Regio Plus: Dekarbonisierung von Unternehmen durch Sektorenkopplung 

Regio Plus: Dekarbonisierung von Unternehmen durch Sektorenkopplung 

PROJEKTE

   

Regio Plus: Dekarbonisierung von Unternehmen durch Sektorenkopplung

In dem Projekt Regio Plus wird am Beispiel des Emslandes exemplarisch analysiert, wie Unternehmen in einem zukünftigen Energiesystem eine CO2-arme Produktion sicherstellen können. Hierzu wird der aktuelle Status des Energiesystems analysiert und auf dieser Grundlage herausgearbeitet, wie Unternehmen zukünftig mit der nötigen Energie versorgt werden können. Im Zentrum der Forschung steht dabei die Frage nach Möglichkeiten für die Sektorenkopplung, bei der auch grüner Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen soll. 

Vor dem Hintergrund eines überwiegend auf erneuerbarem Strom basierenden Energiesystems bekommt die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität eine zunehmend größere Bedeutung. Da das Angebot erneuerbarer Energien im Emsland aktuell bereits recht hoch ist, spielt die Nutzung von Überschussstrom schon heute eine wichtige Rolle – die in Zukunft mit einem steigenden Angebot erneuerbarer Energien weiter wachsen wird. Wasserstoff kann in diesem Kontext aufgrund der Flexibilität und Speicherfähigkeit durch Technologien wie Power-to-Gas eine wichtige Rolle spielen. Im Projekt Regio Plus sollen daher verschiedene Querschnittstechnologien analysiert werden und ein zukünftiges Energiesystem modelliert werden.

Dabei sollen speziell die Chancen und Risiken für Unternehmen aufgezeigt werden, die sich im Rahmen der Transformation ergeben. Letztlich sollen die Forschungsergebnisse praxisorientierte Lösungsansätze für Unternehmen bereithalten. Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Regio Plus wurde im Juli 2019 gestartet und läuft noch bis Juni 2022.

Mehr zu dem Projekt lesen Sie hier. 

Die Ergebnisse wurden auch auf einer Konferenz vorgestellt. Folien und weitere Infos finden Sie dazu hier.

Projektpartner:

Hochschule Osnabrück, Landkreis Emsland, Kuiter, westnetz, Energie Achse Ams, Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland, Goldschmidt, Giga Coating, BP Lingen, Stadt Lingen, Stadtwerke Lingen

 

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Green Crane

Green Crane

PROJEKTE

   

Green Crane

Im Rahmen des Projekts Green Crane soll die Wasserstofferzeugung in Spanien mit den Nachfragezentren in Mittel- und Nordeuropa – u.a. Lingen im Emsland – verbunden werden. Hierzu soll in Spanien zunächst grüner Wasserstoff mittels Windenergie und Photovoltaik hergestellt werden. Anschließend soll der grüne Wasserstoff mit Hilfe eines flüssigen organischen Trägermaterials (Liquid Organic Hydrogen Carrier, kurz: LOHC) transportfähig und lagerbar gemacht werden – und auf dem Seeweg über Rotterdam sowie anschließend über die Ems nach Lingen verschifft werden. In der dortigen BP Raffinerie wird der grüne Wasserstoff schließlich wieder freigesetzt und für die Industrie vor Ort nutzbar gemacht sowie in das lokale Wasserstoff-Pipelinenetz eingespeist.

Um den Wasserstoffbedarf Deutschlands zu decken, muss laut der Nationalen Wasserstoffstrategie ein großer Teil des grünen Wasserstoffs importiert werden. Im Projekt Green Crane soll genau dies im Großmaßstab geschehen. Der grüne Wasserstoff wird dabei in Spanien mittels Windenergie und Photovoltaik produziert und mit Hilfe der LOHC-Technologie transportfähig und lagerbar gemacht.

Der grüne Wasserstoff kann so auf dem Seeweg zunächst nach Rotterdam gebracht und per Binnenschiff nach Lingen transportiert werden. Am Standort der BP Raffinerie in Lingen soll der Wasserstoff dann bedarfsgerecht freigesetzt werden – und für die Industrie vor Ort nutzbar gemacht oder in das lokale Wasserstoff-Pipelinenetz eingespeist werden. Geplant ist zunächst die Speicherung und der Transport von bis zu 3.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr mittels LOHC.

Ziel von Green Crane ist es, eine großvolumige europäische Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff mit Hilfe von LOHC aufzubauen. Das Projekt wird daher vom Wirtschafts- und Klimaschutzministerium gefördert und wurde im Jahr 2021 auch als Wasserstoff-IPCEI (Important Projects of Common European Interest) vorausgewählt.

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Partner

Die Hydrogenious LOHC Technologies GmbH mit Sitz in Bayern wurde im Jahr 2013 gegründet und bietet mit der LOHC-Technologie Lösungen für den sicheren und effizienten Transport von Wasserstoff. 

© Hydrogenios LOHC Technologies GmbH

©Tennet

Enagás mit Sitz in Madrid ist ein börsennotierter spanischer Fernleitungsnetzbetreiber für Gas. Enagás betreibt etwa 10.000 km Pipelines in Spanien und setzt vermehrt auf erneurbare Gase.

© Enagás

©Tennet

Naturgy ist ein spanisches Unternehmen im Energiesektor und ist im Feld der Energieversorgung und Energievermarktung aktiv. Der Fokus soll dabei zunehmend auf erneuerbaren Strom und grünen Wasserstoff gelegt werden. 

© Naturgy

©Tennet

Vopak ist ein niederländisches Unternehmen, das sich mit der Lagerung und Distribution von Öl, Gas und Chemieprodukten beschäftigt. Das Unternehmen will neue Wertschöpfungsketten der Wasserstoffwirtschaft erschließen und die Wasserstoff-Mobilität ausbauen.

© Vopak

ENaQ

ENaQ

PROJEKTE

   

© Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg (ENaQ)

ENaQ: Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg

In dem Projekt ENaQ (Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst Oldenburg) wird auf einem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg ein klimaneutrales Quartier errichtet, in dem smarte und nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung und Mobilität eingesetzt werden sollen. Der Energiebedarf wird dabei zum größten Teil über lokal erzeugte erneuerbare Energien gedeckt – grüner Wasserstoff soll als Speichermedium genutzt werden und für die Mobilität zum Einsatz kommen.

Im Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst sollen die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität exemplarisch miteinander gekoppelt werden und ein smartes, klimaneutrales Quartier entstehen. Dabei soll auch Wasserstoff zum Einsatz kommen – einerseits um die Energieversorgung des Quartiers zu sichern, andererseits aber auch, um den praktischen Nutzen von Wasserstoff-Technologien (z.B. im Mobilitätsbereich) aufzuzeigen.

Wasserstoff soll als Speichermedium zum Einsatz kommen und für die Rückverstromung genutzt werden, weshalb das Quartier mit einem Elektrolyseur und einer Brennstoffzelle ausgerüstet wird. Hierzu soll in Zusammenarbeit mit Projektpartnern ein Steuerungssystem auf der Quartiersebene entwickelt werden, das die Produktion, die Speicherung und die Bereitstellung des grünen Wasserstoffs unterstützt. Der nötige erneuerbare Strom soll im Quartier per Photovoltaik oder eventuell zu errichtenden weiteren grünen Stromquellen  produziert werden.  

Neben der Nutzung als Speichermedium soll der grüne Wasserstoff ebenfalls für einen mobilen Wasserstofftankanhänger bereitgestellt werden.

Letztlich soll im Quartier ein Komplettsystem entwickelt werden, das durch die Bereitstellung von lokalem Strom und grünem Wasserstoff eine Basis für die Energieautarkie des Quartiers bildet.

Mehr zu dem Projekt

Am Projekt beteiligt sind: OFFIS – Institut für Informatik, Stadt Oldenburg, DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme, BTC Business Technology Consulting AG, Quantumfrog GmbH, SCHULZ Systemtechnik GmbH, KEHAG Energiehandel GmbH, Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., ELECTRIC-SPECIAL Photronicsysteme GmbH, Deutsche WindGuard GmbH, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, New Power Pack GmbH, Universität Vechta, Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung GmbH, Anleg GmbH, embeteco GmbH & Co. KG, Jade Hochschule Oldenburg, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung, Junge Haie GmbH, GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH, EWE NETZ GmbH.

Mehr Informationen zu den Projektpartnern gibt es hier. 

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ELEMENT EINS

ELEMENT EINS

PROJEKTE

   

ELEMENT EINS – ENERGIEWENDE MIT SEKTORKOPPLUNG

Im Projekt ELEMENT EINS soll eine Möglichkeit entwickelt werden, „Grüne Energie“ im Industriemaßstab vom Produktionsort im Norden Niedersachsens bis zu industriellen Verbrauchern zu transportieren. Gelingen soll dies durch eine Power-to-Gas-Anlage, die mithilfe von Windenergie grünen Wasserstoff herstellt. Dieser grüne Wasserstoff soll anschließend in bestehende Gas-Infrastruktur eingespeist und für die Industrie, aber auch den Mobilitätssektor nutzbar gemacht werden.

Im Projekt ELEMENT EINS soll eine Anlage mit einer Leistung von 100 Megawatt errichtet werden, die Wasserstoff im industriellen Umfang erzeugen kann. Letztlich soll die Anlage bis zu 20.000 m³/h grünen Wasserstoff herstellen und diesen in das Gasnetz beimischen. 

Die Pilotanlage soll im Jahr 2022 schrittweise ans Netz gehen und mittels Windstrom Gas erzeugen. Hierdurch werden neue Speicherpotenziale für erneuerbaren Strom erschlossen, da die Erzeugung zeitlich von dem Verbrauch entkoppelt werden kann.

Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Kopplung der Sektoren Energie, Industrie und Mobilität zu erreichen. So soll der grüne Wasserstoff nicht nur über bestehende Gasinfrastruktur von der Nordsee in Richtung industrieller Abnehmer in Bremen oder im Ruhrgebiet transportiert, sondern auch für die Mobilität bereitgestellt werden.

Der benötigte Windstrom soll in Ostfriesland produziert werden, der sowohl auf dem Land als auch auf See in hohem Maße zur Verfügung steht. Die Power-to-Gas-Pilotanlage wird in der Gemeinde Diele im Landkreis Leer errichtet, wo ein zentraler Knotenpunkt der Strom- und Gasinfrastruktur in Norddeutschland liegt.

ELEMENT EINS wurde im Jahr 2019 vom Bundeswirtschaftsministerium als „Reallabor der Energiewende“ gefördert. Die im Projekt gesammelten Erfahrungen sollen dem Markt transparent zur Verfügung gestellt werden, um eine Weiterentwicklung der Power-to-Gas-Technologie zu ermöglichen.

In Zukunft soll das Projekt in enger Kooperation mit dem Vorhaben „Clean Hydrogen Coastline“ durchgeführt werden. Ende November 2021 wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Hierdurch soll die niedersächsische Küstenregion zu einem ersten europäischen Wasserstoffcluster werden, in dem eine komplette Wertschöpfungskette etabliert wird.

Mehr zu dem Projekt

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Partner

Die Gasunie Deutschland GmbH & Co. KG ist als Fernleitungsnetzbetreiber für ein rund 4.300 Kilometer langes Fernleitungsnetz verantwortlich.

© Gasunie

Die Thyssengas GmbH ist ein Ferngasnetzbetreiber für Erdgas mit einem 4.400 km langen Transportnetz und forscht in unterschiedlichen Vorhaben zum Thema Wasserstoff und Wasserstoffinfrastruktur.

© Thyssengas

©Tennet

TenneT TSO GmbH ist ein Übertragungsnetzbetreiber mit einer Netzlänge von 24.000 Kilometern und ca. 5.700 Beschäftigten.

© TenneT

Wasserstoffspeicher in Etzel

Wasserstoffspeicher in Etzel

PROJEKTE

   

©STORAG ETZEL

In Etzel untersuchen Experten im Verbundvorhaben H2CAST, ob die lokalen Salzstöcke zur Speicherung großer Mengen Wasserstoffs geeignet sind. ©STORAG ETZEL

SALZKAVERNEN ALS WASSERSTOFFSPEICHER

Energiespeicher spielen eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit. In Niedersachsen gibt es unterirdische Salzkavernen, die bisher als Öl- und Gasspeicher genutzt wurden. Ob diese auch als Speicher für Wasserstoff fungieren können und welche Umbauten dazu gegebenenfalls notwendig sind, untersucht jetzt das Verbundprojekt H2CAST in Etzel. Das Vorhaben wird finanziell vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz unterstützt.

In über 750 Meter Tiefe des massiven Salzstocks Etzel lagern Gas und Erdöl in sogenannten Kavernen. Diese sind künstlich erstellte Hohlräume im Untertagebau. Das Wasserstoff-Forschung & Entwicklungsprojekt H2CAST Etzel soll aufzeigen, dass diese Kavernen nicht nur Öl und Gas, sondern auch große Mengen Wasserstoff speichern können. Die vorhandenen Kavernen sollen dann bis zu 22.5 TWh Wasserstoff vorhalten. Ein ausgeklügeltes Pendelbetriebssystem zwischen zwei Kavernen soll u.a. helfen das Speichervolumen sowie den Druck variabel anzupassen. Das Projekt im industriellen Maßstab könnte wegweisend für viele weitere Salzkavernen in Europa sein.

H2CAST ist die Abkürzung für H2 Cavern Storage Transition, und steht für die Umrüstung bestehender Kavernen und Anlagen für die Speicherung von Wasserstoff.

Boris Richter, STORAG ETZEL

„Wir wollen den niedersächsischen Standort Etzel „H2-ready“ machen, d.h. vorbereiten auf den absehbaren Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft, der helfen wird, die deutsche Industrie zu dekarbonisieren, sprich CO2-freier und klimafreundlicher zu gestalten. Auf diese Weise wird die Versorgungssicherheit mit CO2-freier Energie in Zukunft gewährleistet. Der Standort ist dabei für Nordwesteuropa von entscheidender Bedeutung.

Die Energiewende braucht ab spätestens dem Jahr 2030 diese Großspeicher, da H2-Angebot und -Nachfrage zeitlich und räumlich auseinanderliegen werden. Den Standort zukunftsfähig für nachfolgende Generationen aufzustellen, das ist unser Ziel!“

Christian Rode, EKB Storage

Christian Rohde ergänzt, „dass äußerst flexible, großvolumige Untertagespeicher für die Energiewende von essenzieller Bedeutung sind, da sie als variabler Puffer die Lieferketten sichern und zwischen Wasserstoff-Produktion oder

-Import und den Verbrauchern am Markt dienen. Der Standort Etzel ist dabei besonders prädestiniert durch seine bestehende infrastrukturelle Bedeutung.“

Olaf Lies, Energieminister

„Wasserstoff wird fester Bestandteil der künftigen Energiewirtschaft. Ohne Speicher wird das nicht gelingen. Mit H2CAST Etzel fördern wir ein Pilotvorhaben im industriellen Maßstab. Dazu hat sich ein kompetentes und erfahrenes Projektkonsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengetan. Besonders ist, dass erstmals hier in Niedersachsen vorhandene Kavernen, die für Öl- und Gasspeicherung vorgesehen sind, für Wasserstoff umgewidmet werden sollen. Auch der beabsichtigte Sole- Pendelbetrieb wurde so noch nicht umgesetzt. Das Pilotprojekt ist auch Startpunkt für eine mögliche lokale Wertschöpfungskette. Wir schaffen Wissen, das auch andernorts gefragt sein dürfte. Mit der Förderung sorgen wir mit dafür, dass wir auch in Zukunft eine gesicherte Energieversorgung haben werden, letztlich ohne Öl- und Erdgas, und lokale Wertschöpfung der Energiedrehscheibe Niedersachsen erhalten.“

H2CAST Etzel Projektteam 

  • STORAG ETZEL (Anbieter von Kavernenspeichern)

STORAG ETZEL baut, unterhält und vermietet am Standort Etzel in Ostfriesland untertägige Speicherkapazität für Gas und Öl. Mieter sind nationale und europäische Erdölbevorratungs-Organisationen und internationale Unternehmen aus der Energiebranche. Unter anderem lagert in Etzel ein Großteil der deutschen Rohölreserve.

    • KBB (Planung, Bau und Betrieb von Untertagespeichern)

    Die DEEP.KBB ist wesentlich mit der Planung, dem Bau und Betrieb von Untertagespeichern im Salz zur Speicherung von Erdgas, Mineralöl, Gas- und Ölprodukten sowie mit Speicherung erneuerbarer Energien, insbesondere Druckluft und Wasserstoff befasst. Schwerpunkte: Geologie, Gebirgsmechanik, Bohr- und Komplettierungstechnik, Thermodynamik, Soltechnik, Dichtheitstests, Kavernenflutungen, Gasbefüllungen und Reservoir Engineering.

    • DLR – Institut für Vernetzte Energiesysteme

    Das Institut für Vernetzte Energiesysteme ist im Juni 2017 ins Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) aufgenommen worden. Vorrangiges Forschungsziel der drei wissenschaftlichen Abteilungen Stadt- und Gebäudetechnologien, Energiesystemtechnik und Energiesystemanalyse ist die Entwicklung von Technologien und Konzepten zur Gestaltung der Energiewende.

    • Hartmann Valves

    Hartmann Valves ist Anbieter von Spezialkugelhähnen, Bohrlochköpfen sowie zugehörigem Service und Prüfungen, u.a. auch bei Lösungen für Anwendungen und die Untergrundspeicherung von Wasserstoff.

    • TU Clausthal

    Der Lehrstuhl für Geomechanik und multiphysikalische Systeme der TU Clausthal befasst sich mit der Standsicherheit und Dichtheit von Salzkavernen zur Speicherung von Energierohstoffen wie Erdgas und Erdöl, zur Druckluftspeicherung und zur Solegewinnung. Für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in Forschung und Lehre verfügt der Lehrstuhl über ein umfangreich ausgestattetes Labor (z. Zt. 25 felsmechanische Prüfanlagen), einen leistungsfähigen Rechnerpool und diverse numerische Programmsysteme.

    • SOCON

    SOCON Sonar Control Kavernenvermessung ist auf die geophysikalische Vermessung von Kavernen, Bohrungen und untertägigen Hohlräumen spezialisiert.

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    Sektorenkopplung für den Eigenbedarf

    Sektorenkopplung für den Eigenbedarf

    PROJEKTE

       

    SEKTORENKOPPLUNG FÜR DEN EIGENBEDARF

    Sektorenkopplung ist von zentraler Bedeutung für eine funktionierende Wasserstoffwirtschaft. Das vom Land Niedersachsen geförderte Pilotprojekt der Open Grid Europe GmbH (OGE) setzt nun die Kopplung der Sektoren für den Eigenbedarf in den Fokus. Das Projekt „Realbetrieb KRUH2“ umfasst die Produktion, Speicherung und Nutzung von grünem Wasserstoff am Standort Krummhörn in Niedersachsen. Der Wasserstoff kommt dabei für die Wärmeversorgung, als alternativer Kraftstoff für die Betriebsfahrzeugflotte der OGE, und zur Rückverstromung zum Einsatz. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz unterstützt das Vorhaben der OGE mit 2,81 Mio. Euro.

    „Wir wollen hier in Ostfriesland zeigen, wie die Energiewende mit Wasserstoff zum Erfolg werden kann“, sagt Dr. Jörg Bergmann, Sprecher der Geschäftsführung der OGE. „Was hier vor Ort im Kleinen zeitnah umgesetzt wird, kann als Blaupause für eine Wasserstoffwirtschaft in ganz Deutschland dienen. Ich freue mich sehr, dass uns dabei das Land Niedersachsen so stark unterstützt.“

    Energieminister Olaf Lies: „Erneuerbare Energien sind das Herzstück des Klimaschutzes. Dazu werden wir den Ausbau von Wind an Land, auf See und Photovoltaik konsequent voranbringen. Aber Strom alleine wird nicht funktionieren. Wir brauchen die strategische Kombination von Strom und Gas. Ohne Wasserstoff werden wir die Klimaziele nicht erreichen können. Mich freut, dass OGE in dem Projekt zeigen wird, wie Wasserstoff in den Sektoren Wärme, Strom und Mobilität genutzt werden kann. Das ist Sektorenkopplung und das ist die Zukunft unserer Energiewelt. Gut, dass wir hier Unternehmen haben, die in Sachen Wasserstoffwirtschaft vorangehen wollen. Wir unterstützen sie dabei gern.“

    Besonderheiten des Projekts:

    Innovativer Wasserstoffkreislauf

    Am Unternehmensstandort Krummhörn wird ein innovativer Wasserstoffkreislauf errichtet: ein PEM-Elektrolyseur, ein Zwischenspeicher und eine brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage (bKWK-Anlage).

    Der Elektrolyseur

    Der PEM-Elektrolyseur hat eine Leistung von 1 Megawatt (MW) und eine Kapazität von 210 Normkubikmeter Gas pro Stunde (Nm³/h). Die umliegenden Onshore- und Offshore-Windparks stellen den Strombedarf von 1,2 MW bereit.

    Der Zwischenspeicher

    Für die Zwischenspeicherung des Wasserstoffs wird ein Röhrenspeicher mit einer Kapazität von 2.400 Kubikmetern (m³) errichtet.

    Die bKWK-Anlage

    Für die Erzeugung von Elektrizität und Abwärme sorgt die brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplung-Anlage (bKWK-Anlage). Hierbei handelt es sich um eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle mit einem Elektrolyten aus keramischem Werkstoff. Grundlage ist die Festoxidbrennstoffzellen-Technik (Solid Oxide Fuel Cell – oder kurz SOFC-Technik). Vorteil daran ist, dass der flüssige Elektrolyt durch eine spezielle Keramik ersetzt ist, was in diesem Fall einen besonders hohen Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung aus Wasserstoff ermöglicht. Diese wird noch gesteigert dadurch, dass die Abwärme zur Beheizung der Betriebsstätte genutzt werden wird. Für den weiteren notwendigen Wärmebedarf werden zwei vorhandene Brennwertkessel auf den Einsatz von Wasserstoff umgerüstet.

    PKW-Wasserstoffbetriebstankstelle

    Eine noch zu errichtende PKW-Wasserstoffbetriebstankstelle soll den OGE Fuhrpark mit alternativen Kraftstoffen versorgen (Fülldruck: 700 bar). Der Fuhrpark soll mit mindestens drei wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeugen erweitert werden. 

    Geplanter Zeitraum des Projekts ist bis Sommer 2023.

     

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    Partner

    Die Open Grid Europe GmbH (OGE) ist ein europäischer Fernleitungsnetzbetreiber mit einem Leitungsnetz von ca. 12.000 km.

    Logo: © Open Grid Europe GmbH