Im Gespräch mit Tobias Moldenhauer von EWE

Im Gespräch mit Tobias Moldenhauer von EWE

Credit DBT Inga HaarQuelle: privat

Tobias Moldenhauer, Leiter Wasserstoff im Geschäftsbereich Wasserstoff und Großspeicher bei der EWE AG in Oldenburg.

„Was es jetzt braucht, ist ein Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz“

TES-H2 und EWE planen den Bau eines 500-MW-Elektrolyseurs am Wilhelmshavener Green Energy Hub. Damit machen die beiden Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt für die Energiewende.

Der Elektrolyseur soll ab 2028 in Betrieb gehen. Die Kapazität soll zunächst 500 Megawatt betragen, und später mit einer weiteren geplanten Anlage auf eine Gesamtkapazität von 1 Gigawatt erweitert werden. Die Unterzeichnung einer Absichtserklärung beider Unternehmen steht im Rahmen der deutschen Energiestrategie, saubere Energie aus der Nordsee zu gewinnen und die Versorgung für die Wasserstofferzeugung zu erweitern. Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

Diese Zusammenarbeit hat Lis Blume vom NWN als Anlass genommen mit Tobias Moldenhauer, Leiter Wasserstoff im Geschäftsbereich Wasserstoff und Großspeicher der EWE AG zu sprechen.

 

Tobias, gemeinsam mit TES-H2 baut EWE in Wilhelmshaven einen 500 MW-Elektrolyseur. In einem zweiten Schritt soll die Kapazität dann auf 1 GW ausgebaut werden. Kannst du kurz einordnen, welche Bedeutung dieses Projekt für die Energiewende in Niedersachsen und Deutschland hat? 

Wir sind fest davon überzeugt, dass die Energiewende und die damit verbundene Abkehr von fossilen Energieträgern mit grünem Wasserstoff gelingen wird. Damit schaffen wir eine Möglichkeit, die erneuerbaren Energien speicherfähig zu machen. Grüner Wasserstoff wird damit ein wichtiger Bestandteil der Energiezukunft in der Region, in der die besten Voraussetzungen für das Zentrum einer grünen, europäischen Wasserstoffwirtschaft vorliegen: dem Nordwesten Deutschlands. Hier in der Region ist der Anteil an erneuerbaren Energien groß und es gibt zahlreiche Infrastruktur-Komponenten, wie Gasspeicher und eines der größten Gasverteilnetze Deutschlands. Alle Maßnahmen und Projekte bauen aufeinander auf und haben ein gemeinsames Ziel: den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. Das wollen wir gemeinsam mit Partnern wie TES angehen und vorantreiben. Dafür haben wir kürzlich eine gemeinsame Absichtserklärung besiegelt.

Das ist nicht euer erstes Projekt in der Wasserstoff-Wirtschaft. Welche „Learnings“ aus den anderen Projekten könnt ihr hier einsetzen?

Noch stehen wir am Anfang zahlreicher Wasserstoff-Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Erzeugung über Transport und Speicherung bis zur Anwendung in der Industrie und im Schwerlastverkehr. Wir kooperieren mit anderen Unternehmen und entwickeln gemeinsam Ideen und Projekte, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft voranzutreiben. Einen Demonstrator zur Wasserstofferzeugung haben wir bereits in Betrieb und eine Wasserstofftankstelle ebenfalls, weitere befinden sich gerade in der Umsetzung. Daraus nehmen wir natürlich auch Erkenntnisse mit in die Entwicklung großskaliger Projekte. Fakten schaffen wir außerdem bereits bei der Wasserstoff-Speicherung. Im brandenburgischen Rüdersdorf bauen wir gerade eine Testkaverne und erproben gemeinsam mit dem DLR die Ein- und Auslagerung des Wasserstoffs in einem unterirdischen Hohlraum und die Wasserstoffqualität nach der Entnahme aus der Kaverne. Einen wichtigen Meilenstein haben wir vor wenigen Wochen bereits erreicht: Die 1.000 Meter lange Zuleitung zur Kaverne ist nachweislich dicht.

Bei anderen Wasserstoff-Projekten, wie Clean Hydrogen Coastline oder Hyways for Future hat EWE Förderanträge bei Land und Bund gestellt. Dieses Mal nicht. Warum?

Um einen Förderantrag einreichen zu können, ist erst einmal eine konkrete Projekt-Vorplanung nötig. Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen EWE und TES-H2, also einer gemeinsamen Absichtserklärung, steigen wir jetzt erst in diese Vorplanung ein. Wir werden daher nach aktuellem Stand auch in diesem Elektrolyseprojekt auf Fördergelder angewiesen sein.

Die neue niedersächsische Landesregierung spricht von Deutschlandgeschwindigkeit und Energiewende-Turbo für solche Projekte. Ist der Turbo schon in der Praxis angekommen?

Wir hoffen sehr, dass Genehmigungsprozesse sich bei Energiewende-Projekten verschlanken. Deutschland hat mit dem neuen LNG-Beschleunigungsgesetz gezeigt, dass dies möglich ist. Was es jetzt braucht, sind entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen für eine zügige Umsetzung aller Energiewende-Projekte, wie beispielsweise durch ein Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz.

Den grünen Strom für die Elektrolyse wollt ihr aus den Windparks in der Nordsee beziehen. Wird Offshore Wind bis 2028 so weit ausgebaut sein, dass ausreichend Energie für die Elektrolyse zur Verfügung steht?

Der Ausbau der Erneuerbaren – egal ob Onshore- oder Offshore Windenergie – geht natürlich Hand in Hand mit dem Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. Wir gehen daher davon aus, dass zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme unseres geplanten Elektrolyseurs in Wilhelmshaven im Jahr 2028 der Windenergieausbau entsprechend vorangeschritten ist, so dass wir keinen Engpass bei der Beschaffung des Grünstroms für die Wasserstofferzeugung befürchten. Dazu sind wir selbstverständlich in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern.

Vielen Dank.

 

 

Jordanien- ein Wasserstoffexporteur?

Jordanien- ein Wasserstoffexporteur?

Credit DBT Inga HaarQuelle: NWN

Wasserstoff aus Jordanien trotz Wassermangels?

Ziel der niedersächsischen Landesregierung ist es, Niedersachsen zu Tor und Drehscheibe erneuerbarer Energien zu machen. Mit seinen Tiefseehäfen hat das Bundesland ideale Voraussetzungen für den Import von grünem Wasserstoff. Die EU hat für solche Energiepartnerschaften bereits Vereinbarungen mit Namibia und Ägypten abgeschlossen. Auch Jordanien überlegt in den Export von Wasserstoff einzusteigen.

Jordanien verfügt im Durchschnitt über etwa 300 Sonnentage pro Jahr – und kann potenziell hohe Mengen an erneuerbarem PV-Strom erzeugen. Hierdurch bietet das Land prinzipiell gute Bedingungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und den Export von grünem Wasserstoff. Auf der anderen Seite ist jedoch die Menge von Wasser im Land limitiert, weshalb Nutzungskonflikte auftreten könnten.

Im Rahmen des vom Wuppertal Institut geleiteten und vom Auslandsbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Jordanien unterstützten Deutsch-Jordanischen Wasser-Wasserstoff-Dialogs wurden daher Möglichkeiten für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Jordanien thematisiert – unter Berücksichtigung der kritischen Situation im Wassersektor. NWN-Projektleiter Dr. Alexander Bedrunka war in dem Dialog vertreten und berichtet von der Situation in Jordanien.

Ende September startete der erste Teil des Dialogs mit dem Besuch einer jordanischen Delegation in Wuppertal. Hier wurden neben verschiedenen Präsentationen rund um die Themen Wasser und Wasserstoff auch Praxisbeispiele wie die Müllverbrennungsanlage in Wuppertal gezeigt. Dr. Alexander Bedrunka war eingeladen, die niedersächsische Wasserstoffwirtschaft sowie Leuchtturmprojekte vorzustellen, die für Jordanien von Interesse sein könnten. „In den letzten Jahren ist in Niedersachsen eine Vielzahl an Wasserstoff-Projekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstanden. Für Vertreter aus einem Land wie Jordanien, welches beim Thema Wasserstoff noch ganz am Anfang steht, war es deshalb interessant zu sehen, wie vielfältig die Projekte bei uns sind“, so Bedrunka.

Der zweite Teil des Dialogs fand Ende Oktober mit einer deutschen Delegation in Jordanien statt, bei der Dr. Alexander Bedrunka ebenfalls vertreten war. Ziel des Workshops war die Identifikation von potentiellen Wasserstoffanwendungen für Jordanien unter dem Gesichtspunkt der vorhandenen Wasserknappheit.

 

Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Jordanien – welche Handlungsmöglichkeiten gibt es?

 

 

„Anders als in Niedersachsen mit der Stahlindustrie ist in Jordanien keine Industrie vorhanden, die große Mengen an Wasserstoff zur Dekarbonisierung benötigt und somit den Aufbau einer großflächigen Wasserstoffwirtschaft für den inländischen Nutzen rechtfertigen würde. Darüber hinaus ist die Langfristspeicherfähigkeit von Wasserstoff ebenfalls nicht zwingend erforderlich, da Jordanien über durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr verfügt. Für die Speicherung von überschüssiger Energie kommen daher eher Batterie- und Pumpspeicher zum Einsatz.“

 

Dr. Alexander Bedrunka, NWN-Projektleiter

Quelle: NWN/Rainer Jensen

Jordaniens zweitgrößter CO2-Emmitent nach der Industrie ist der Mobilitätssektor mit 45 %. Um den CO2-Ausstoß zu verringern, wird in Jordanien viel in Elektromobilität investiert. Momentan sind 40.000 batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen und monatlich kommen 1.000 E-Fahrzeuge hinzu. Der Einsatz von Wasserstoff insbesondere für Sonder- und Nutzfahrzeuge könnte die CO2-Reduktion beschleunigen, jedoch müsste dazu ähnlich wie in Deutschland parallel zu den Ladesäulen eine H2-Tankstelleninfrastruktur aufgebaut werden.

Zudem ergibt es zunächst Sinn, den erneuerbaren Strom aus PV-Anlagen für den Eigenverbrauch zu nutzen, da aktuell in Jordanien noch 84 % des Energiebedarfs über Energieimporte gedeckt wird. Um den Importanteil zu reduzieren, erfolgt daher ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Ziele für 2030, 14 % des Primärenergiebedarfs und 31 % des Strombedarfs über erneuerbare Energie zu decken, wurden (voraussichtlich) bereits 2021 erreicht. „Aufgrund des hohen PV-Potentials stellt sich in Jordanien die Frage, ob Wasserstoff künftig als Exportprodukt eine Zukunft hat“, erklärte Bedrunka.

Quelle: Wittop

Wasserstoff trotz Wassermangels? Auf Delegationsreise in Jordanien beim Workshop.

Wassermangel beschränkt potenzielle Wasserstofferzeugung

Es ist zwingend notwendig, einen Blick auf den Wassersektor in Jordanien zu werfen. Grundsätzlich ist in Jordanien weniger Wasser vorhanden, als benötigt wird. Der Bedarf steigt kontinuierlich durch den Zustrom von Flüchtlingen aus den benachbarten Ländern. Gleichzeitig ist der Wasserbestand im Land rückläufig. Viel Wasser wird für die inländische Landwirtschaft benötigt. „Die Produktion von Wasserstoff steht also auch immer im Konflikt mit anderen Wasseranwendungen. Das bedeutet nicht, dass Wasserstoff nicht grundsätzlich in Jordanien produziert werden kann, denn der Export von Wasserstoff bietet aus wirtschaftlicher Sicht ein gewisses Potential für das Land. Auf der anderen Seite gestaltet sich dieser Export, der indirekt auch den Export des Wassers mit sich ziehen würde, als schwierig“, sagte Bedrunka. Auf Grundlage der verschiedenen Impulse im Rahmen des Workshops, die aus den unterschiedlichen Sektoren kamen, identifizierten Arbeitsgruppen sowohl positive Effekte als auch negative Konsequenzen durch den Einsatz von Wasserstoff in Jordanien. Darauf aufbauend erarbeiteten die Teilnehmer Lösungsvorschläge, wie die nächsten Schritte für das Thema Wasserstoff in Jordanien aussehen könnten.

 

„Da keine großen Treiber für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft existieren, sollten zunächst dezentrale Pilotprojekte initiiert werden“, sagte Bedrunka zum Ergebnis der Delegationsreise. „Ein Fokus kann dabei auf ganzheitlichen Projekten liegen, die sich nicht ausschließlich auf den Wasserstoff bei der Elektrolyse konzentrieren, sondern Sektorkopplung berücksichtigen, also auch die restlichen Nebenprodukte wie die Abwärme und den Sauerstoff nutzen. Diese Projekte sollen auch dazu führen, Wasserstoffexpertise in Jordanien aufzubauen und entsprechende Fachkräfte auszubilden.“

Das Niedersächsische Wasserstoff-Netzwerk will die Situation in Jordanien in Zukunft weiterhin begleiten und an der Initiierung von Pilotprojekten mitwirken. Sollten Sie grundsätzlich Interesse an einer Beteiligung an möglichen Pilotprojekten in Jordanien haben, können sich gerne bei uns unter netzwerk[at]wasserstoff-niedersachsen.de melden. Sobald es in eine konkretere Phase der Projektentwicklung geht, melden wir uns im Anschluss bei Ihnen.

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Wasserstoff-Broschuere

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Pressemitteilung

Die Grüne Wasserstoff-Wirtschaft: Wasserstoff-Projekte im Überblick

Bereits jetzt gibt es über 80 Projekte entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette in Niedersachsen. Die aktuelle Broschüre des NWN gibt einen Überblick über Projekte bei der Wasserstoff-Produktion, Import, Speicherung und Infrastruktur, Mobilität und Industrie sowie Bildung und Forschung.

Die Broschüre gibt es auf Deutsch und auf Englisch.

Für eine erfolgreiche Energiewende benötigen wir saubere Energieträger. Viele energieintensive Prozesse, beispielsweise in der Stahl- oder Chemieindustrie, sind jedoch nicht elektrifizierbar. Um die fossilen Energieträger zu ersetzen, muss ein tiefgreifender Transformationsprozess in Gang kommen – und Wasserstoff als CO2-freie Alternative spielt dabei eine entscheidende Rolle. Niedersachsen hat als Flächen- und Küstenland optimale Voraussetzungen für die Produktion von grünem Wasserstoff. So leistet Niedersachsen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität in ganz Deutschland bis 2045.

Bereits jetzt gibt es in der niedersächsischen Wasserstoff-Landschaft mehr als 80 Projekte. Die Karte in der Broschüre zeigt, wo sich regionale Cluster bilden, deren Einzelprojekte dann wiederum voneinander profitieren und weiterwachsen können. Über die wachsende Infrastruktur wird das Wasserstoff-Startnetz in Zukunft von den Niederlanden über Niedersachsen bis nach Dänemark reichen. Aber auch dezentrale Projekte spielen bei der zukünftigen Energieversorgung und -sicherheit eine zunehmend bedeutende Rolle. Mehr Infos zu Projekten in den Bereichen Produktion, Import, Speicherung, Infrastruktur, Mobilität, Industrie, sowie Bildung und Forschung finden Sie in der Broschüre.

 

 

 

 

 

 

©NWN

BETH2REX

BETH2REX

PROJEKTE

©MUQuelle: ©MU

V.l.n.r.: Dr. Dr. Magnus Buhlert vom Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz,  Minister Olas Lies, Prof. Dr. Ludger Frerichs von der TU Braunschweig, Dennis Boller von der XPANSE Powertrain, Jürgen Akkermann, CFO Clean Logistics SE und Dirk Graszt, CEO Clean Logistics SE. ©MU

BETH2REX – Neuartiges Fahrzeugkonzept

In der Energiewende gilt es alle Prozesse zu elektrifizieren und wo dies nicht möglich ist, auf grünen Wasserstoff umzusteigen. Den Schwerlastverkehr zu elektrifizieren, ist aufgrund des hohen Gewichts und auch des Luftwiderstands nach wie vor eine enorme Herausforderung. Im Projekt „Battery Electric Truck with H2 Range-Extender“ (BETH2REX) soll deshalb ein völlig neues, elektrischen Fahrzeugkonzept umgesetzt werden. Ziel ist es fünf LKW-Prototypen mit batterie-elektrischem Antrieb und Brennstoffzellen-Range-Extender zu bauen.

Für dieses Vorhaben bekamen die Unternehmen Clean Logistics Technology GmbH und XPANSE Powertrain GmbH sowie die Technische Universität Braunschweig heute  Förderbescheide über insgesamt rund 7,6 Millionen Euro vom niedersächsischen Energieminister Olaf Lies.

Energieminister Olaf Lies: „Wir müssen dringend den CO2-Ausstoß im Verkehr senken, um unsere Klimaziele zu erreichen. Dazu brauchen wir nicht nur Konzepte im PKW-Bereich, sondern alternative Antriebe für alle Fahrzeugklassen – so auch im Güterverkehr. Es gibt derzeit keinen Hersteller auf dem Markt, der mittelschwere LKW mit brennstoffzellenelektrischem Antrieb als Serienfahrzeug anbietet. Aber da müssen wir unbedingt hin. Wir brauchen jedoch keine Einzellösungen oder Umbauten, sondern ein universell praktikables Konzept. Ich freue mich, dass ein Projekt aus Niedersachsen hier vorangeht und dass wir es mit Landesmitteln unterstützen können.“

Das Projekt BETH2REX soll im ersten Schritt bis zu fünf zulassungsfähige Prototypen mit einem skalierbaren Wasserstoff-Brennstoffzellensystem als Range-Extender entwickeln, die dann im Flottenversuch praktisch erprobt werden. Dieser Fahrzeugtyp kann durch seine Leistungsfähigkeit, den emissionsfreien Antrieb und insbesondere seine niedrigen Geräuschemissionen im urbanen und regionalen Verteilerverkehr rund um die Uhr eingesetzt werden. Außerdem soll das Projekt als Grundlage für eine Serienfertigung dienen, um die Angebotslücke des emissionsfreien Güterverkehrs bei mittelschweren LKW schnellstmöglich mit serienreifen Fahrzeugen zu schließen.

Die Gesamtförderung von rund 7,6 Millionen Euro teilt sich in drei Förderbescheide auf: XPANSE Powertrain erhält rund 5,5 Millionen Euro, Clean Logistics Technology rund 1,6 Millionen Euro und die TU Braunschweig circa 500.000 Euro.

   

Hydrogen Technology Expo

Hydrogen Technology Expo

Credit DBT Inga Haar

Fotos: NWN/Rainer Jensen

Hydrogen Technology Expo Europe 2022

Zwei Tage lang hat das NWN den rund 4.500 Besuchern der Hydrogen Technology Expo Europe 2022 in Bremen die niedersächsische Wasserstoff-Landschaft vorgestellt. Das Team um Projektleiter Dr. Alexander Bedrunka erklärte deutschsprachigen und internationalen Besuchern die Vorhaben entlang der Wertschöpfungskette – von der Produktion und dem Import von grünem Wasserstoff, über den Bau des Hydrogen Backbone für eine europäische Wasserstoff-Infrastruktur bis zu Anwendungen in der Industrie und Mobilität. 

Mit am Stand vertreten waren auch Partner aus Niedersachsen. EWE hat das IPCEI Clean Hydrogen Coastline sowie das regionale Projekt Hyways for Future vorgestellt. Der Wasserstoff Campus Salzgitter war mit Partnern von Bosch und dem Fraunhofer Instititut IST vertreten, sowie die Universität Oldenburg für den Wasserstoff-Weiterbildungsstudiengang für Fach- und Führungskräfte. 

Am ersten Tag präsentierte Dr. Alexander Bedrunka auf der Konferenz zum Thema: Connecting the dots: Why Cooperation Is Key to Building The Hydrogen Economy. Im anschließenden Gespräch zum Thema mit dabei waren Dr. Sabrina Zellmer vom Fraunhofer IST, Dr. Geert Tjarks von EWE und Dr. Karl-Peter Thelen für den Energy Hub Port of Wilhelmshaven. 

 

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