PROJEKTE

   

ELEMENT EINS – ENERGIEWENDE MIT SEKTORKOPPLUNG

Im Projekt ELEMENT EINS soll eine Möglichkeit entwickelt werden, „Grüne Energie“ im Industriemaßstab vom Produktionsort im Norden Niedersachsens bis zu industriellen Verbrauchern zu transportieren. Gelingen soll dies durch eine Power-to-Gas-Anlage, die mithilfe von Windenergie grünen Wasserstoff herstellt. Dieser grüne Wasserstoff soll anschließend in bestehende Gas-Infrastruktur eingespeist und für die Industrie, aber auch den Mobilitätssektor nutzbar gemacht werden.

Im Projekt ELEMENT EINS soll eine Anlage mit einer Leistung von 100 Megawatt errichtet werden, die Wasserstoff im industriellen Umfang erzeugen kann. Letztlich soll die Anlage bis zu 20.000 m³/h grünen Wasserstoff herstellen und diesen in das Gasnetz beimischen. 

Die Pilotanlage soll im Jahr 2022 schrittweise ans Netz gehen und mittels Windstrom Gas erzeugen. Hierdurch werden neue Speicherpotenziale für erneuerbaren Strom erschlossen, da die Erzeugung zeitlich von dem Verbrauch entkoppelt werden kann.

Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Kopplung der Sektoren Energie, Industrie und Mobilität zu erreichen. So soll der grüne Wasserstoff nicht nur über bestehende Gasinfrastruktur von der Nordsee in Richtung industrieller Abnehmer in Bremen oder im Ruhrgebiet transportiert, sondern auch für die Mobilität bereitgestellt werden.

Der benötigte Windstrom soll in Ostfriesland produziert werden, der sowohl auf dem Land als auch auf See in hohem Maße zur Verfügung steht. Die Power-to-Gas-Pilotanlage wird in der Gemeinde Diele im Landkreis Leer errichtet, wo ein zentraler Knotenpunkt der Strom- und Gasinfrastruktur in Norddeutschland liegt.

ELEMENT EINS wurde im Jahr 2019 vom Bundeswirtschaftsministerium als „Reallabor der Energiewende“ gefördert. Die im Projekt gesammelten Erfahrungen sollen dem Markt transparent zur Verfügung gestellt werden, um eine Weiterentwicklung der Power-to-Gas-Technologie zu ermöglichen.

In Zukunft soll das Projekt in enger Kooperation mit dem Vorhaben „Clean Hydrogen Coastline“ durchgeführt werden. Ende November 2021 wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Hierdurch soll die niedersächsische Küstenregion zu einem ersten europäischen Wasserstoffcluster werden, in dem eine komplette Wertschöpfungskette etabliert wird.

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