für die Energieautarkie des Quartiers bildet.

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Am Projekt beteiligt sind: OFFIS – Institut für Informatik, Stadt Oldenburg, DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme, BTC Business Technology Consulting AG, Quantumfrog GmbH, SCHULZ Systemtechnik GmbH, KEHAG Energiehandel GmbH, Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., ELECTRIC-SPECIAL Photronicsysteme GmbH, Deutsche WindGuard GmbH, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, New Power Pack GmbH, Universität Vechta, Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung GmbH, Anleg GmbH, embeteco GmbH & Co. KG, Jade Hochschule Oldenburg, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung, Junge Haie GmbH, GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH, EWE NETZ GmbH.

Mehr Informationen zu den Projektpartnern gibt es hier. 

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ELEMENT EINS

ELEMENT EINS

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ELEMENT EINS – ENERGIEWENDE MIT SEKTORKOPPLUNG

Im Projekt ELEMENT EINS soll eine Möglichkeit entwickelt werden, „Grüne Energie“ im Industriemaßstab vom Produktionsort im Norden Niedersachsens bis zu industriellen Verbrauchern zu transportieren. Gelingen soll dies durch eine Power-to-Gas-Anlage, die mithilfe von Windenergie grünen Wasserstoff herstellt. Dieser grüne Wasserstoff soll anschließend in bestehende Gas-Infrastruktur eingespeist und für die Industrie, aber auch den Mobilitätssektor nutzbar gemacht werden.

Im Projekt ELEMENT EINS soll eine Anlage mit einer Leistung von 100 Megawatt errichtet werden, die Wasserstoff im industriellen Umfang erzeugen kann. Letztlich soll die Anlage bis zu 20.000 m³/h grünen Wasserstoff herstellen und diesen in das Gasnetz beimischen. 

Die Pilotanlage soll im Jahr 2022 schrittweise ans Netz gehen und mittels Windstrom Gas erzeugen. Hierdurch werden neue Speicherpotenziale für erneuerbaren Strom erschlossen, da die Erzeugung zeitlich von dem Verbrauch entkoppelt werden kann.

Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Kopplung der Sektoren Energie, Industrie und Mobilität zu erreichen. So soll der grüne Wasserstoff nicht nur über bestehende Gasinfrastruktur von der Nordsee in Richtung industrieller Abnehmer in Bremen oder im Ruhrgebiet transportiert, sondern auch für die Mobilität bereitgestellt werden.

Der benötigte Windstrom soll in Ostfriesland produziert werden, der sowohl auf dem Land als auch auf See in hohem Maße zur Verfügung steht. Die Power-to-Gas-Pilotanlage wird in der Gemeinde Diele im Landkreis Leer errichtet, wo ein zentraler Knotenpunkt der Strom- und Gasinfrastruktur in Norddeutschland liegt.

ELEMENT EINS wurde im Jahr 2019 vom Bundeswirtschaftsministerium als „Reallabor der Energiewende“ gefördert. Die im Projekt gesammelten Erfahrungen sollen dem Markt transparent zur Verfügung gestellt werden, um eine Weiterentwicklung der Power-to-Gas-Technologie zu ermöglichen.

In Zukunft soll das Projekt in enger Kooperation mit dem Vorhaben „Clean Hydrogen Coastline“ durchgeführt werden. Ende November 2021 wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Hierdurch soll die niedersächsische Küstenregion zu einem ersten europäischen Wasserstoffcluster werden, in dem eine komplette Wertschöpfungskette etabliert wird.

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Partner

Die Gasunie Deutschland GmbH & Co. KG ist als Fernleitungsnetzbetreiber für ein rund 4.300 Kilometer langes Fernleitungsnetz verantwortlich.

© Gasunie

Die Thyssengas GmbH ist ein Ferngasnetzbetreiber für Erdgas mit einem 4.400 km langen Transportnetz und forscht in unterschiedlichen Vorhaben zum Thema Wasserstoff und Wasserstoffinfrastruktur.

© Thyssengas

©Tennet

TenneT TSO GmbH ist ein Übertragungsnetzbetreiber mit einer Netzlänge von 24.000 Kilometern und ca. 5.700 Beschäftigten.

© TenneT

H2NORD

H2NORD

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Grüner Wasserstoff soll im Ostfriesland hergestellt und in lokalen Tankstellen vertrieben werden.

© H2NORD

H2 NORD

In Ostfriesland entsteht eine regionale Wasserstoffwirtschaft auf Basis von lokal erzeugtem Ökostrom. Hierzu wurde im April 2021 die H2NORD gegründet, die in einer Elektrolyseanlage mit bis zu 50 Megawatt Leistung grünen Wasserstoff erzeugen soll. Der produzierte Wasserstoff soll zunächst über drei Tankstellen in Ostfriesland vertrieben werden und in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern in und um Emden für die Mobilität und Industrie verfügbar sein.

Die H2NORD will den grünen Wasserstoff direkt vor Ort mithilfe von erneuerbaren Energien erzeugen. Einen Teil des erneuerbaren Stroms wird der Energiepark Emden mittels Solarenergie liefern. Deren Gründungsgesellschafter GP JOULE, Terravent und die Brons Group sind als Energiepark Emden gleichzeitig die Gründungsgesellschafter der Wasserstoffgesellschaft H2NORD. Außerdem wird das norwegische Energieunternehmen STATKRAFT einen weiteren Teil des erneuerbaren Stroms liefern.

Ein weiterer Gesellschafter der H2NORD ist die Tankstellen- und Mineralölhandelsgesellschaft SCORE, welche über ein Netz von 48 Tankstellen im Nordwesten Niedersachsens verfügt. Die erste H2NORD-Vertriebsstelle des grünen Wasserstoffs wird die Tankstelle der SCORE in Emden sein – die Standorte Georgsheil und Aurich folgen. Der grüne Wasserstoff soll zukünftig bestenfalls an vielen weiteren Standorten in Ostfriesland angeboten werden, um den Schwerlastverkehr, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die kommunalen Abfallsammelfahrzeuge sowie Brennstoffzellen-PKW zu versorgen.

Auch die Spedition Weets, Hinrich Folkerts Landhandel und die Rederei AG „EMS“ sind der H2NORD im letzten Jahr als Gesellschafter beigetreten. Sowohl die Spedition Weets als auch Hinrich Folkerts Landhandel möchten ihre LKW-Flotte langfristig auf den klimaneutralen Antrieb mit grünem Wasserstoff umstellen. Die AG „EMS“ arbeitet sogar bereits daran, den Antrieb im Fährverkehr nach Borkum und Helgoland auf Wasserstoff umzustellen.

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Über H2NORD

Die H2NORD wurde im April 2021 in Emden gegründet. Neben der Gründungsgesellschaft Energiepark Emden, bestehend aus Terravent, GP JOULE und der Brons Group, sind auch SCORE, die Spedition Weets, Hinrich Folkerts Landhandel und die AG „EMS“ an der Gesellschaft beteiligt. Ziel der H2NORD ist der Aufbau einer regenerativen, regionalen Wasserstoffwirtschaft. Sie wird in einer Elektrolyseanlage mit einer Leistung von bis zu 50 Megawatt grünen Wasserstoff erzeugen und diesen zunächst über drei SCORE Tankstellen in Ostfriesland vertreiben. Für die Elektrolyse wird ausschließlich regionaler Grünstrom genutzt.

Partner

Die im ostfriesischen Leer ansässige Terravent Investments ist seit über 20 Jahren in den Bereichen Energie, Immobilien und Schifffahrt tätig. Der Fokus liegt dabei auf erneuerbaren Energien, insbesondere auf großen Photovoltaikprojekten auf Freiflächen, Windparks (ca. ein Gigawatt Leistung wurde bereits projektiert) und Projekten rund um die Erzeugung und Vermarktung von grünem Wasserstoff. 

© Terravent Investments

Das im Jahr 2009 gegründete Unternehmen GP JOULE ist ein System-Anbieter für integrierte Energielösungen aus Sonne, Wind und Biomasse sowie ein Partner auf Versorgungsebene für Strom, Wärme, Wasserstoff sowie Elektro-Mobilität. Die mittelständische Unternehmensgruppe beschäftigt  weltweit rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

© GP JOULE

Die Brons Gruppe wurde bereits im Jahr 1826 in Emden gegründet und ist im Bereich Handel, Hafenumschlag, Schifffahrt und maritime Dienstleistungen aktiv.

© Brons Gruppe

Die SCORE-Tankstellen und Mineralölhandels-GmbH ist ein Unternehmen im Tankstellenmittelstand, das sich mit einer nachhaltigen Ausrichtung auf die Zeit nach fossilen Energieträgern vorbereitet. An SCORE-Tankstellen werden neben Wasserstoff auch eFuels und Strom angeboten. SCORE ist auch im Immobilienbereich tätig, wo auf energieautarke Wohnbebauung und klimafreundliche gewerbliche Bauprojekte (z.B. mit dem Einsatz von PV) gesetzt wird.

© SCORE

Die Spedition Weets ist ein mittelständisches Logistikunternehmen, das ein breites Dienstleistungsportfolio anbietet. Das Angebot umfasst die klassischen LKW-Planentransporte, Transport für Übersee-Containerlogistik auf der Straße, der Schiene und den Binnenwasserstraßen. Dazu kommen Dienstleistungen wie JIT/JIS-Belieferungen, Warehousing und Verzollung.

© Spedition Weets

Die Reederei AG EMS ist ein Dienstleistungsunternehmen mit den Schwerpunkten Schifffahrt sowie Hotellerie und Gastronomie. Im Bereich der Schifffahrt sichert die Reederei mit umweltfreundlichen Fähren und Katamaranen die Inselversorgung von Borkum und Helgoland und bietet Touristen darüber hinaus Ausflugsfahrten auf der Nordsee an.

© AG EMS

Die Hinrich Folkerts Landhandel GmbH & Co. KG ist seit mehreren Generationen im Bereich der Landwirtschaft tätig. Das Familienunternehmen hat sich auf den Handel mit Getreide, Futtermitteln, Saatgut und Betriebsmitteln, aber auch auf den Transport- und Dienstleistungssektor spezialisiert. Das Unternehmen ist vom westlichen Ostfriesland bis zum Weser-Ems-Gebiet aktiv.

© Folkerts Landhandel