Bis zu 60 GW Windkraftpotential auf deutscher See

Bis zu 60 GW Windkraftpotential auf deutscher See

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Großes Potential für grünen Wasserstoff auf See

Das Potential für Windenergie auf deutscher See ist riesig: mit dem neuen Raumordnungsplan (ROP) bietet sich die Möglichkeit bis zu 60 Gigawatt Offshore-Windkraftleistung aufzubauen. Das ergibt die aktuelle Studie der Stiftung Offshore-Windenergie. Geschäftsführerin Karina Würtz übergab die Studie am 22. September 2021 an Olaf Lies, den niedersächsischen Minister für Umwelt und Energie im Rahmen einer Pressekonferenz.

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Von aktuell 1.500 Windrädern auf See könnte die Anzahl bei heutiger Leistung der Windkraftanlagen auf bis zu 10.000 wachsen. Damit könne nicht nur der steigende Bedarf an grünem Strom bedient werden, sondern zusätzlich auch die Erzeugung von grünem Wasserstoff auf See im industriellen Maßstab aufgebaut werden, so die Bedarfs- und Potentialanalyse zur Erzeugung von Grünem Wasserstoff durch Windenergie auf See in Deutschland.

Hier geht es zur Studie Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Windenergie auf See – Potential und Bedarf in Deutschland der Stiftung Offshore Windenergie.

Olaf Lies zur Studie: „Es ist viel mehr Offshore-Windkraft möglich, als wir uns in Deutschland bisher vorgenommen haben.Zur Pressemitteilung.

 

 

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Drei neue Hyland-Wasserstoffregionen in Niedersachsen

Drei neue Hyland-Wasserstoffregionen in Niedersachsen

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Drei neue HyLand-Wasserstoffregionen in Niedersachsen

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verkündet weitere 30 Gewinner in der BMVI-Initiative „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ und startet damit in die zweite Runde. Darunter sind mit Helmstedt, Ostfriesland und Bad Bentheim drei Regionen in Niedersachsen vertreten.

Das Helmstedter Revier wurde dabei als HyExpert ausgezeichnet und soll zu einem Standort für regenerative Energien und „grünen“ Wasserstoff entwickelt werden. Die Unternehmen Avacon und EEW stehen bereit, mit Partnern vor Ort in neue Projekte zu investieren. Dr. Alexander Goebel von der Wirtschaftsregion Helmstedt zum Projekt: „Als erstes der vier deutschen Braunkohlereviere ist das Helmstedter Braunkohlerevier mit der Stilllegung des Kraftwerks Buschhaus Ende letzten Jahres komplett aus der Braunkohleverstromung ausgestiegen. Gemeinsam mit den Flächeneigentümern des Kraftwerkgeländes, der Helmstedter Revier GmbH als Tochter der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH, sowie den Helmstedter Unternehmen Avacon AG und Energy from Waste GmbH gilt es nun, aus dem alten Energiestandort einen Energiestandort nachhaltiger und zukunftsgerichteter Technologien zu entwickeln. Es wird bereits mit Hochdruck an dem Aufbau eines Green-Energy-Hubs gearbeitet.“ Das Projekt erhält 400.000 Euro für die Entwicklung eines Feinkonzeptes.

Die beiden HyStarter-Regionen Ostfriesland und Bad Bentheim werden ein Jahr lang fachlich und organisatorisch bei der Entwicklung eines regional zugeschnittenen Wasserstoffkonzepts und der Bildung eines Netzwerks für lokale Wasserstoffakteure begleitet.

Die Mittel kommen aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP2).

 

 

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11,3 Millionen Förderung für Wasserstoffprojekte im Weser-Emsland

11,3 Millionen Förderung für Wasserstoffprojekte im Weser-Emsland

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11,3 Millionen Förderung für Wasserstoffprojekte im Weser-Emsland

Niedersachsen unterstützt die ersten drei Wasserstoffprojekte im Rahmen der „Wasserstoffrichtlinie“ mit Landesmitteln in Höhe von insgesamt 11,3 Millionen Euro. Heute übergab Umweltminister Olaf Lies einen Förderbescheid in Osnabrück und gleich zwei in Haren. Mit der Wasserstoffrichtlinie fördert das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz skalierbare Pilot- und Demonstrationsvorhaben der Wasserstoffwirtschaft.

Wasserstoff-Hub Haren

H2Agrar mit Minister Lies©agrowea

In Haren überreichte Umweltminister Olaf Lies heute die Förderung über 4,85 Millionen Euro für den Aufbau eines „Wasserstoff-Hubs“. Ziel ist die dezentrale Versorgung mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energien sowie dessen Nutzung außerhalb des Stromsektors im ländlichen Raum. „Wir freuen uns, bei der Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts durch die Planung, Entwicklung und Errichtung der Infrastruktur maßgeblich mitwirken zu dürfen“, betonte der Projektleiter und Geschäftsführer der CEC Haren GmbH & Co. KG Christoph Pieper.

Konkret will das Projekt Strom aus einem Bürgerwindpark speichern, teils in Wasserstoff umwandeln und dann beispielsweise als Kraftstoff für Landwirtschaftsfahrzeuge nutzen. Hierfür sollen unter anderem Batteriespeicher, ein Elektrolyseur für die Wasserstofferzeugung und eine Wasserstofftankstelle errichtet werden.

Des Weiteren soll ein Landmaschinenprototyp der Marke Fendt mit Brennstoffzellenantrieb in Vorbereitung auf eine spätere Serienfertigung entwickelt werden. So kann grüner Wasserstoff in der Landwirtschaft als CO₂-neutrale Dieselalternative bei Landmaschinen eingesetzt werden. Die Traktoren sollen den Treibstoff von der Wasserstofftankstelle in Haren beziehen. Für den Transport von Wasserstoff innerhalb der Modellregion entwickelt die Röchling Engineering Plastics SE & Co. KG spezielle Transportbehälter, die nach Projektende in drei Jahren auch europaweit vertrieben werden sollen. Insgesamt erhält das Projekt einen Förderzuschuss in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. An dem Projekt sind auch die Hochschule Emden/Leer und die Technische Universität Braunschweig beteiligt.

 

Innovative Landmaschine mit Brennstoffzellenabtrieb

Im Landkreis Osnabrück unterstützt Niedersachsen mit rund 3,67 Millionen Euro die Entwicklung einer wasserstoffbetriebenen Landmaschine des norddeutschen Unternehmens Kalverkamp Maschinenbau GmbH in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück. „Es handelt sich dabei um ein vollständig neu- und andersartiges Fahrzeugkonzept, das wir von vornherein für die Wasserstoffnutzung konzipiert haben“, erläutert Geschäftsführer Klemens Kalverkamp. Statt Dieselmotor setzen die Entwickler auf einen Brennstoffzellenantrieb. Der Wasserstoff soll zukünftig idealerweise gleich vom Landwirt erzeugt werden, so dass ein regionaler Energiekreis entsteht. Im Prototyp namens „NeXaT2H2“ wird neben der Antriebsart auch eine weitere Innovation umgesetzt: Ein speziell entwickeltes Fahrzeugkonzept mit schmalen Bandlaufwerken verringert im Vergleich zu herkömmlichen Traktoren die Auflagefläche auf dem Acker und verhindert dadurch eine zu große Verdichtung des Bodens. An der Hochschule Osnabrück wird derzeit ein digitaler Zwilling des Prototyps auf alle erdenklichen Einsatzszenarien getestet, sodass die Markt- und Serienreife möglichst schnell erreicht werden kann.

©Hochschule Osnabrück

V.l.n.r.: Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram, Anna Kebschull (Landrätin des Landkreises Osnabrück), Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer, Prof. Dr. Bernd Lehmann (Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung), Klemens Kalverkamp (Geschäftsführer vom Maschinenbau-Unternehmen Kalverkamp), Minister Olaf Lies. ©Hochschule Osnabrück

 

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Mehr Pragmatismus in der Wasserstoffwirtschaft

Mehr Pragmatismus in der Wasserstoffwirtschaft

Pressemitteilung

Mehr Pragmatismus in der Wasserstoffwirtschaft

„Mehr Pragmatismus“ war die Kernbotschaft des dritten Treffens des Niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerks am vergangenen Freitag. Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten aktuelle Themen und Herausforderungen, um Wasserstoffprojekte erfolgreich auf den Weg zu bringen.

Wir müssten Wasserstoff klug und zielgerichtet einsetzen, sagte Umweltminister Olaf Lies und betonte, dass Wasserstoff vor allem für die Industrieanwendungen reserviert werden müsse, die anders keine Dekarbonisierung erreichen könnten. Um den zukünftigen Bedarf an Wasserstoff überhaupt rechtzeitig decken zu können, müssten wir aber zunächst auch den Import und Einsatz anderer „Farben“, also Erzeugungsarten von CO₂-freiem Wasserstoff, neben dem grünen Wasserstoff zulassen. Erst bei einer ausreichenden Menge an grünem Wasserstoff sei dann der erfolgreiche Wechsel möglich.

Prof. Dr. Claudia Kemfert betonte hingegen, dass nur grüner Wasserstoff aus erneuerbarem Strom eine echte Klimaschutzwirkung entfalten würde. Dieser sei zwar aktuell noch sehr knapp und kostbar, aber wenn er entsprechend gezielt eingesetzt würde, könnte er dort eine wichtige Rolle für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltschutz spielen. Umso mehr appellierte sie an die Politik, dass verbesserte Rahmenbedingungen gefordert seien und insbesondere der deutliche Ausbau der erneuerbaren Energien forciert werden müsse.

Einen Blick in die Zukunft des niedersächsischen Energiesystems warf Prof. Dr.-Ing. Rolf Brendel mit der „Simulative Kurzstudie zum Einsatz von Wasserstofftechnologie in Niedersachsen“ (SiKuWa). Laut dieser braucht Niedersachen bereits 2030 deutlich mehr Elektrolyseleistung als in der nationalen Wasserstoffstrategie vorgesehen, um den Bedarf zu decken. Dafür müssten erneuerbare Energien, also Wind- und Photovoltaikanlagen, verstärkt und konsequent ausgebaut und die Hürden dieses nötigen Ausbaus dringend abgebaut werden. Die Folien zum Vortrag finden Sie hier.

In der anschließenden Diskussionsrunde sprach sich Dr. Sopna Sury, COO Hydrogen von RWE Generation SE, für eine „pragmatische Definition“ von grünem Wasserstoff aus. Diese sei weniger eine der Farbenlehre, sondern meine eine gewisse Lösungsoffenheit verbunden mit einem aggressiven Ausbaupfad erneuerbarer Energien. Es müsse aber auch über die Nutzung von Bestandsanlagen, die aus der Förderung rausfallen, gesprochen werden und manch andere Aspekte mehr. Es gehe darum, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass der Markthochlauf zügig starten könne und nicht nur idealtypisch gedacht werde – eben pragmatisch.

Einen ähnlichen Ansatz vertrat Marten Bunnemann, Vorstandsvorsitzender der Avacon AG. In seinem „Green Energy Hub“ in Helmstedt soll grüner Wasserstoff vor Ort industriell hergestellt werden, um die gesamte Wertschöpfungskette zu dekarbonisieren. Dementsprechend müssten die regulatorischen Rahmenbedingungen in der Tat pragmatisch und stabil ausgestaltet werden. Deutschland stehe vor einer riesigen Transformationsaufgabe, die gefördert und nicht behindert werden dürfe.

Der Ruf nach mehr Pragmatismus spiegelte sich auch im Chat der Veranstaltung wider, an dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr stark beteiligt hatten.

Wenn Sie nicht dabei sein konnten und sich die ganze Veranstaltung im Nachgang anschauen möchten, finden Sie die Aufzeichnung hier.

SeWAGE PLANT H2

Mit dem Wasserstoffprojekt SeWAGE PLANT H2 wird die Stadtentwässerung Hannover vom Stromfresser zum Energieproduzenten.

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NWN 04.06.2021

ISFH-Studie zeigt: Niedersachsen braucht bereits 2030 deutlich mehr grünen Wasserstoff

ISFH-Studie zeigt: Niedersachsen braucht bereits 2030 deutlich mehr grünen Wasserstoff

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ISFH-Studie zeigt: Niedersachsen braucht bereits 2030 deutlich mehr grünen Wasserstoff

Für eine erfolgreiche, klimaneutrale Transformation des niedersächsischen Energiesystems sowie der niedersächsischen Industrie bis zur Mitte des Jahrhunderts, muss Niedersachsen deutlich mehr grünen Wasserstoff produzieren, so die aktuelle Studie des Instituts für Solarenergieforschung (ISFH) in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover. Allein in Niedersachsen liege der Bedarf an Wasserstoffproduktionsleistung im Jahr 2030 deutlich höher als die Nationale Wasserstoffstrategie für ganz Deutschland vorhersieht.

Konkret kommt die „Simulative Kurzstudie zum Einsatz von Wasserstofftechnologie in Niedersachsen“ (SiKuWa) zu dem Ergebnis, dass Niedersachsen mindestens 13 Gigawatt Elektrolyseleistung für die Eigenproduktion von Wasserstoff benötigt. Dieser Schluss steht im starken Kontrast zu den fünf Gigawatt, die in der Nationalen Wasserstoffstrategie für Gesamtdeutschland im Jahr 2030 prognostiziert wurden. Die zukünftige Elektrolyseurleistung innerhalb Deutschlands hat enorme Konsequenzen auf die Versorgungssicherheit und Kostenreduzierung von grünem Wasserstoff.

Eine zentrale Rolle für die Produktion von grünem Wasserstoff spielt der Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Die Studie berücksichtigt aktuelle gesellschaftliche Akzeptanzprobleme von Onshore-Windkraftanlagen und Dachflächenlimitierung bei Photovoltaikanlagen. Damit aber ausreichend Energie allein für die inländische Produktion von grünem Wasserstoff in Niedersachsen bereitstehe, sei insbesondere für Windkraftanlagen ein Ausbau mindestens bis zur gesetzten Leistungsgrenze von 20 Gigawatt in 2030 notwendig, bei gleichzeitig starkem Ausbau der Solarenergie.

Eingesetzt werden sollte der grüne Wasserstoff vor allem, um die Grundstoff- und Chemieindustrie zu dekarbonisieren, sowie in Wasserstoffkraftwerken. Für den Gebäudesektor und Individualmobilität spielt Wasserstoff dagegen laut Studie keine bis eine untergeordnete Rolle. Durch den Einsatz von Wärmepumpen und batterieelektrischen PKW stünden bereits deutlich energieeffizientere Technologien zur Verfügung, die eine schnellere und kostengünstigere Treibhausgasemissionsreduktion ermöglichten.

Die Studie wurde mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz gefördert. Nachlesen können Sie die Studie beim ISFH.

©ISFH SiKuWa Ausschnitt

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RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

Neue Wasserstoff-Förderung

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Neue Wasserstoff-Förderung

Gleich zwei Bundesministerien gaben am 11. Mai 2021 neue Wasserstoff-Fördermaßnahmen bekannt.

BMBF fördert internationale Verbundprojekte

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab gestern im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung eine neue Richtlinie bekannt. Vorgesehen ist die Förderung von internationalen Verbundvorhaben in Wissenschaft und Forschung zum Thema Nachhaltige Wasserstofftechnologie als erschwingliche und saubere Energie zwischen Europa und Japan im Rahmen der European Interest Group CONCERT-Japan. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

BMVI fördert Entwicklung erneuerbarer Kraftstoffe

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert ab sofort die Entwicklung von regenerativen Kraftstoffen mit insgesamt 640 Millionen Euro. Weitere Informationen finden Sie hier.

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