10 Megawatt Elektrolyseur im Hafen Brake

10 Megawatt Elektrolyseur im Hafen Brake

PROJECTS

Hydrogen economyQuelle: Andreas Burmann

Am Hafen in Brake soll ein 10-Megawatt Elektrolyseur entstehen!

Lhyfe baut 10 Megawatt Elektrolyseur im niedersächsischen Brake

Im niedersächsischen Brake beginnt ab Februar 2024 die Errichtung eines Elektrolyseurs mit einer Leistung von 10 Megawatt. Das Projekt wird von dem Wasserstoffproduzenten Lhyfe auf dem Gelände der NiedersachsenPorts am Braker Hafen umgesetzt und soll – insbesondere im Bereich der Mobilität und der Industrie – in die lokale Wertschöpfung eingebettet werden. Durch die 10 MW Anlage können laut Lhyfe künftig bis zu 1.150 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr produziert werden.

Dem Aufbau von Elektrolyse-Kapazitäten kommt für den erfolgreichen Wasserstoff-Hochlauf eine entscheidende Bedeutung zu. Das französische Unternehmen Lhyfe ist als Wasserstoff-Hersteller und -Lieferant in 12 europäischen Ländern aktiv und will nun auch im niedersächsischen Brake grünen Wasserstoff herstellen.

Der hierfür nötige erneuerbare Strom soll von verschiedenen Produzenten mittels Power-Purchase-Agreements (PPA) aus Wind- und Photovoltaikanlagen bezogen werden. Den ersten Wasserstoff wird Lhyfe voraussichtlich ab 2025 an verschiedene Kunden für Industrie- und Mobilitätsanwendungen liefern.

Der produzierte Wasserstoff soll darüber hinaus auch in das Wasserstoffnetz vor Ort eingespeist werden. So können industrielle Betriebe, die per Pipeline an das Wasserstoffnetz angebunden sind, von der Elektrolyseleistung vor Ort profitieren. Das Projekt soll zudem einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des industriellen Hafenkomplexes und des Seeverkehrs in der Region leisten.

Spatenstich am 1. Februar 2024 in Brake 

Die Umsetzung des Projektes läuft bereits auf Hochtouren, denn die Bauarbeiten im Braker Hafen haben Anfang 2024 begonnen. Am 01. Februar erfolgte in diesem Kontext der symbolische Spatenstich in Brake. Weitere Informationen dazu gibt es hier. 

Quelle: Andreas Burmann

Spatenstich in Brake: Am 1. Februar wurde der Spatenstich von Dr. Alexander Bedrunka (Projektleiter NWN), Tim Eshold (Glencore / H2 Marsch), Holger Banik (Geschäftsführer von Niedersachsen Ports), Olaf Lies (Niedersächsischer Wirtschaftsminister), Luc Graré (Head of Central & Eastern Europe bei Lhyfe) und Michael Kurz (Bürgermeister der Stadt Brake) gesetzt. 

Stimmen zum Projekt

Das Vorhaben vereint Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Stärke und steht exemplarisch für die erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Weg zu einer umfassenden und nachhaltigen Transformation unseres Energiesystems.  

Olaf Lies

Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung

Wir freuen uns, dieses Vorzeigeprojekt von 10 MW realisieren und das Land Niedersachen bei seinen ambitionierten Zielen des flächendeckenden Aufbaus einer Wasserstoffinfrastruktur unterstützen zu können.

Luc Graré

Head of Central & Eastern Europe bei Lhyfe

Über Lhyfe:

Lhyfe ist eine europäische Gruppe mit etwa 195 Mitarbeitenden, die grünen und erneuerbaren Wasserstoff herstellt und liefert. Die Produktionsstätten und das Projektportfolio zielen darauf ab, den Zugang zu grünem Wasserstoff in industriellem Maßstab insbesondere für den Industrie- und Verkehrssektor zu ermöglichen.

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    Emden E1

    Emden E1

    PROJECTS

    Hydrogen economyQuelle: Statkraft

    In Emden will Statkraft einen 10-Megawatt-Elektrolyseur aufbauen, der insbesondere für den Schwerlastverkehr grünen Wasserstoff produzieren soll. 

    Emden E1

    Im Jahr 2026 plant Statkraft in Emden die Elektrolyseanlage „Emden E1“ in Betrieb zu nehmen, um grünen Wasserstoff herzustellen. Der Elektrolyseur soll eine Leistung von 10 Megawatt haben und stündlich etwa 200 Kilogramm Wasserstoff erzeugen. Der grüne Wasserstoff soll im regionalen Verkehrssektor zum Einsatz kommen.

    Der geplante Elektrolyseur Emden E1 soll in die bestehende Standortinfrastruktur von Statkraft in Emden integriert werden. In Emden betreibt das Unternehmen bereits ein Biomasse- und ein Gaskraftwerk. Das Ziel ist, den lokal erzeugten grünen Wasserstoff im regionalen Verkehrssektor, insbesondere im Schwerlastverkehr einzusetzen. Der neue Elektrolyseur mit einer Kapazität von 10 Megawatt wird künftig stündlich etwa 200 Kilogramm Wasserstoff aus erneuerbaren Energien herstellen. Damit könnten etwa 100 wasserstoffbetriebenen Lastkraftwagen ein Jahr lang fahren.

    Vorgesehen ist, dass der erste grüne Wasserstoff bereits ab 2026 erzeugt wird. Hierzu wurden die erforderlichen technischen Planungsarbeiten für den Elektrolyseur abgeschlossen. Die  Antragsdokumente für das dazugehörige Genehmigungsverfahren wurden im März 2023 bei den zuständigen Behörden in Emden und Oldenburg eingereicht. Eine Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet.

    Quelle: Statkraft

    Während der derzeit laufenden Planungsphase wird nicht nur die technische, sondern auch die wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens geprüft. Nach dem Abschluss der Planungen und einer erfolgreichen Genehmigung durch die Behörden wird Statkraft die finale Investitionsentscheidung treffen. Sollte dies gelingen, könnte Ende 2024 mit den ersten Bauarbeiten begonnen und der erste grüne Wasserstoff am Standort in Emden bereits im Jahr 2026 erzeugt werden. Bei einer erfolgreichen Umsetzung plant Statkraft die Erweiterung der Elektrolyse Kapazität am Standort auf bis zu 200 MW in einem zweiten Projekt.

    Für das Projekt Emden E1 wurden Fördermittel aus dem nationalen Innovationsprogramm Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie beantragt.

    Mehr zu dem Projekt gibt es hier.

    Quelle: Statkraft

    Über Statkraft:

    Statkraft ist ein norwegischer Energiekonzern mit Hauptsitz in Oslo und Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern erzeugt Strom aus Wasser, Wind, Sonne und Gas – und ist zunehmend auch im Bereich des grünen Wasserstoffes aktiv. Hierbei liegt der Fokus auf den Wasserstoff-Wertschöpfungsketten in den Bereichen Industrie und Transport. 

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      Wasserstoff-Forschung am Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik

      Wasserstoff-Forschung am Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik

      PROJECTS

         

      Turbomaschinen für zukünftige Energiewandlungssysteme

      Wasserstoff-Forschung am Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik (Leibniz Universität Hannover)

      Für die Umsetzung der Energiewende spielt erfolgreiche Forschung an Universitäten und Hochschulen eine entscheidende Rolle. Denn die Forschung sorgt für technologische Innovation und hilft dabei, Lösungen für komplexe Herausforderungen zu finden. Zudem trägt die Forschung dazu bei, neue oder verbesserte Produkte und Verfahren zu entwickeln, welche die Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Märkte erschließen können. Dies gilt speziell im Kontext Wasserstoff, da der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft noch in den Startlöchern steht. Doch wie sieht die Wasserstoff-Forschung konkret aus? Wir haben beim Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik (TFD) der Leibniz Universität Hannover nachgefragt, wie die Forschung im Themenfeld Wasserstoff am Institut abläuft

      „Die Verwendung von Wasserstoff im Mobilitätssektor ist aktuell sehr gefragt: Insbesondere in Bereichen, in denen eine Elektrifizierung nur schwer möglich ist – also z.B. im Schwerlast-, im Zug- oder Flugverkehr – kann der Einsatz von Wasserstoff für die notwendige Dekarbonisierung des Verkehrs sorgen“, so Prof. Seume, Leiter des Instituts für Turbomaschinen und Fluid -Dynamik (TFD).

      Sogenannte Turbomaschinen sind in diesem Kontext wichtige Komponenten, um den Wirkungsgrad und die Leistungsdichte bei der Wasserstoff-Nutzung zu verbessern und demzufolge Emissionen zu reduzieren. Das Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik (TFD) der Leibniz Universität Hannover forscht dazu an vielfältigen Projekten, in denen der effiziente Wasserstoff-Einsatz geprüft wird – sei es chemisch umgesetzt in der PEM-Brennstoffzelle oder verbrannt in Wasserstoff-Motoren und Flugzeugtriebwerken. Die vielfältigen Forschungsgebiete im Kontext Wasserstoff betont auch Dr. Dajan Mimic, Gruppenleiter Axialverdichter im TFD: „Die Themen Wasserstoff und Turbomaschinen sind vielfältig verknüpft. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von Wasserstoff-betriebenen Gasturbinen über Brennstoffzellen-Luftversorgungssysteme bis hin zur vollständigen Integration von Brennstoffzellen in hybride Flugtriebwerksarchitekturen.“

      Wasserstoff im Fokus zahlreicher Forschungsprojekte

      Die Vielfältigkeit der Wasserstoff-Forschung wird auch bei einem Blick auf die Forschungsprojekte deutlich, die am TFD umgesetzt werden. Im Jahr 2021 wurde das vom Land Niedersachsen geförderte Forschungskonsortium „Nachhaltige Wasserstoff-Verbrennungskonzepte (WaVe)“ gestartet. Im Rahmen des Projektes untersucht das TFD Möglichkeiten der sogenannten Hochaufladung von Wasserstoff-Motoren. Motivation ist es, die Verbrennungstemperaturen durch einen großen Luftüberschuss zu reduzieren und dadurch Stickoxidemissionen nahezu gänzlich zu vermeiden. Hierdurch können saubere Wasserstoff-Verbrennungsmotoren entwickelt werden, die den schadstofffreien Einsatz von Wasserstoff im Mobilitätssektor gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Motor mit einem hocheffizienten Aufladesystem ausgestattet werden, welches die notwendige Luft zur Verfügung stellt. Dafür wird am Institut ein Axialverdichter mit einem Spitzenwirkungsgrad über 80% entwickelt und zukünftig experimentell erprobt. Das Projekt wird voraussichtlich im April 2024 abgeschlossen. Beim NWN wurde das Projekt „WaVe“ auf der folgenden Seite beschrieben.

      Der Wirkungsgrad im Fokus

      Beim Einsatz von Wasserstoff spielt der Wirkungsgrad eine entscheidende Rolle. Das Institut widmet sich daher speziell der Verbesserung des Wirkungsgrads von Brennstoffzellen – genauer gesagt von PEM-Brennstoffzellen. Hierzu wurden in dem Projekt „ARIEL“ die Aggregate zur Luftversorgung der Kathode (ARIEL) optimiert.

      Im Projekt ARIEL untersuchtes Aufladesystem für PEM Brennstoffzellen. Quelle

      Im Projekt „REZEBT“ wurde wiederum ein Rezirkulationsgebläse entwickelt, welches ungenutzten Wasserstoff vom Austritt der Brennstoffzelle zum Eintritt zurück befördert. Dadurch wird der Wasserstoffbedarf reduziert und sowohl die Lebensdauer als auch die Effizienz der Brennstoffzelle deutlich erhöht. Die PEM-Brennstoffzellen sollen in der Leistungsklasse 80 – 200kW elektrischer Leistung eingesetzt werden. Der Hauptanwendungsfall ist daher im Pkw- und Schwerlastverkehr – aber auch auf Schienen-, Maritime- und Luftfahrtanwendungen ist das Wissen übertragbar.

      REZEBT: Neuartiges Wasserstoff-Rezirkulations-Gebläse zur Effizienzsteigerung von Brennstoffzellen, Quelle

      Im Exzellenzcluster SE²A (EXC 2163) wird das bisher generierte Wissen angewendet und erweitert, um den Einsatz von PEM-Brennstoffzellen auch in der Luftfahrt zu ermöglichen. Die Herausforderungen, welche der niedrige Umgebungsdruck bei großen Flughöhen mit sich bringt, werden durch innovative Verdichterkonzepte bewältigt. So werden z.B. Mechanismen der aktiven Strömungsbeeinflussung durch Lufteinblasung und Grenzschichtabsaugung untersucht und perspektivisch mit gezielter Befeuchtung und Kühlung der Gasströmung kombiniert.

      Wissenschaftlicher Nachwuchs kann wichtige Erfahrungen sammeln

      Um auch den wissenschaftlichen Nachwuchs im Umgang mit Wasserstoff zu schulen und wichtige Erfahrungen sammeln zu lassen, begleitet das TFD zudem ein Team von Studierenden beim Aufbau eines wasserstoffbetriebenen Multikopters. In dem von der Region Hannover geförderten Projekt wird ein Multikopter mit einem Durchmesser von über 2 Metern konstruiert und erprobt, welcher eine Abflugmasse von fast 25kg hat. Durch den Einsatz von Wasserstoff erreicht der Multikopter längere Flugzeiten, als mit konventionellen Lithium-Ionen Akkus derzeit möglich sind. Weitere Informationen dazu finden sich hier und hier.

      Konstruktiver Entwurf des Multikopters, welcher mit einer Brennstoffzelle mit einer Leistung von 2,4 kW betrieben wird.

      Mehr zu diesen und weiteren Wasserstoff-Forschungsprojekten des Instituts:

      Hydrogen drying by absorption

      Hydrogen drying by absorption

      PROJECTS

         

      ©UniperSource: Bilfinger

      Bilfinger's hydrogen drying plant will enable large-scale hydrogen treatment.

      Decentralized hydrogen drying by absorption

      The storage of green hydrogen is a central instrument to ensure the security of supply with renewable energies. Cavern storage facilities can offer suitable storage options - especially in Lower Saxony. However, in order to be able to convert the hydrogen back into electricity or feed it from the caverns into the pipeline network, it must first be dried. In this connection, Bilfinger is currently developing a demonstration plant in Cloppenburg in which the hydrogen is freed from moisture by absorption. This so-called "absorption drying" is already being implemented on a large scale for natural gas for gas storage - and is now also to be used for drying large quantities of hydrogen.

      News (13.12.2023): Bilfinger unterstützt Uniper bei Wasserstoffspeicher-Projekt in Krummhörn

      Uniper untersucht derzeit im niedersächsischen Krummhörn die unterirdische Speicherung von Wasserstoff in einer Salzkaverne. Hierzu wird die Konstruktion und der Betrieb einer Wasserstoff-Testkaverne (3.000 m³) zur unterirdischen Speicherung von Wasserstoff vorangetrieben.

      Bilfinger wird das Unternehmen Uniper bei der obertägigen Anlagentechnik der Wasserstoffkaverne mit Engineering-, Beschaffungs- und Baumanagementleistungen (EPCm) unterstützen. Auch die H2DRY-Technologie soll zur Wasserstofftrocknung zum Einsatz kommen. Mehr erfahren

       

      News (26.05.2023): Projekt zur Wasserstoff-Speicherung erreicht nächste Phase: H2dry Anlage von Bilfinger wird am EWE Gasspeicher-Standort in Rüdersdorf aufgebaut

      Bilfinger hat in Cloppenburg eine Demonstrationsanlage entwickelt, in welcher der Wasserstoff durch Absorption von Feuchtigkeit befreit wird.

      Die sogenannte „H2dry Anlage“ wurde nun zum Gasspeicherstandort der EWE AG nach Rüdersdorf bei Berlin geliefert, wo die Speicherung von Wasserstoff in unterirdischen Kavernen exemplarisch getestet wird. Die Erkenntnisse sollen auf Kavernen mit dem 1.000 fachen Volumen übertragen werden können. Mehr erfahren

      The drying process developed in the project enables efficient and large-scale hydrogen treatment, which is essential for the storage and subsequent grid feed-in of green hydrogen. Since the technology has already been tested in the context of natural gas drying, the plant can also be used to dry large quantities of hydrogen cost-effectively, which are necessary for the development of the hydrogen economy. After storage - for example from caverns - the hydrogen is dried in the absorption drying process using a suitable scrubbing liquid and can then either be used to generate electricity or fed into the transport network. The plant should enable hydrogen to contribute to the energy supply in a similarly flexible way as natural gas.

      The joint project of Bilfinger Engineering & Maintenance GmbH and the Institute of Thermodynamics at Leibniz Universität Hannover is funded by the state of Lower Saxony and is an important part of the energy transition, as Lower Saxony's Environment Minister Olaf Lies emphasizes: "The implementation of this project is a major step for the energy transition. Decentralized hydrogen drying by absorption for gas storage and grid injection, is an essential step for the hydrogen economy. With this technology, hydrogen can be treated economically on a large scale and this enables the integration of renewable energies into our energy system. For example, hydrogen produced using wind and solar power, or hydrogen soon to be stored in caverns, can be fed into the transportation grid."

      After production at Bilfinger Engineering & Maintenance GmbH in Cloppenburg, Lower Saxony, a test phase and demonstration operation will follow in early 2023 in Rüdersdorf in Brandenburg, where EWE Gasspeicher GmbH is currently investigating a salt cavern as a potential storage site for hydrogen as part of the HyCAVmobil project.

      More about the project

      Project participants

      Bilfinger is an internationally active industrial services provider. The aim of the Group's activities is to increase the efficiency of plants in the process industry, ensure their availability, reduce emissions and lower maintenance costs. Bilfinger offers services in various areas, from consulting, engineering, manufacturing, assembly and maintenance to environmental technologies and digital applications.

      Bilfinger Engineering & Maintenance GmbH is part of the international Bilfinger Group and is active in industrial services. More than 3,000 employees plan and monitor plants in the process industry in the chemical, petrochemical and pharmaceutical sectors, among others.

      The Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover is Lower Saxony's largest university with around 30,000 students. The Institute of Thermodynamics represents technical thermodynamics in the Faculty of Mechanical Engineering at Leibniz Universität Hannover in teaching and research.

       

      H2Marsch

      H2Marsch

      PROJECTS

      H2Marsch: Wasserstoff für eine klimafreundliche Industrie in der Wesermarsch

      Wasserstoff spielt in den Planungen energieintensiver Unternehmen eine zunehmend wichtigere Rolle – insbesondere, wenn es um die Dekarbonisierung nicht oder nur schwer elektrifizierbarer Prozesse im Unternehmen geht. Der Zugang zu Wasserstoff wird somit zu einem zentralen Standortfaktor. In der Region Wesermarsch hat sich daher die Allianz „H2Marsch“ gebildet, welche die Versorgung der Region mit Wasserstoff sicherstellen will. Die Wasserstoff-Beschaffung soll dabei durch den Import per Schiff, die Wasserstoff-Produktion in der Region und die Beschaffung per Wasserstoff-Pipeline gelingen. Hierdurch sollen nicht nur 6.000 Arbeitsplätze gesichert, sondern perspektivisch auch 240.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr reduziert werden.

      Im Rahmen des Projekts H2 Marsch hat sich im Jahr 2022 eine Allianz zur Beschaffung von Wasserstoff für die Dekarbonisierung der Industrie in der Region Wesermarsch gebildet. In der Region gibt es einige energieintensive Unternehmen, die für eine erfolgreiche Dekarbonisierung auf Wasserstoff angewiesen sind. Zu den relevanten regionalen Wasserstoffabnehmern gehören insbesondere Kronos Titan, Airbus Aerostructures, Glencore Nordenham sowie DMK Milchkontor. Auch der EWE Gasspeicher Huntorf (siehe Projektbeschreibung) und die Salzkavernen der USG-Blexen werden in den Planungen bedacht. Das Projekt ist offen für weitere Akteure in der Region. So wird beispielsweise die Anbindung des ehemaligen Kernkraftwerks Unterweser als Energiehub sowie weitere neue Industrie- und Gewerbeflächen mitbetrachtet.

      Für die Wasserstoffallianz sollen perspektivisch rund 500 Gigawattstunden (GWh) Wasserstoff beschafft werden, welche fossile Energieträger ersetzen. Aktuell besteht in der Region ein fossiler Energieverbrauch von etwa 1.100 GWh, wovon ca. die Hälfte elektrifiziert und etwa 50% über Wasserstoff bereitgestellt werden soll (13.000 Tonnen Wasserstoff). Mit einer erfolgreichen Transformation der Industrie in der Wesermarsch können laut Allianz nicht nur 6.000 Arbeitsplätze gesichert, sondern perspektivisch auch 240.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich reduziert werden.

      Derzeit evaluiert die Initiative verschiedene Wege der Wasserstoffbeschaffung für die Region. Hierzu zählt einerseits der Wasserstoff-Import per Schiff und die Wasserstoff-Produktion in der Region, aber auch die Beschaffung per Pipeline. Hierbei gibt es bereits vielversprechende Fortschritte, denn die Region wurde bei dem Entwurf des Wasserstoffkernnetzes mitbedacht.

      Quelle: H2Marsch

      Der Zeitplan: Wasserstoff-Einsatz in der Region soll 2028 starten

      Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, welche potenzielle Wege zur Versorgung der Region mit Wasserstoff aufzeigt. Ab 2024 soll bereits die Transformation der Industrieanlagen gestartet werden, indem zunächst Fördermittel im Themenfeld Forschung und Entwicklung beantragt werden. Die Forschung und Entwicklung selbst soll dann ab 2025 starten und die Transformation der ersten industriellen Anlagen schließlich ab 2026 beginnen.

      Im Kontext der Wasserstoff-Eigenerzeugung in der Region sind erste Entwürfe und Genehmigungsverfahren im Laufe des Jahres 2024 vorgesehen. Der Betrieb von Elektrolyse-Anlagen ist dann ab 2028 geplant.

      Im Bereich des Wasserstoff-Importes soll ab 2025 die nötige Wasserstoff-Infrastruktur aufgebaut werden – unter anderem auch durch Pipeline-Neubauten, die auch im Rahmen des Wasserstoffkernnetzes berücksichtigt wurden. Die Wasserstoffpipeline soll in Form einer Stichleitung von Huntdorf (dortige Anbindung an das Wasserstoffkernnetz) Richtung Nordenham und entlang der bisherigen Gasleitungstrasse verlegt werden. Ebenfalls wurden bereits initiale Gespräche mit Bremerhaven geführt. So wäre eine Anbindung über eine Verlängerung der Trasse unterhalb der Weser vorstellbar.

      Durch die verschiedenen Einzelschritte soll schließlich ab 2028 der Einsatz von Wasserstoff in der Region starten.

      Quelle: H2 Marsch

      Project partners:

      Zu den Projektteilnehmern der Allianz gehören die folgenden Unternehmen/Institutionen:

      • Airbus Aerostructures
      • DMK Deutsches Milchkontor
      • EWE GASSPEICHER
      • EWE NETZ
      • Glencore Nordenham
      • KRONOS TITAN
      • Stadt Nordenham
      • USG-Blexen
      • Wesermarsch Economic Development

      Das Projekt wird von der BBH Gruppe begleitet und erfährt darüber hinaus Unterstützung durch den Landkreis Wesermarsch und die Stadt Brake.

      Interessiert an der Wasserstoffallianz Wesermarsch? 

      Sie haben Interesse an der Wasserstoffallianz Wesermarsch und dem Projekt H2Marsch? Dann können Sie sich gerne mit Tim Eshold in Verbindung setzen (E-Mail: tim.eshold@glencore.de)

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