Wasserstoffzug Coradia iLint (abgeschlossen)

Wasserstoffzug Coradia iLint (abgeschlossen)

PROJEKTE

Wasserstoffzug Coradia iLint (abgeschlossen)

Alstom hat mit dem Coradia iLint den weltweit ersten brennstoffzellenbetriebenen Personenzug entwickelt. Hierdurch sollen die Emissionen im deutschen Schienennetz reduziert werden – denn der emissionsfreie Zug gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab.

News: Wasserstoffzug Coradia iLint nimmt den Passagierbetrieb auf! (24.08.2022)

In Bremervörde sind am 24. August 2022 die ersten Wasserstoffzüge von Alstom in den regulären Passagierbetrieb gegangen. Auf einer Strecke von 126 Kilometern fahren damit ab sofort fünf wasserstoffbetriebene Regionalzüge zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude.

Insgesamt hat der Betreiber des Streckennetzes, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), 14 Wasserstoffzüge bei dem Hersteller Alstom bestellt – die restlichen neun Züge sollen bis Jahresende den Betrieb aufnehmen. Hierdurch sollen insgesamt 15 Dieselzüge ersetzt werden, die bislang auf der Strecke genutzt wurden.

Der Coradia iLint wurde gezielt für den Einsatz auf nicht-elektrifizierten Strecken entwickelt – um die häufig mit Diesel betriebenen Loks auf diesen Strecken zu ersetzen. Aktuell sind etwa 61 Prozent der Strecken im deutschen Schienennetz elektrifiziert. Auf den restlichen 39 Prozent kommen häufig Dieselloks zum Einsatz – mit entsprechend hohen CO2-Emissionen. Als weltweit erster Hersteller von Schienenfahrzeugen konnte Alstom 2016 jedoch mit dem Corodia iLint einen Personenfahrzug präsentieren, der mit Wasserstoff betrieben wird.

2018 ist der Zug schließlich erstmalig für den Fahrgastbetrieb eingesetzt worden und hat bis zum Februar 2020 mehr als 180.000 km zurückgelegt. Der Coradia iLint weist sich durch eine saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung in Batterien und ein smartes Management von verfügbarer Energie und möglicher Antriebskraft aus – wodurch der Zug für den Einsatz auf nicht-elektrifizierten Strecken prädestiniert ist. Ab 2022 sollen 14 Züge im Weser-Elbe-Netz zum Einsatz kommen.

Die vorangegangen Forschungsarbeiten von Alstom und dem DLR-Institut FK wurden im Rahmen des vom BMVI geförderten Projektes BetHy – Brennstoffzellenbetriebener Hybridtriebzug durchgeführt. Hier gibt es mehr Information.

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    H2Agrar (abgeschlossen)

    H2Agrar (abgeschlossen)

    PROJEKTE

    H2Agrar_Wimmelbild

    In Haren soll ein Zukunftsmodell für eine nachhaltige Mobilität in der Landwirtschaft entstehen. ©agrowea

    H2Agrar (abgeschlossen)

    Das im Rahmen der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie geförderte  Projekt „H2Agrar“ aus Haren will die von landwirtschaftlichen Maschinen freigesetzten Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Hierzu soll ein Landmaschinenprototyp der Marke Fendt mit einem klimafreundlichen Brennstoffzellenantrieb ausgerüstet werden. Im Zuge des Projekts sollen wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, um letztlich die Serienfertigung zu ermöglichen.

    News (Januar 2024): Zwei Prototypen werden auf zwei Testbetrieben getestet!

    In Haren werden aktuell die zwei Traktoren der Marke FENDT gründlich getestet. Auf zwei Testbetrieben im Emsland wird das Projekt H2Agrar vorangetrieben:

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    Mehr Informationen

    News (28.02.2023): Fendt stellt ersten Wasserstofftraktor vor - Lieferung zweier Prototypen für das Projekt H2Agrar ins Emsland im April geplant.

    In Bayern hat der Hersteller von Traktoren und Erntemaschinen FENDT seinen ersten Wasserstofftraktor vorgestellt, der im Rahmen des Projekts H2Agrar in Niedersachsen zum Einsatz kommen soll. In dem Projekt sollen zwei Prototypen des wasserstoffbetriebenen Traktors ganz regulär in landwirtschaftlichen Betrieben im emsländischen Haren eingesetzt werden. Die Lieferung der beiden Wasserstofftraktoren von Bayern nach Niedersachsen ist im April geplant. 

     

    H2Agrar mit Minister Lies

    Im Rahmen der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie erhält das Projekt eine Förderung ©agrowea

    Landwirtschaftsmaschinen mit Brennstoffzellenantrieb

    Beim Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen werden aktuell noch große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt. Diese Emissionen resultieren derzeit aus dem fast ausschließlichen Einsatz fossiler Brennstoffe und lagen im Jahr 2014 bei 6 Millionen Tonnen CO-Äquivalenten bzw. 8,5 % der Gesamtemissionen in der Landwirtschaft (Bundesministerium für Umwelt, 2016). Gelingt es, die fossilen Brennstoffe durch grünen Wasserstoff zu ersetzen, so lassen sich diese Emissionen fast vollständig reduzieren.

    Deshalb soll ein Landmaschinenprototyp der Marke Fendt mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt werden – in Vorbereitung auf eine spätere Serienfertigung. Hierdurch kann grüner Wasserstoff in der Landwirtschaft als CO-neutrale Dieselalternative bei Landmaschinen eingesetzt werden. Die Traktoren sollen den Treibstoff von der Wasserstofftankstelle in Haren beziehen. Für den Transport von Wasserstoff innerhalb der Modellregion entwickelt die Röchling Engineering Plastics SE & Co. KG spezielle Transportbehälter, die nach dem Projektende in drei Jahren auch europaweit vertrieben werden sollen. Das Projekt wird im Rahmen der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie gefördert und erhält einen Förderzuschuss des Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro.

     

    Partner

    CEC Haren
    Röchling
    TU Braunschweig
    Hochschule Emden/Leer

    Die CEC Haren GmbH & Co. KG realisiert die Errichtung eines grünen Tankstellenparks zur Versorgung des Straßengüterverkehrs mit alternativen Treibstoffen.

    Logo: © CEC Haren

    Seit 1997 ist Fendt eine weltweite Marke der AGCO Corporation. Fendt stellt Landtechnik wie Traktoren oder Erntemaschinen her und hat rund 6.000 Beschäftigte.

    Logo: © AGCO/Fendt

    Die Röchling-Gruppe ist weltweit auf dem Gebiet der Kunststoffverarbeitung tätig. Das Unternehmen zählt rund 11.500 Beschäftigte an 90 Standorten in 25 Ländern.

    Logo: © Röchling-Gruppe

    An der Technischen Universität Braunschweig sind rund 20.000 Studierende in 71 Studiengängen eingeschrieben.

    Logo: © Technische Universität Braunschweig

    Die Hochschule Emden/Leer hat ihren Sitz in Emden. Rund 4.500 Studierende sind an der Fachhochschule eingeschrieben.

    Logo: © Hochschule Emden /Leer

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      Wasserstoffbusse für Oldenburg (abgeschlossen)

      Wasserstoffbusse für Oldenburg (abgeschlossen)

      PROJEKTE

      Jürgen Krogmann (Oberbürgermeister Oldenburg), Michael Emschermann (Geschäftsführer der VWG (hinten)), Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies, Susanne Menge (Aufsichtsratvorsitzende der VWG) und Joao Paulo Rosado Caeiro (CeatanoBus) bei der Besichtigung eines Vorführbusses.

      © VWG Oldenburg

      WASSERSTOFFBUSSE FÜR OLDENBURG (abgeschlossen)

      Die Verkehr und Wasser GmbH (VWG) aus Oldenburg will im Jahr 2022 Teile der Busflotte auf Wasserstoffantriebe umrüsten – als erstes Busunternehmen in Niedersachsen. Die ersten Wasserstoffbusse sollen im Sommer auf den Oldenburger Straßen fahren und eine Reichweite von etwa 400 Kilometern aufweisen.

      VWG setzt vier Wasserstoffbusse im regulären Linienverkehr ein! (09.02.2023)

      Am 09.02.2023 wurden in Oldenburg vier Wasserstoffbusse vorgestellt, die ab sofort im regulären Linienverkehr des Nahverkehrsunternehmens Verkehr und Wasser GmbH (VWG) in Oldenburg zum Einsatz kommen.

      Hergestellt wurden die Busse vom portugiesischen Hersteller CaetanoBus, der sich in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt hatte. Toyota liefert den kompletten Brennstoffzellenantrieb für den Bus. Die Brennstoffzelle, die Traktionsbatterien und die Wasserstofftanks sind bei den Bussen auf dem Dach angeordnet, um den Innenraum optimal zu nutzen. Hierdurch bieten die Busse jeweils Platz für 33 Sitzpassagiere, 39 Stehplätze sowie zwei Rollstuhlplätze.

      Ein Fahrzeug kostet etwa 610.000 Euro, die Förderung liegt bei 80 Prozent. Diese stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Niedersachsen.
      Die Busse sollen an der Oldenburger Wasserstofftankstelle von H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG betankt werden – die für die Betankung nötige Druckstufe wurde von der EWE AG finanziert.

      Bei einer europaweiten Ausschreibung konnte sich der portugiesische Hersteller CeatanoBus durchsetzen. Der Brennstoffzellenantrieb der Busse wird von Toyota geliefert. Um den Innenraum bestmöglich nutzen zu können, sollen die Traktionsbatterien, Wasserstofftanks und die Brennstoffzelle auf dem Dach der Busse platziert werden. Hierdurch bleibt im Innenraum Platz für 33 Sitzplätze, 39 Stehplätze und zwei Rollstuhlplätze.

      Für entsprechende Reparaturen und Wartungen soll der Betriebshof der VWG so umgebaut werden, dass alle Arbeiten direkt vor Ort durchgeführt werden können. Wasserstoff sollen die Busse in der Wasserstofftankstelle von H2 Mobility in Oldenburg erhalten – ein Tankvorgang soll in etwa 10 Minuten in Anspruch nehmen.

      Umweltminister Olaf Lies war bei der Besichtigung des Vorführbusses von CeatanoBus in Oldenburg im November vor Ort und stellte fest: „Wasserstoff ist als Energieträger und Rohstoff ein zentraler Baustein der Energiewende. Es ist schön, dass die VWG als erstes Busunternehmen in Niedersachsen direkt auf diesen Trend aufspringt und gleich mehrere Wasserstoffbusse im regulären Linienbetrieb einsetzen wird.“

      Das Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert.

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      Partner

      Die Verkehr und Wasser GmbH (kurz VWG) ist im Bereich der Trinkwasserversorgung in Oldenburg und als Verkehrsunternehmen in der Region Oldenburg tätig und setzt im Mobilitätsbereich auf eine umweltfreundliche Busflotte.

      © VWG Oldenburg

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        Regio Plus: Dekarbonisierung von Unternehmen durch Sektorenkopplung (abgeschlossen)

        Regio Plus: Dekarbonisierung von Unternehmen durch Sektorenkopplung (abgeschlossen)

        PROJEKTE

        ©fotolia-thomaslerchphotoQuelle: fotolia-thomaslerchphoto

        Bild: fotolia-thomaslerchphoto 

        Regio Plus: Dekarbonisierung von Unternehmen durch Sektorenkopplung (abgeschlossen)

        In dem Projekt Regio Plus wird am Beispiel des Emslandes exemplarisch analysiert, wie Unternehmen in einem zukünftigen Energiesystem eine CO2-arme Produktion sicherstellen können. Hierzu wird der aktuelle Status des Energiesystems analysiert und auf dieser Grundlage herausgearbeitet, wie Unternehmen zukünftig mit der nötigen Energie versorgt werden können. Im Zentrum der Forschung steht dabei die Frage nach Möglichkeiten für die Sektorenkopplung, bei der auch grüner Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen soll. 

        Vor dem Hintergrund eines überwiegend auf erneuerbarem Strom basierenden Energiesystems bekommt die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität eine zunehmend größere Bedeutung. Da das Angebot erneuerbarer Energien im Emsland aktuell bereits recht hoch ist, spielt die Nutzung von Überschussstrom schon heute eine wichtige Rolle – die in Zukunft mit einem steigenden Angebot erneuerbarer Energien weiter wachsen wird. Wasserstoff kann in diesem Kontext aufgrund der Flexibilität und Speicherfähigkeit durch Technologien wie Power-to-Gas eine wichtige Rolle spielen. Im Projekt Regio Plus sollen daher verschiedene Querschnittstechnologien analysiert werden und ein zukünftiges Energiesystem modelliert werden.

        Dabei sollen speziell die Chancen und Risiken für Unternehmen aufgezeigt werden, die sich im Rahmen der Transformation ergeben. Letztlich sollen die Forschungsergebnisse praxisorientierte Lösungsansätze für Unternehmen bereithalten. Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Regio Plus wurde im Juli 2019 gestartet und läuft noch bis Juni 2022.

        Mehr zu dem Projekt lesen Sie hier. 

        Die Ergebnisse wurden auch auf einer Konferenz vorgestellt. Folien und weitere Infos finden Sie dazu hier.

        Projektpartner:

        Hochschule Osnabrück, Landkreis Emsland, Kuiter, westnetz, Energie Achse Ems, Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland, Goldschmidt, Giga Coating, BP Lingen, Stadt Lingen, Stadtwerke Lingen

         

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          Wasserstoffbusse für Friesland: HyFri (abgeschlossen)

          Wasserstoffbusse für Friesland: HyFri (abgeschlossen)

          PROJEKTE

          Besuch am Windpark (von links nach rechts): Umweltminister Olaf Lies; EWE-Chef Stefan Dohler; Jan Cyrullies, Geschäftsführer von Weser-Ems-Bus; Maximilian Graf von Wedel-Gödens, Geschäftsführer der Friesen Elektra der Unternehmensgruppe Schloss Gödens und Sven Ambrosy, Landrat des Landkreises Friesland. 

          Bild: ©Björn Lübbe

          Wasserstoffbusse für den Landkreis Friesland: HyFri (abgeschlossen)

          Im Landkreis Friesland soll im Rahmen des Projektes „HyFri“ der ÖPNV klimafreundlicher werden. Dazu sollen fünf Wasserstoffbusse angeschafft werden, die grünen Wasserstoff nutzen. Dieser grüne Wasserstoff wird unter anderem mittels erneuerbarer Energien aus einem regionalen Energiepark hergestellt. Das Projekt bündelt die Potenziale im Landkreis und gibt den Startschuss für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft im Landkreis Friesland.

          Aufgrund des hohen Angebots an erneuerbaren Energien hat der Landkreis Friesland ein großes Potenzial für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft. Der Startschuss für dieses Vorhaben soll nun im Verkehrssektor gesetzt werden – nämlich mit dem geplanten Einsatz von Wasserstoffbussen in der Region. Die Weser-Ems-Bus GmbH wird hierzu mit fünf Wasserstoffbussen ausgestattet, die zukünftig den regionalen Busverkehr klimafreundlicher gestalten werden. Die Busse sollen ab Ende 2023 im Landkreis Friesland unterwegs sein.

          Die Busse können laut Planungen an einer neuen Wasserstofftankstelle in Schortens betankt werden. Hierzu gründen die Projektpartner der Weser-Ems-Busverkehr GmbH, der EWE AG und der Unternehmensgruppe Schloss Gödens eine Betreibergesellschaft. EWE wird sich federführend um die Installation und Inbetriebnahme der Wasserstofftankstelle kümmern.

          Erneuerbare Energien aus der Region nutzen 

          Ein Teil des grünen Wasserstoffs, der über die Tankstelle vertrieben werden soll, wird dabei direkt in der Region hergestellt. Hierfür wird ein Energiepark errichtet. Der bereits bestehende Windpark am Standort Sande wird dafür mit Photovoltaikmodulen ergänzt. Betrieben wird der Energiepark von der Friesen Elektra der Unternehmensgruppe Gödens. Hierdurch kann für eine gesteigerte, regionale Verfügbarkeit erneuerbarer Energien gesorgt werden – die wiederum zur Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden kann.

          Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies unterstützt das Projekt und betont die Signalwirkung: „Der erste Schritt ist oft der schwierigste – das ÖPNV-Projekt im Landkreis Friesland geht ihn und markiert damit den Start für den weiteren Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in der Region.“

          Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Rahmen des Projektes HyWays for Future gefördert – welches wiederum Teil des HyLand Programmes für Regionenförderungen ist. Unter Vorbehalt der Förderzusage wird auch die Beschaffung der Busse durch das Bundesverkehrsministerium gefördert und deren Betrieb durch den Landkreis Friesland unterstützt.

           

          Das sagen die Projektbeteiligten:

          Sven Ambrosy - Landrat Landkreis Friesland

          „Gerade in unserer Weltnaturerbe-Region tragen wir eine große Verantwortung für den Klimaschutz. Mit der Etablierung einer regionalen, grünen Wasserstoffproduktion leisten wir einen sehr großen Beitrag zur Reduktion von CO2, stärken zugleich die lokale Wirtschaft und schützen unsere Natur für die Menschen, die hier leben, für Touristen sowie für kommende Generationen. Ich freue mich, dass wir hervorragende Partner aus der Wirtschaft gefunden haben, um gemeinsam ins Wasserstoffzeitalter aufzubrechen.“

          Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG

          „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiges Element für EWE auf dem Weg zur Klimaneutralität und hin zu mehr Unabhängigkeit. […] EWE bringt daher den Markteintritt von grünem Wasserstoff zusammen mit Partnern voran. Friesland ist dabei eine ideale Region, denn sie wird bereits jetzt vollständig durch erneuerbare Energien versorgt. Durch die Elektrolyse und Speicherung der Energie in Form von Wasserstoff ergeben sich weitere Potenziale, gerade im Verkehrssektor. […] Im Landkreis Friesland suchen wir jetzt aktiv nach weiteren Partnern als Nutzer der Wasserstofftankstelle, damit wir mittelfristig mit der lokalen, bedarfsgerechten Produktion beginnen können.“

          Maximilian Graf von Wedel-Gödens, Geschäftsführer der Friesen Elektra

          „Innovation und Moderne im ländlichen Raum, damit beschäftigen wir uns seit über 20 Jahren. Die Zeichen der Zeit sind klar und Wasserstoff hat ein riesiges Wirtschaftspotenzial für Sande und Friesland. Wir werden dazu beitragen, dieses Potenzial zu heben.“

          Jan Cyrullies, Geschäftsführer Weser-Ems-Bus

          „Dank der Zustimmung des Landkreises werden wir Ende 2023 in Friesland fünf Wasserstoffbusse einsetzen, die zu 100 Prozent emissionsfrei unterwegs sind. Weser-Ems-Bus gehört zur Region Nord von DB Regio Bus. In Schleswig-Holstein hat unsere Region bereits gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Wasserstoffbussen gemacht. Wir freuen uns, dass wir unser Know-how in diesem Bereich nun auch im Landkreis Friesland auf die Straße bringen können.“

          Partner

          Die Weser-Ems Busverkehr GmbH mit Hauptsitz in Hamburg ist ein Tochterunternehmen der DB Regio AG und betreibt Busverkehr in Niedersachsen. Im Verkehrsgebiet des Verkehrsverbunds Ems-Jade beschäftigt das Unternehmen 135 Mitarbeitende und setzt 45 eigene Busse ein.

          © Weser-Ems Busverkehr GmbH

          ©Tennet

          Die EWE AG mit Hauptsitz im niedersächsischen Oldenburg ist in den Geschäftsfeldern Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie aktiv und hat über 9.100 Mitarbeitende.  Im Bereich Wasserstoff fokussiert sich die EWE AG auf den Aufbau der Infrastruktur.

          © EWE AG

          ©Tennet

          Die Unternehmensgruppe Schloss Gödens ist in vielfältigen Bereichen aktiv – die Friesen Elektra ist Teil der Gruppe Gödens und gewinnt bereits seit 1999 erneuerbare Energien aus einem Windpark in Sande.

          © Schloss Gödens

          ©Tennet

          Der Landkreis Friesland besteht aus acht Städten und Gemeinden und hat insgesamt rund 98.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Mit dem Projekt „HyFri“ soll der Startschuss zum Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft im Landkreis Friesland gelingen.

          © Landkreis Friesland

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            H2Skills (abgeschlossen)

            H2Skills (abgeschlossen)

            PROJEKTE

               

            H2Skills (abgeschlossen) – Weiterbildungsbedarfe in der Wasserstoffwirtschaft

            Für einen erfolgreichen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft spielt die Qualifizierung von Fachkräften eine wichtige Rolle. Um dieses Thema stärker zu fokussieren, ist 2021 das Gemeinschaftsprojekt „H2Skills“ der IHK Lüneburg-Wolfsburg und der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade gestartet. In einem ersten Schritt sollen dafür die Weiterbildungsbedarfe in Unternehmen analysiert werden. 

            Aktuell: Ergebnisse aus der Bedarfsanalyse für Qualifizierungsangebote im Wasserstoff-Kontext vorgestellt

            Am 06.09.22 hat das Projekt H2Skills der IHK Lüneburg-Wolfsburg und der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade die Ergebnisse aus der Bedarfsanalyse für Qualifizierungsangebote im Wasserstoff-Kontext in Nordostniedersachsen vorgestellt. Im Anschluss an den Impulsvortrag des Wasserstoffbotschafters Paul Schneider von der EWE und die Projektvorstellung kam es im Kunstsaal Lüneburg zu einem regen Austausch der Teilnehmenden. Die Projektergebnisse sowie die im Projekt entwickelten Kursangebote sind auf der Seite der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade zu finden.

            Um eine erfolgreiche Qualifizierung von Fachkräften im Bereich Wasserstoff zu gewährleisten, sollen im Projekt „H2Skills“ zunächst Experteninterviews und eine Online-Umfrage durchgeführt werden – um so die Weiterbildungsbedarfe in der Wasserstoffwirtschaft zu ermitteln. Damit möglichst aussagekräftige Ergebnisse entstehen, werden alle Betriebe aus Nord-Ost-Niedersachsen gebeten, an der Umfrage teilzunehmen.

            Im Projektgebiet liegen die Landkreise Celle, Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Uelzen und Verden. Eine Einschränkung auf bestimmte Branchen gibt es nicht.

            Wenn Ihr Unternehmen im Projektgebiet ansässig ist, können Sie gerne an der Umfrage teilnehmen, unter: https://www.ihk-lueneburg.de/wasserstoff

            Ausgehend von den Ergebnissen der Bedarfsanalyse sollen erste Ansätze für Zertifikatslehrgänge, Zusatzprüfungen, Fortbildungen und Ergänzungsbausteine bestehender Qualifizierungsangebote entwickelt werden.

            Das Projekt wurde im November 2021 gestartet und läuft noch bis zum 31. März 2023. Es wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) als Teil der Reaktion der EU auf die Covid-19-Pandemie finanziert.

            Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Kammern:

            https://www.hwk-bls.de/h2skills

            https://www.ihk-lueneburg.de/h2skills

            Partner

            Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg vertritt die Interessen von 70.000 gewerblichen Unternehmen aus den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Heidekreis, Celle und Gifhorn sowie der Stadt Wolfsburg gegenüber Politik und Verwaltung.

            © Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg

            ©Tennet

            Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade betreut rund 29.000 Mitgliedsbetriebe mit etwa 150.000 Beschäftigten. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die eine Vielzahl von Aufgaben für ihre Mitglieder erbringt. 

            © Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade

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