„fyuriant“-Truck von Clean Logistics

„fyuriant“-Truck von Clean Logistics

Pressemitteilung

Vom Diesel-LKW zum Zero-Emission-Truck – Clean Logistics SE setzt auf Brennstoffzellenantrieb

Die Clean Logistics SE hat am 23. Juni 2022 auf dem Flugplatz Stade ihren ersten wasserstoffbetriebenen Zero-Emission-Truck der Öffentlichkeit präsentiert.

Bereits im Sommer 2021 hat das Unternehmen mit pyuron den ersten konvertierten Bus mit Brennstoffzellen-Wasserstoff-Antrieb im ÖPNV in Europa an die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft übergeben. Dabei wurde der gewöhnliche Dieselantrieb des Busses gegen einen emissionsfreien Antrieb auf Wasserstoffbasis getauscht. Dies ist auch ab sofort bei schweren Sattelzugmaschinen von 40 Tonnen möglich.

 

Die Lkw verfügen über zukunftsweisende Technologie. Der erste fyuriant ist unter anderem mit zwei Wasserstoff-Brennstoffzellen mit 2×120 kW Leistung sowie Wasserstofftanks mit einem Volumen von 43 kg ausgestattet. Das ermöglicht eine ausreichend hohe Reichweite von über 400 km und kurze Betankungszeiten von unter 15 Minuten. Die mit Radnabenmotoren ausgestattete Hinterachse hat einen Drehmoment von maximal 17.000 Nm, die dem Truck in jeder Fahrsituation die entsprechende Kraft verleiht. Das selbstentwickelte intelligente Steuerungssystem von Clean Logistics ermöglicht eine effiziente Steuerung des Gesamtsystems in jeder Fahrsituation. So wird beispielsweise die zurückgewonnene Energie beim Bremsvorgang in einer Batterie zwischengespeichert und für den nächsten Beschleunigungsvorgang wieder bereitgestellt. Clean Logistics verzeichnet bereits heute eine sehr hohe Nachfrage nach ihren Trucks und Bussen. Das Unternehmen baut in Winsen (Luhe) seine Kapazitäten derzeit massiv aus. Mit der neuen Produktionshalle mit einer Nutzfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern wird Clean Logistics in der Lage sein, die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge ab Ende 2023 jährlich auf bis zu 450 zu steigern.

 

Dirk Graszt, CEO von Clean Logistics: „Wir freuen uns sehr, heute unseren fyuriant präsentieren zu können. Der Truck ist ein wichtiger Meilenstein, um den Verkehrssektor in Deutschland und Europa zu dekarbonisieren. Mit unseren Trucks und Bussen treffen wir auf hohe Resonanz in der Branche. Denn wir sind in der Lage, schon heute dem Markt emissionsfreie Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Dank des Umbaus klassischer Dieselfahrzeuge zu emissionsfreien Wasserstofffahrzeugen geschieht dies auch noch sehr ressourcenschonend. So werden wir den Wandel der Mobilität in eine nachhaltige Zukunft zügig vorantreiben.“

Das Projekt wird im Rahmen der Umsetzung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung (MKS) mit insgesamt rund 3,3 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Fördermaßnahme wird von der NOW GmbH koordiniert. „Wir danken an dieser Stelle dem BMDV für die Unterstützung – ohne die Förderung wäre die Prototypen-Entwicklung, die den Grundstein für unser weiteres Wachstum darstellt, nicht möglich gewesen“, betont Dirk Graszt.

 

Im Rahmen der fyuriant-Weltpremiere, mit seiner außergewöhnlichen optischen Gestaltung, präsentierte Clean Logistics zudem ihre neue Corporate Identity. Mit dieser visuellen Neuausrichtung gehen unter anderem ein neues Corporate Design, ein überarbeiteter Webauftritt sowie ein neues Unternehmenslogo einher. Clean Logistics unterstreicht damit ihre Positionierung als visionäres und nachhaltiges Unternehmen mit dem Anspruch, den Schwerlastverkehr in eine emissionsfreie Zukunft zu führen. „Durch die Schärfung des Purpose und der Vision von Clean Logistics wird die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens unterstrichen. Dies ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung der gesamten Clean Logistics Gruppe“, so Tom George, COO von Clean Logistics.

 

Über Clean Logistics

Die börsennotierte Clean Logistics SE (ISIN DE000A1YDAZ7) ist Enabler und Technologieführer der Mobilitätswende von Nutzfahrzeugen. Als Produzent von Zero-Emission-Trucks und -Bussen führt das Unternehmen mit Sitz in Hamburg seine Kunden aus Transport, Logistik und Schwerlastverkehr in eine emissionsfreie Zukunft. Dies wird durch die eine vollständige Dekarbonisierung des Antriebs von Bestands- und Neufahrzeugen ermöglicht. Die mit brennstoffzellenelektrischen Antriebssystemen unter Nutzung von Wasserstoff als Energiespeicher ausgestatteten Fahrzeuge werden in eigenen Produktionsstätten gefertigt. Clean Logistics verfolgt dabei das Ziel, ihre Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig zu gestalten. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios stärkt Clean Logistics SE nachhaltig die Marktfähigkeit ihrer innovativen, sicheren und langlebigen Lösungen.

 

Zur Clean Logistics SE gehören unter anderem die Tochterunternehmen E-Cap Mobility GmbH – die für die Industrie elektrifizierte Prototypen, Kleinserien und Konzepte entwickelt sowie auf batterie- und brennstoffzellenelektrische Konversionen aller Mobilitätslösungen spezialisiert ist – und darüber hinaus die Clean Logistics Technology GmbH.

 

Quelle: Clean Logistics SE

 

Niedersachsen und Norwegen kooperieren für internationale Wasserstoffwirtschaft

Niedersachsen und Norwegen kooperieren für internationale Wasserstoffwirtschaft

Pressemitteilung

Niedersachsen und Norwegen kooperieren für internationale Wasserstoffwirtschaft

Niedersachsen setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Norwegen für den Import von Wasserstoff. Diese Zusammenarbeit wurde heute im Rahmen des 1. Deutsch-Norwegischen Wasserstoffforums in Hamburg mit einem Memorandum of Understanding (MoU) festgehalten. Beide Seiten wollen hierdurch die bisherige Zusammenarbeit noch weiter intensivieren.

Kooperationen und sektorübergreifende Zusammenarbeit sind Schlüssel zum schnellen Aufbau unseres zukünftigen, nachhaltigen Energiesystems. Das gilt auf nationaler, wie auf internationaler Ebene. Ein wichtiger Energieträger als Baustein bei der Transformation ist, neben erneuerbarem Strom, Wasserstoff. Nur mit Wasserstoff können wir wichtige Industrien mit enormem Energiebedarf dekarbonisieren und so unsere Klimaziele erreichen.

Großteile des benötigten Gases müssen zukünftig, wie auch heute, importiert werden. Dabei muss aus Fehlern der Vergangenheit gelernt werden und für eine nachhaltige Versorgungssicherheit frühzeitig auf Diversifikation sowie auf Seriosität bei den Importeuren gesetzt werden. Aus diesem Grund setzt Niedersachsen auf eine enge Zusammenarbeit mit Norwegen für den Import von Wasserstoff.

Diese Zusammenarbeit wurde heute im Rahmen des 1. Deutsch-Norwegischen Wasserstoffforums in Hamburg mit einem Memorandum of Understanding (MoU) festgehalten. Beide Seiten wollen hierdurch die bisherige Zusammenarbeit noch weiter intensivieren.

Dabei sollen die Partner jeweils von der Expertise und den Erfahrungen des anderen profitieren, die Wasserstoffakteure effektiv miteinander vernetzt und gemeinsame Projekte angebahnt werden.

Es unterzeichneten Manuel Kliese von Innovation Norway und Dr. Alexander Bedrunka, Projektleiter des Niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerks (NWN). Seitens der Verbundpartner des NWN unterzeichnete Felix Fleckenstein für den Deutschen Gewerkschaftsbund und Benedikt Hüppe für die Unternehmerverbände Niedersachsen.

Bildquelle: Larissa Weiß

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Manuel Kliese von Innovation Norway und Dr. Alexander Bedrunka, Projektleiter des Niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerks (NWN) bei der Unterzeichnung des MoU

Wasserstoff war Topthema der Hannover Messe 2022

Wasserstoff war Topthema der Hannover Messe 2022

Pressemitteilung

Wasserstoff war eines der Topthemen der HANNOVER MESSE 2022

Mit dem Auftritt des Niedersächsischen Wasserstoff-Netzwerks auf der HANNOVER MESSE 2022, feierte das NWN seine Messepremiere. „Unser erster Messeauftritt war ein voller Erfolg. Wasserstoff war neben Digitalisierung das Topthema der Hannover Messe 2022. Das große Interesse konnten wir nicht nur an den vielen Besuchern am Stand ausmachen, sondern auch an der Vielzahl der Aussteller im Bereich Wasserstoff“, resümiert NWN-Projektleiter Dr. Alexander Bedrunka. In Hannover trafen sich vom 30. Mai bis 02. Juni rund 75.000 Besucher und 2.500 Aussteller.

Niedersachsen ist Wasserstoffland Nr. 1!

Am Niedersachsen-Stand in Halle 3 informierte das NWN die Besucher über Wasserstoff und zeigte, dass Niedersachsen mit rund 80 Projekten Wasserstoffland Nr. 1 ist. Insgesamt waren viele Wasserstoff-Akteure auf der Messe vertreten. Eine derartige Vielfalt und Diversität an Projekten wie in Niedersachsen fanden Besucher aber nur am beim NWN. „Das Interesse am Thema Wasserstoff ist enorm.“ sagt Bedrunka weiter. „Es besteht großer Bedarf an einer zentralen Plattform für Information zum Einsatz von Wasserstoff und Fördermöglichkeiten, sowie zur Vernetzung. Genau das konnten wir als NWN den Besuchern bieten.“

UnternehmensvertreterInnen interessierten sich für den Kontakt und Austausch mit anderen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette sowie für die Unterstützung bei Genehmigungs- und Förderungsverfahren. Insbesondere der geplante Branchenführer des NWN stieß hier auf regen Zuspruch.

Landes- und KommunalpolitkerInnen informierten sich über wegweisende Projekte in Niedersachsen und nahmen die Inspiration wieder mit in ihre jeweiligen Landkreise.

Darüber hinaus besuchten auch viele ausländische Delegationen den NWN-Stand, um sich über die Wasserstoff-Aktivitäten in Niedersachsen zu informieren.

 

 Weitere Infos

Zum Vortrag von Dr. Alexander Bedrunka, Projektleiter NWN mit Simon Pauli, Aspens GmbH auf der Energy Stage

Zum Vortrag von Prof. Dr. Richard Hanke-Rauschenbach zu Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten für Fach- und Führungskräfte.

 

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RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

PROJEKTE

   

RWE baut 14 Megawatt Elektrolyse-Testanlage in Lingen

Das Land Niedersachsen unterstützt den von RWE geplanten Bau einer Test-Elektrolyse in Lingen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Den entsprechenden Bescheid übergab Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz am Dienstag, den 03. Mai 2022. Baustart soll im Juni sein. Die Anlage soll ab Mitte 2023 grünen Wasserstoff erzeugen.

Die Pilot-Elektrolyse wird zunächst eine Kapazität von 14 Megawatt (MW) haben und damit
direkt zu den größten Anlagen ihrer Art in Deutschland gehören. RWE will in der Versuchsanlage
zwei Elektrolyse-Technologien unter industriellen Bedingungen erproben: Der Dresdner
Hersteller Sunfire installiert für RWE einen Druck-Alkali-Elektrolyseur mit einer Kapazität von
10 MW. Parallel dazu errichtet Linde, das weltweit führende Industriegase- und Engineering-
Unternehmen, einen 4-MW-Protonen-Austausch-Membran-Elektrolyseur (PEM). RWE wird
Eigentümer und Betreiber der gesamten Anlage in Lingen sein.

Ab Frühjahr 2023 soll die Anlage mithilfe von grünem Strom pro Stunde bis zu 290 Kilogramm grünen Wasserstoff erzeugen. Das Projekt ist auf drei Jahre mit Option für eine Verlängerung um ein Jahr angelegt.

 

Einsatz

Der dabei erzeugte Wasserstoff soll in ein öffentliches Wasserstoffnetz eingespeist oder dem Brennstoff für Gasturbinen des Kraftwerkes beigemischt werden. Zudem könnte damit die wasserstofffähige Gasturbine versorgt werden, deren Errichtung RWE und Kawasaki bis 2024 in Lingen planen.

 

Standort

Lingen spielt eine Schlüsselrolle in RWEs Wasserstoffstrategie: Im Rahmen des Projekts GET H2 plant das Unternehmen, dort bis 2024 eine erste 100-MW-Elektrolyseanlage zu errichten. Die Kapazität dieser Anlage soll bis 2026 auf 300 MW ausgebaut werden. Ziel von GET H2 ist es, gemeinsam mit Partnern die kritische Masse zu schaffen, die es braucht, um den Aufbau einer überregionalen Wasserstoffinfrastruktur in Gang zu setzen und einen starken europäischen Wasserstoff-Markt zu entwickeln.

Förderung

Das Land Niedersachsen unterstützt den Bau mit 8 Mio. Euro. RWE gab bekannt 30 Mio. Euro in den Bau der Test-Elektrolyse auf dem Gelände des Gaskraftwerks Emsland zu investieren.

Sopna Sury

COO Hydrogen RWE Generation

Bis 2030 wird RWE zwei Gigawatt eigene Elektrolysekapazität schaffen, um damit grünen Wasserstoff zu erzeugen. Die Investitionsentscheidung für eine Versuchsanlage hier in Lingen ist richtungsweisend für uns. Damit wollen wir Betriebserfahrungen im industriellen Einsatz der beiden Technologien sammeln, die etwa im Rahmen von GET H2 im dreistelligen Megawatt-Bereich zum Einsatz kommen sollen. Die Förderzusage des niedersächsischen Umweltministeriums trägt maßgeblich dazu bei, dass dieses Pilot-Projekt umgesetzt werden kann, das den Weg bereitet für künftige Großanlagen.

©RWE

Olaf Lies

Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Wir sehen hier in Lingen eine faszinierende Transformationsgeschichte hinein in die Zukunft unserer Energieproduktion. RWE zeigt damit nicht nur, dass es zum Energiestandort Lingen steht. Mit dem Pilotprojekt wird auch der erste Schritt gegangen zum geplanten Aufbau großskaliger Elektrolysekapazitäten hier vor Ort. Hier schaffen wir gemeinsam die Basis für einen ganzen Elektrolyseur-Park, der hier entstehen kann und soll.

Außerdem führt uns der Krieg in der Ukraine so deutlich wie nie zuvor vor Augen, dass wir die Energiewende brauchen – eher heute als morgen. Sie steht mittlerweile für mehr als nur Klimafreundlichkeit, sie wird zum Symbol für Frieden und Unabhängigkeit. Wasserstoff wird dabei fester Bestandteil unseres Energiesystems, ihn brauchen wir zum Erreichen unserer Klimaziele. Die Energiewende kann nur mit Molekülen und Elektronen gelingen. Auch dazu trägt RWE mit diesem Projekt seinen Teil bei.

Durch den Bau und gleichzeitigen Betrieb der beiden unterschiedlichen Elektrolyseurtypen wird ein fundierter Vergleich der technischen und wirtschaftlichen Parameter der beiden Technologien möglich. Die so gewonnen Erkenntnisse können dann einfließen in die anstehenden Investitionsentscheidungen zum Ausbau der Elektrolysekapazität dann im dreistelligen Megawatt-Bereich.

©picture_alliance-Holger_Holleman-dpa

IPCC-Bericht: Wasserstoff für den Klimaschutz

IPCC-Bericht: Wasserstoff für den Klimaschutz

News

IPCC-Bericht: Wasserstoff ist Werkzeug für den Klimaschutz

„Wir sind an einem Scheideweg. Die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, können eine lebenswerte Zukunft sichern. Wir haben die Werkzeuge und das Wissen, um die Erderwärmung zu begrenzen.“

Hoesung Lee, Vorsitzender IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change)

Nicht 1,5 Grad Celsius, nicht 2 Grad Celsius – die bisherigen Ambitionen, die Erderwärmung zu begrenzen, führen uns in eine Welt mit 3,2 Grad Celsius als Anstieg der globalen mittleren Temperatur im Jahr 2100. So lautet das dramatische Ergebnis des gerade veröffentlichten dritten Teils des sechsten IPCC-Berichts. In diesem Teil setzen sich Forschende aus der ganzen Welt insbesondere mit Mitteln zur Begrenzung der Erderwärmung und ihrer dramatischen Folgen auseinander.

Als eines der zentralen Werkzeuge nennt der Bericht in Kapitel 1 dabei klimafreundlichen Wasserstoff. Dabei wird Wasserstoff in industriellen Prozessen bei der Stahlerzeugung als Beispiel von möglichen Maßnahmen behandelt. Gleichzeitig wird die Bereitstellung einer Wasserstoffinfrastruktur als Herausforderung gesehen, bei welcher übergangsweise eine Technologieoffenheit für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft empfohlen wird.[1]

Die entstehenden Kosten der Dekarbonisierung hingen von der Politik, der Gestaltung sowie der Umsetzung des Übergangs in eine emissionsfreie Zukunft ab. Insbesondere die Verfügbarkeit von Technologien spiele bei der Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle. Wissenschaftliche Fortschritte bei Biokraftstoffen, synthetischen Kraftstoffen, aber auch Wasserstoff führten zu einer wirtschaftlichen Verbesserung von „net zero energy systems“[2]. Integrierte Gesamtsystemansätze senkten dabei die Kosten eines solchen Übergangs.

Um diese notwendige Systemflexibilität zu erreichen, spiele die Sektorenkopplung eine entscheidende Rolle, welche fortschrittliche Technologien gezielt in einem Gesamtsystem anwenden könne, so der Bericht. Gleichzeitig könnten Wasserstoffproduktionsprozesse und Wasserstoffspeicher die Resilienz von Energiesystemen erhöhen. Mit einer Gesamtsystemperspektive könne eine integrierte Planung sowohl den kurzfristigen Betrieb als auch langfristige Investitionsentscheidungen unterstützen. Der Bericht zeigt, dass die entsprechende Infrastruktur dann von der lokalen bis zur nationalen und internationalen Ebene abgedeckt werden könne und dabei die Anforderungen an die Versorgungssicherheit erfülle.[3]

Der Weltklimarat hat die Aufgabe inne, die wissenschaftlichen Befunde zum Klimawandel stetig zu überarbeiten. Seit dem Jahr 1990 werden Berichte veröffentlicht, an welchen zahlreiche Forschende arbeiten.[4] Der sechste Sachstandsbericht besteht aus vier Teilen. Der erste Band wurde im August 2021, der zweite Teil im Februar 2022 und der dritte Teil über den Klimaschutz im April 2022 veröffentlicht. Der vierte Band soll als Synthesebericht vermutlich im September 2022 erscheinen.

Der gesamte Bericht kann hier nachgelesen werden: https://www.ipcc.ch/report/sixth-assessment-report-working-group-3/

 

[1] https://report.ipcc.ch/ar6wg3/pdf/IPCC_AR6_WGIII_FinalDraft_FullReport.pdf (Seite 231 im Adobe View, Seite 1-25 des Chapter 1 im gesamten Bericht)

[2] https://report.ipcc.ch/ar6wg3/pdf/IPCC_AR6_WGIII_FinalDraft_FullReport.pdf (Seite 948 im Adobe View, Seite 6-5 des Chapter 6 des Gesamtberichtes)

[3] https://report.ipcc.ch/ar6wg3/pdf/IPCC_AR6_WGIII_FinalDraft_FullReport.pdf, Seite 992 im Adobe View, Seite 6-49 im Chapter 6 des Gesamtberichtes

[4] https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2022-04/ipcc-bericht-klimaschutz-1-5-grad/komplettansicht

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