Clean Hydrogen Coastline

Clean Hydrogen Coastline

PROJECTS

About 400 megawatts of electrolysis capacity will be built in the Clean Hydrogen Coastline project in the Northwest region by 2026. Image source: ©EWE

Clean Hydrogen Coastline

The German North Sea coast is of particular importance in the development of a nationwide hydrogen economy. Due to the high supply of renewable energies, hydrogen can not only be produced in the region, but also stored, integrated into the energy system via existing electricity and gas infrastructure, or used directly on site. The "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) "Clean Hydrogen Coastline" is intended to contribute to the development and expansion of the hydrogen economy in the Northwest region.

News (15.02.2024): IPCEI-Projekte: Europäische Kommission genehmigt Förderungen

Wie die Europäische Kommission bekanntgab, wurde die dritte IPCEI-Runde unter dem Titel „Hy2Infra“ nun genehmigt. Hierdurch dürfen die Mitgliedsstaaten öffentliche Mittel in einer Höhe von bis zu 6,9 Milliarden Euro bereitstellen. In der aktuellen Runde sind 32 Unternehmen im Rahmen von 33 Projekten beteiligt – zu denen auch das Projekt Clean Hydrogen Coastline gehört. Mehr erfahren

News (16.01.2024): Wasserstoff-Kooperation zwischen EWE und ArcelorMittal Bremen

Wie EWE und der Stahlhersteller ArcelorMittal gestern bekanntgaben, haben die beiden Unternehmen die nächste Wasserstoff-Kooperation beschlossen. Demnach soll EWE grünen Wasserstoff nach Bremen liefern, um dort die Dekarbonisierung der Stahlindustrie zu ermöglichen.  Im Zentrum des Vorhabens steht eine 320-Megawatt Erzeugungsanlage, die in Emden installiert werden soll und ab voraussichtlich 2028 grünen Wasserstoff produziert.

Ausgangspunkt für dieses Vorhaben ist das Großprojekt „Clean Hydrogen Coastline“. In dem Projekt wird an der Nordseeküste eine Wasserstoffwirtschaft mit Erzeugungs-, Speicher- und Transportmöglichkeiten aufgebaut. Der Wasserstoff soll schließlich in der Industrie zum Einsatz kommen – neben ArcelorMittal Bremen z.B. auch in Salzgitter bei der Salzgitter AG. Mehr erfahren

News (24.08.2023): Kooperation von EWE AG und Georgsmarienhütte GmbH!

Grüner Stahl aus Georgsmarienhütte – EWE AG und Georgsmarienhütte GmbH geben Wasserstoff-Kooperation bekannt für eine komplett klimaneutrale Stahlherstellung ab 2039!

Ab 2039 soll der Stahl aus Georgsmarienhütte klimaneutral hergestellt werden. Dafür liefert der Kooperationspartner EWE den grünen Wasserstoff aus Erzeugungsanlagen im Nordwesten Deutschlands.

Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil dazu: „Ich freue mich sehr, dass EWE und Georgsmarienhütte sich darauf verständigt haben, den Aufbau der Wasserstoffindustrie deutlich zu beschleunigen. Für die neuen klimafreundlichen Prozesse werden große Mengen erneuerbarer Energie und grünen Wasserstoffs benötigt. Niedersachsen bietet gerade in diesen Bereichen einzigartige Standortvorteile: viel Windenergie auf Land und auf See, wichtige Seehäfen zum Import und zur Verteilung von grünem Wasserstoff und großvolumige unterirdische Formationen zur Speicherung von Wasserstoff. Gerade die Georgsmarienhütte geht einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Die Stahlindustrie bildet die Grundlage vieler Wertschöpfungsketten und wird mit diesem Leuchtturmprojekt dauerhaft Arbeitsplätze sichern. Mit dieser wegweisenden industriellen Transformation werden EWE und die GMH Gruppe signifikant zum Erreichen der Niedersächsischen und damit auch deutschen und europäischen Klimaschutzziele beitragen.“

Mehr Informationen zur Kooperation.

News (04.05.2023): EWE und Salzgitter AG wollen beim Thema Wasserstoff kooperieren!

Am 04.05.2023 haben die Salzgitter AG und der Versorger EWE in Salzgitter eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine Kooperation der beiden Unternehmen beim Thema Wasserstoff vorsieht. So will EWE grünen Wasserstoff erzeugen und nach Salzgitter liefern, den die Salzgitter AG dann für die klimafreundliche Stahlerzeugung im Rahmen des Projekts SALCOS® einsetzt. Die Absichtserklärung wurde von den Vorstandsvorsitzenden Stefan Dohler (EWE) und GUnnar Groebler (Salzgitter AG) im Rahmen des Handesblatt Wasserstoff-Gipfels unterzeichnet.

Mit der Kooperation werden auch die beiden niedersächsischen Groß-Projekte Clean Hydrogen Coastline von EWE und SALCOS® von der Salzgitter AG stärker vernetzt, was auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil begrüßt: „EWE und die Salzgitter AG wollen eng kooperieren in Sachen grüner Wasserstoff – das ist eine sehr gute Neuigkeit für das Energieland Niedersachsen. Diese Kooperation ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion. Ich freue mich, dass die EWE mit der Erzeugung und dem Transport von grünem Wasserstoff das Leuchtturmprojekt SALCOS® der Salzgitter AG entscheidend voranbringt.“

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Im IPCEI „Clean Hydrogen Coastline“ wollen die Industriepartner ArcelorMittal, EWE, Gasunie, swb und Tennet in der Region Nordwest 400 Megawatt Elektrolysekapazität bis zum Jahr 2026 aufbauen. Hierzu gibt es verschiedene Projekte, die bei der Umsetzung helfen sollen.

  • Im Teilprojekt 1 „Elektrolyse Ostfriesland“ will EWE in Emden eine 320-Megawatt-Elektrolyseanlage errichten und damit Wasserstoff im industriellen Maßstab produzieren. Laut EWE könnte in Emden bereits im Jahr 2028 Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
  • Im Teilprojekt 2 „Elektrolyse Bremen“ will EWE ebenfalls einen Elektrolyseur bauen, allerdings in der Hansestadt Bremen. Der grüne Wasserstoff aus dem 50-Megawatt-Elektrolyseur soll – wie der Wasserstoff aus Emden – u. a. für die klimaneutrale Stahlproduktion genutzt werden. Geplant ist beispielsweise die Lieferung von Wasserstoff zum Bremer Standort von ArcelorMittal, zu der Salzgitter AG oder zu der Georgsmarienhütte.
  • Im dritten Teilprojekt „Speicher Huntorf“ plant EWE die Anbindung der Wasserstoffinfrastruktur an seinen Kavernenspeicher in Huntorf. So ist vorgesehen, einen unterirdischen Erdgasspeicher und obertägige Anlagen für die Wasserstoffspeicherung umzurüsten. Wichtige Erkenntnisse soll das Forschungsvorhaben HyCAVmobil von EWE bringen, in dem das Unternehmen in Rüdersdorf bei Berlin Wasserstoff in deutlich kleinerem Maßstab in Kavernenspeicher einspeichert.
  • Im Rahmen des Teilprojekts 4 „H2-Pipeline-Infrastruktur Nordwest“ soll die Wasserstoff-Infrastruktur im Nordwesten optimiert werden. Durch den Bau und die Umstellung von mehreren Pipeline-Abschnitten wird der Anschluss wichtiger Wasserstoff-Abnehmer und -Speicher an das zukünftige europäische Wasserstofftransportnetz hergestellt.

Clean Hydrogen Coastline's many links, for example with the Dutch partners, but also with projects in Hamburg and North Rhine-Westphalia, offer extensive potential for a European IPCEI. This will enable the partners to take a decisive step towards becoming an important building block of a future European hydrogen economy. The main goal of the project is to Integration of hydrogen into existing energy infrastructures.

Partner

©ArcelorMittal
©EWE
©Tennet

ArcelorMittal is an international steel producer with a production volume of seven million tonnes of crude steel (2019), employing around 9,000 people across Germany.

Logo: © ArcelorMittal

 

With around 9,100 employees, EWE AG is one of the largest utilities in Germany that focuses on the corresponding infrastructure in the hydrogen sector.

Logo: © EWE AG

TenneT TSO GmbH is a transmission system operator with a grid length of 24,000 kilometres and approximately 5,700 employees.

Logo: © TenneT TSO GmbH

©Gasunie Germany
©SWB

Gasunie Deutschland GmbH & Co. KG is the transmission system operator responsible for an approximately 4,300 kilometre long transmission system.

Logo: © Gasunie Germany

swb AG is a regional utility company for Bremen and Bremerhaven with around 2,255 employees.

Logo: © swb AG

Hydrogen storage in Krummhörn

Hydrogen storage in Krummhörn

PROJECTS

©UniperSource: Andreas Burmann

On behalf of Uniper Energy Storage, Frank Holschumacher (Prokurist/Vice President Operational Performance Storages) (center) and Johann Westerbuhr (Head of Asset Group North) (right) accepted the funding notification from Lower Saxony's Environment Minister Olaf Lies (left). ©Uniper / Andreas Burmann

HYDROGEN STORAGE IN KRUMMHÖRN

The storage of hydrogen is enormously important for a constant energy supply with renewable energies. To this end, Uniper is investigating the construction and operation of a new salt cavern for the underground storage of hydrogen in Krummhörn. On Friday, July 22, 2022, Lower Saxony's Environment Minister Olaf Lies handed over a funding decision in the amount of €2.375 million for Uniper's planned hydrogen pilot project at the Krummhörn natural gas storage facility site.

News (13.12.2023): Bilfinger unterstützt Uniper bei Wasserstoffspeicher-Projekt in Krummhörn

Bilfinger unterstützt Uniper in Zukunft bei der obertägigen Anlagentechnik der Wasserstoffkaverne in Krummhörn mit Engineering-, Beschaffungs- und Baumanagementleistungen (EPCm). Hierbei soll auch die sogenannte „H2DRY“-Technologie zum Einsatz kommen, bei der dem Wasserstoff nach der Ausspeicherung durch Absorption Feuchtigkeit entzogen wird. Hierdurch kann die wirtschaftliche und effiziente Wasserstoffbehandlung im Großmaßstab gewährleistet werden, welche für die Speicherung und anschließende Netzeinspeisung von Wasserstoff essenziell ist. Mehr erfahren

Unlike electricity, hydrogen can be stored over the long term and later used as a gas or converted back into electricity. This will allow us to balance supply and demand fluctuations in the future. But the existing storage facilities are designed for natural gas or oil and have to be converted for the use of hydrogen.

In this project, Uniper is focusing on developing new storage facilities and investigating how they can be built and operated. The storage facility in Krummhörn will be one of the first of its kind and is scheduled to go into operation by 2024. Uniper will invest around €10 million in the green future project with a storage volume of up to 250,000 cubic meters of hydrogen.

Olaf Lies, Lower Saxony Minister for the Environment and Energy

"The climate crisis and the war against Ukraine are forcing us to push ahead with the energy transition at top speed. It has long been clear that the energy transition cannot succeed with electrons alone. Hydrogen will be a central building block for the success of the energy transition. We need it to become independent of fossil fuels and to decarbonize our energy sector and industry. The advantage of hydrogen is that it can be stored. In order for it to develop this advantage, we need storage facilities, including caverns. I'm pleased that Uniper wants to use cavern storage for hydrogen here in Lower Saxony. We're happy to support this move. It's in all our interests that we go down it quickly."

 

Doug Waters, Managing Director of Uniper Energy Storage

"We are delighted about the funding commitment from the state of Lower Saxony. With the pilot project, we are gathering the empirical data that we urgently need in a world without fossil fuels: namely, how we can realize the storage capability of green electricity in a CO2-free future."

Conversion and trial operation

Uniper Energy Storage will test the construction and operation of a new salt cavern specially built for the storage of hydrogen on a large scale - at the natural gas storage facility in Krummhörn in northern Germany, which has not been used commercially since 2017. For this purpose, a new pilot cavern will be sol-technically constructed using an existing well. During the trial operation, equipment and materials will be tested for hydrogen compatibility, and experience will be gained in the storage of exclusively green hydrogen in a salt cavern and its delivery and further use.

Geographical advantages

Complementing the nearby Uniper site in Wilhelmshaven with the "Green Wilhelmshaven" project, Krummhörn offers ideal conditions as an energy location due to its geographic location near the windy North Sea and the energy technology connection to the gas and electricity grid that has existed for decades, thus strengthening the importance of the region and Lower Saxony as an energy hub in Central Europe.

The hydrogen pilot project "KRUH2" of Open Grid Europe GmbH (OGE), which is also funded by the state of Lower Saxony, is ideally located in the immediate vicinity on the company premises. Here, the focus is on how green hydrogen can be produced on site using an electrolyzer and stored in small quantities to meet a plant's own needs for heat, mobility and electricity.

©UniperSource: Uniper

In Krummhörn, Uniper is investigating the construction and operation of an underground hydrogen storage facility. ©Uniper

About Uniper

Uniper is an international energy company with around 11,500 employees in more than 40 countries. The company plans to become CO2-neutral in European power generation by 2035. With around 33 gigawatts of installed capacity, Uniper is one of the world's largest power producers.

About Uniper Energy Storage

Within the Uniper Group, all competencies for underground gas storage throughout Europe are bundled in Uniper Energy Storage. Uniper Energy Storage operates natural gas storage facilities in Germany, Austria, and the UK with a working gas capacity of more than 7.5 billion cubic meters, thus making a decisive contribution to security of supply.

Hydrogen drying by absorption

Hydrogen drying by absorption

PROJECTS

   

©UniperSource: Bilfinger

Bilfinger's hydrogen drying plant will enable large-scale hydrogen treatment.

Decentralized hydrogen drying by absorption

The storage of green hydrogen is a central instrument to ensure the security of supply with renewable energies. Cavern storage facilities can offer suitable storage options - especially in Lower Saxony. However, in order to be able to convert the hydrogen back into electricity or feed it from the caverns into the pipeline network, it must first be dried. In this connection, Bilfinger is currently developing a demonstration plant in Cloppenburg in which the hydrogen is freed from moisture by absorption. This so-called "absorption drying" is already being implemented on a large scale for natural gas for gas storage - and is now also to be used for drying large quantities of hydrogen.

News (13.12.2023): Bilfinger unterstützt Uniper bei Wasserstoffspeicher-Projekt in Krummhörn

Uniper untersucht derzeit im niedersächsischen Krummhörn die unterirdische Speicherung von Wasserstoff in einer Salzkaverne. Hierzu wird die Konstruktion und der Betrieb einer Wasserstoff-Testkaverne (3.000 m³) zur unterirdischen Speicherung von Wasserstoff vorangetrieben.

Bilfinger wird das Unternehmen Uniper bei der obertägigen Anlagentechnik der Wasserstoffkaverne mit Engineering-, Beschaffungs- und Baumanagementleistungen (EPCm) unterstützen. Auch die H2DRY-Technologie soll zur Wasserstofftrocknung zum Einsatz kommen. Mehr erfahren

 

News (26.05.2023): Projekt zur Wasserstoff-Speicherung erreicht nächste Phase: H2dry Anlage von Bilfinger wird am EWE Gasspeicher-Standort in Rüdersdorf aufgebaut

Bilfinger hat in Cloppenburg eine Demonstrationsanlage entwickelt, in welcher der Wasserstoff durch Absorption von Feuchtigkeit befreit wird.

Die sogenannte „H2dry Anlage“ wurde nun zum Gasspeicherstandort der EWE AG nach Rüdersdorf bei Berlin geliefert, wo die Speicherung von Wasserstoff in unterirdischen Kavernen exemplarisch getestet wird. Die Erkenntnisse sollen auf Kavernen mit dem 1.000 fachen Volumen übertragen werden können. Mehr erfahren

The drying process developed in the project enables efficient and large-scale hydrogen treatment, which is essential for the storage and subsequent grid feed-in of green hydrogen. Since the technology has already been tested in the context of natural gas drying, the plant can also be used to dry large quantities of hydrogen cost-effectively, which are necessary for the development of the hydrogen economy. After storage - for example from caverns - the hydrogen is dried in the absorption drying process using a suitable scrubbing liquid and can then either be used to generate electricity or fed into the transport network. The plant should enable hydrogen to contribute to the energy supply in a similarly flexible way as natural gas.

The joint project of Bilfinger Engineering & Maintenance GmbH and the Institute of Thermodynamics at Leibniz Universität Hannover is funded by the state of Lower Saxony and is an important part of the energy transition, as Lower Saxony's Environment Minister Olaf Lies emphasizes: "The implementation of this project is a major step for the energy transition. Decentralized hydrogen drying by absorption for gas storage and grid injection, is an essential step for the hydrogen economy. With this technology, hydrogen can be treated economically on a large scale and this enables the integration of renewable energies into our energy system. For example, hydrogen produced using wind and solar power, or hydrogen soon to be stored in caverns, can be fed into the transportation grid."

After production at Bilfinger Engineering & Maintenance GmbH in Cloppenburg, Lower Saxony, a test phase and demonstration operation will follow in early 2023 in Rüdersdorf in Brandenburg, where EWE Gasspeicher GmbH is currently investigating a salt cavern as a potential storage site for hydrogen as part of the HyCAVmobil project.

More about the project

Project participants

Bilfinger is an internationally active industrial services provider. The aim of the Group's activities is to increase the efficiency of plants in the process industry, ensure their availability, reduce emissions and lower maintenance costs. Bilfinger offers services in various areas, from consulting, engineering, manufacturing, assembly and maintenance to environmental technologies and digital applications.

Bilfinger Engineering & Maintenance GmbH is part of the international Bilfinger Group and is active in industrial services. More than 3,000 employees plan and monitor plants in the process industry in the chemical, petrochemical and pharmaceutical sectors, among others.

The Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover is Lower Saxony's largest university with around 30,000 students. The Institute of Thermodynamics represents technical thermodynamics in the Faculty of Mechanical Engineering at Leibniz Universität Hannover in teaching and research.

 

H2Marsch

H2Marsch

PROJECTS

H2Marsch: Wasserstoff für eine klimafreundliche Industrie in der Wesermarsch

Wasserstoff spielt in den Planungen energieintensiver Unternehmen eine zunehmend wichtigere Rolle – insbesondere, wenn es um die Dekarbonisierung nicht oder nur schwer elektrifizierbarer Prozesse im Unternehmen geht. Der Zugang zu Wasserstoff wird somit zu einem zentralen Standortfaktor. In der Region Wesermarsch hat sich daher die Allianz „H2Marsch“ gebildet, welche die Versorgung der Region mit Wasserstoff sicherstellen will. Die Wasserstoff-Beschaffung soll dabei durch den Import per Schiff, die Wasserstoff-Produktion in der Region und die Beschaffung per Wasserstoff-Pipeline gelingen. Hierdurch sollen nicht nur 6.000 Arbeitsplätze gesichert, sondern perspektivisch auch 240.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr reduziert werden.

Im Rahmen des Projekts H2 Marsch hat sich im Jahr 2022 eine Allianz zur Beschaffung von Wasserstoff für die Dekarbonisierung der Industrie in der Region Wesermarsch gebildet. In der Region gibt es einige energieintensive Unternehmen, die für eine erfolgreiche Dekarbonisierung auf Wasserstoff angewiesen sind. Zu den relevanten regionalen Wasserstoffabnehmern gehören insbesondere Kronos Titan, Airbus Aerostructures, Glencore Nordenham sowie DMK Milchkontor. Auch der EWE Gasspeicher Huntorf (siehe Projektbeschreibung) und die Salzkavernen der USG-Blexen werden in den Planungen bedacht. Das Projekt ist offen für weitere Akteure in der Region. So wird beispielsweise die Anbindung des ehemaligen Kernkraftwerks Unterweser als Energiehub sowie weitere neue Industrie- und Gewerbeflächen mitbetrachtet.

Für die Wasserstoffallianz sollen perspektivisch rund 500 Gigawattstunden (GWh) Wasserstoff beschafft werden, welche fossile Energieträger ersetzen. Aktuell besteht in der Region ein fossiler Energieverbrauch von etwa 1.100 GWh, wovon ca. die Hälfte elektrifiziert und etwa 50% über Wasserstoff bereitgestellt werden soll (13.000 Tonnen Wasserstoff). Mit einer erfolgreichen Transformation der Industrie in der Wesermarsch können laut Allianz nicht nur 6.000 Arbeitsplätze gesichert, sondern perspektivisch auch 240.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich reduziert werden.

Derzeit evaluiert die Initiative verschiedene Wege der Wasserstoffbeschaffung für die Region. Hierzu zählt einerseits der Wasserstoff-Import per Schiff und die Wasserstoff-Produktion in der Region, aber auch die Beschaffung per Pipeline. Hierbei gibt es bereits vielversprechende Fortschritte, denn die Region wurde bei dem Entwurf des Wasserstoffkernnetzes mitbedacht.

Quelle: H2Marsch

Der Zeitplan: Wasserstoff-Einsatz in der Region soll 2028 starten

Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, welche potenzielle Wege zur Versorgung der Region mit Wasserstoff aufzeigt. Ab 2024 soll bereits die Transformation der Industrieanlagen gestartet werden, indem zunächst Fördermittel im Themenfeld Forschung und Entwicklung beantragt werden. Die Forschung und Entwicklung selbst soll dann ab 2025 starten und die Transformation der ersten industriellen Anlagen schließlich ab 2026 beginnen.

Im Kontext der Wasserstoff-Eigenerzeugung in der Region sind erste Entwürfe und Genehmigungsverfahren im Laufe des Jahres 2024 vorgesehen. Der Betrieb von Elektrolyse-Anlagen ist dann ab 2028 geplant.

Im Bereich des Wasserstoff-Importes soll ab 2025 die nötige Wasserstoff-Infrastruktur aufgebaut werden – unter anderem auch durch Pipeline-Neubauten, die auch im Rahmen des Wasserstoffkernnetzes berücksichtigt wurden. Die Wasserstoffpipeline soll in Form einer Stichleitung von Huntdorf (dortige Anbindung an das Wasserstoffkernnetz) Richtung Nordenham und entlang der bisherigen Gasleitungstrasse verlegt werden. Ebenfalls wurden bereits initiale Gespräche mit Bremerhaven geführt. So wäre eine Anbindung über eine Verlängerung der Trasse unterhalb der Weser vorstellbar.

Durch die verschiedenen Einzelschritte soll schließlich ab 2028 der Einsatz von Wasserstoff in der Region starten.

Quelle: H2 Marsch

Project partners:

Zu den Projektteilnehmern der Allianz gehören die folgenden Unternehmen/Institutionen:

  • Airbus Aerostructures
  • DMK Deutsches Milchkontor
  • EWE GASSPEICHER
  • EWE NETZ
  • Glencore Nordenham
  • KRONOS TITAN
  • Stadt Nordenham
  • USG-Blexen
  • Wesermarsch Economic Development

Das Projekt wird von der BBH Gruppe begleitet und erfährt darüber hinaus Unterstützung durch den Landkreis Wesermarsch und die Stadt Brake.

Interessiert an der Wasserstoffallianz Wesermarsch? 

Sie haben Interesse an der Wasserstoffallianz Wesermarsch und dem Projekt H2Marsch? Dann können Sie sich gerne mit Tim Eshold in Verbindung setzen (E-Mail: tim.eshold@glencore.de)

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    Sector coupling for own consumption

    Sector coupling for own consumption

    PROJECTS

    SECTOR COUPLING FOR OWN CONSUMPTION

    Sector coupling is of central importance for a functioning hydrogen economy. The pilot project of Open Grid Europe GmbH (OGE), which is funded by the state of Lower Saxony, is now focusing on the coupling of sectors for self-consumption. The "Realbetrieb KRUH2" project involves the production, storage and use of green hydrogen at the Krummhörn site in Lower Saxony. The hydrogen is used for heat supply, as an alternative fuel for OGE's fleet of company vehicles, and for reverse power generation. The Lower Saxony Ministry for the Environment, Energy, Building and Climate Protection is supporting OGE's project with 2.81 million euros.

    News (01.10.2023): Elektrolyseur am Standort in Krummhörn eingetroffen!

    OGE hat verkündet, dass der erste eigene Elektrolyseur am Standort in Krummhörn eingetroffen ist. Der Elektrolyseur soll dabei 450 Kg pro Tag produzieren können – bei einem Ausgangsdruck von 20-30 bar und einem System-Wirkungsgrad von 75%. . Mehr dazu

    "We want to show here in East Frisia how the energy transition with hydrogen can become a success," says Dr Jörg Bergmann, spokesman for the management of OGE. "What is being implemented here on a small scale in a timely manner can serve as a blueprint for a hydrogen economy throughout Germany. I am very pleased that the state of Lower Saxony is supporting us so strongly in this."

    Energy Minister Olaf Lies: "Renewable energies are at the heart of climate protection. To this end, we will consistently advance the expansion of onshore wind, offshore wind and photovoltaics. But electricity alone will not work. We need the strategic combination of electricity and gas. Without hydrogen, we will not be able to achieve the climate targets. I am pleased that OGE will show in the project how hydrogen can be used in the heat, electricity and mobility sectors. That is sector coupling and that is the future of our energy world. It's good that we have companies here that want to lead the way in the hydrogen economy. We are happy to support them in this."

    Special features of the project:

    Innovative hydrogen cycle

    An innovative hydrogen cycle is being built at the company's Krummhörn site: a PEM electrolyser, an intermediate storage tank and a fuel cell-based combined heat and power (CHP) plant.

    The electrolyser

    The PEM electrolyser has an output of 1 megawatt (MW) and a capacity of 210 standard cubic metres of gas per hour (Nm³/h). The surrounding onshore and offshore wind farms provide the electricity demand of 1.2 MW.

    The cache

    A tubular storage tank with a capacity of 2,400 cubic metres (m³) will be built for the intermediate storage of the hydrogen.

    The bKWK plant

    The fuel cell-based combined heat and power plant (CHP plant) generates electricity and waste heat. This is a high-temperature fuel cell with an electrolyte made of ceramic material. The basis is solid oxide fuel cell (SOFC) technology. The advantage of this is that the liquid electrolyte is replaced by a special ceramic, which in this case enables a particularly high efficiency in the generation of electricity from hydrogen. This is further increased by the fact that the waste heat is used to heat the plant. Two existing condensing boilers will be converted to use hydrogen for the further necessary heat demand.

    Passenger car hydrogen filling station

    A hydrogen-fuelled car filling station, yet to be built, will supply the OGE vehicle fleet with alternative fuels (filling pressure: 700 bar). The vehicle fleet is to be expanded with at least three hydrogen-powered fuel cell vehicles. 

    The project is scheduled to run until summer 2023.

     

    Partner

    Open Grid Europe GmbH (OGE) is a European transmission system operator with a pipeline network of approximately 12,000 km.

    Logo: © Open Grid Europe GmbH

    CHESS - Development of a hydrogen infrastructure in the Wesermarsch region

    CHESS - Development of a hydrogen infrastructure in the Wesermarsch region

    PROJECTS

    CHESS - Development of a hydrogen infrastructure in the Wesermarsch region

    As part of the CHESS (Compressed Hydrogen Energy Storage Solution) project in Huntorf (Wesermarsch district), EWE and Uniper want to jointly convert their respective existing gas and electricity infrastructures. The aim is to build a new hydrogen infrastructure on site quickly, efficiently and cost-effectively.

    News (06.09.2023): Photovoltaikanlagen in Elsfleth (300 MWp) soll Wasserstofferzeugung ermöglichen

    Im Rahmen des „CHESS“-Projektes geht es voran: Am 18. August wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Solarparks in Elsfleth im Landkreis Wesermarsch geschaffen. Die Anlage soll auf einer Fläche von rund 281 Hektar errichtet werden und eine Leistung von 300 Megawattpeak umfassen. Laut Planungen wird der Solarpark eine wichtige Rolle im Projekt CHESS einnehmen, das Uniper gemeinsam mit EWE umsetzt. Mehr erfahren

    As part of the CHESS joint project, regionally produced electricity from wind and sun will be fed into a 30-megawatt electrolyzer via the existing power grid for green hydrogen production. This will be built jointly by EWE and Uniper in a planned joint venture. The electrolysis process uses electricity to split water into hydrogen. If green electricity is used for this, green hydrogen is produced. This hydrogen can then be transported directly to consumers via the gas grid.

    Hydrogen production and hydrogen storage thought together

    In addition to the production and transport of green hydrogen, the bridge to another EWE project is to be realized as part of CHESS: The connection of the hydrogen infrastructure to an underground cavern storage facility of EWE in Huntorf with the aim of storing green hydrogen and making it available on demand.

    This storage project is part of a connecting large-scale project called "Clean Hydrogen Coastline". It brings together the generation, transport, storage and use of green hydrogen in industry and heavy-duty transport. With this large-scale project, EWE applied for funding under the European IPCEI program (Important Project of Common European Interest) in February 2021 and reached the second stage of the procedure in May 2021. Funding is currently being reviewed at European level.

    The connection of the EWE Uniper project CHESS to the cavern storage facility in Huntorf creates some synergies:

    • Hydrogen generation can be grid-serving, i.e. when there is plenty of wind or sun and consumer energy demand is low, energy can be stored in very large quantities for times of "lulls" and used again later. Seasonal differences in wind and solar conditions can thus be compensated for.
    • Making hydrogen available on demand improves the security of supply for hydrogen users. Large-scale hydrogen storage makes this possible.
    • The cavern site in Huntorf offers potential for an expansion of hydrogen production. Depending on the rate of expansion of the regional hydrogen economy, it would be possible to gradually expand the electrolysis capacity up to the gigawatt scale.

    This is how it should continue

    EWE and Uniper signed a cooperation agreement at the beginning of 2021 to implement the CHESS project. According to the agreement, a joint 30-megawatt electrolyzer will supply the first hydrogen customers from mid-2026. The speed at which the subsequent expansion of hydrogen production capacities can be implemented will be determined by the customers' hydrogen sales and demand.

    More about the project

    Uniper is an international energy company with around 11,500 employees in more than 40 countries. The company plans to become CO2-neutral in European power generation by 2035. With around 33 gigawatts of installed capacity, Uniper is one of the world's largest power producers.

    © Uniper

    ©TU Clausthal

    With around 9,100 employees, EWE AG is one of Germany's largest utilities focusing on corresponding infrastructure in the hydrogen sector.

    © EWE

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